MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Dividenden schlagen Zinsen: 2015 wird ein gutes Aktienjahr

Nachdem das Jahr 2014 jetzt zu Ende ist und wir uns bereits im Börsenjahr 2015 befinden, möchte ich Ihnen an dieser Stelle zu allererst ein erfolgreiches und vor allem auch gesundes Jahr 2015 wünschen.

Vor einem Jahr schrieb ich Ihnen, dass wir im Jahr 2014 ein gutes Aktienjahr – nicht aber ein derart gutes wie 2012 und 2013 – erleben würden. Rückblickend hat sich diese Prognose bewahrheitet.

Auch die Aussicht auf weitere Zinssenkungen seitens der Europäischen Zentralbank (EZB) im Jahr 2014 und die Einführung eines Negativzinses für bestimmte Kunden und Anlagevolumina sollte sich bewahrheiten. Kommen wir aber jetzt zum Ausblick für 2015.

Der DAX wird auch im Jahr 2015 weiter steigen

Ich rechne fest damit, dass der DAX auch im Jahr 2015 weiter steigen wird. Wenn erst einmal die „magische“ 10.000-Punkte-Marke nachhaltig überwunden ist, sind auch Notierungen bis 11.000 Punkte möglich.

Zwar ist diese Prognose gleichbedeutend damit, dass auch das Börsenjahr 2015 nicht an die Entwicklungen der Jahre 2012 und 2013 herankommen wird, doch unterm Strich werden Sie auch in diesem Jahr mit der Anlageklasse Aktien alle anderen Anlageklassen schlagen.

Hingegen werden risikoscheue Anleger, die den Aktienmarkt vollständig meiden, auch im Jahr 2015 nahezu keine Chance haben, positive reale Erträge zu erzielen. Positive reale Erträge bedeutet, dass unter Berücksichtigung der Inflation und nach Abzug von Steuern und Kosten noch Erträge übrig bleiben.

Dies wird in diesem Jahr mit den in Deutschland so beliebten Sparbucheinlagen und Tagesgeldkonten nicht funktionieren. Kommen wir jetzt zu den Gründen dafür, warum der DAX auch in diesem Jahr weiter steigen wird.


Gratis Studie: Die Zukunft Ihres Depots?....

  • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
  • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
  • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
  • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
  • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
  • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

Hier erfahren wo sich der Einstieg noch lohnt ➜


Dividenden schlagen Zinsen

Einen wichtigen Grund finden Sie bereits in der Überschrift der heutigen Ausgabe: Dividenden schlagen Zinsen!

In Zeiten, in denen der Leitzins quasi bei 0% liegt und daher lediglich noch sehr riskante Zinsanlagen nennenswerte Zins-Renditen bieten, sind Dividenden deutlich attraktiver als Zinsen. Mittlerweile liegen beispielsweise auch die Dividendenrenditen der DAX-Titel deutlich oberhalb der Zinskupons der Unternehmensanleihen der DAX-Unternehmen.

Daher kam es bereits in der jüngeren Vergangenheit zu Umschichtungen und diese werden sich fortsetzen. Das ist ein Kurstreiber, der dividendenstarke Einzelwerte und auch den DAX beflügeln wird. Die 110 HDAX-Unternehmen (eine Erläuterung folgt gleich) werden in diesem Jahr voraussichtlich 34,5 Mrd. Euro an Dividenden ausschütten.

Dies würde eine neue Rekordmarke bedeuten. Und die Tendenz ist weiterhin steigend. Für das Jahr 2017 wird bereits eine Gesamtausschüttung der HDAX-Unternehmen in Höhe von über 40 Mrd. Euro erwartet. Das würde, verglichen mit der 2015er-Ausschüttung, einer Steigerung von rund 19% entsprechen.

Zur Erläuterung: Der HDAX ist ein Aktienindex, der von der Deutschen Börse berechnet wird und die Werte aller 110 Unternehmen aus den größten deutschen Auswahlindizes (DAX, MDAX und TecDAX) zusammenfasst.

Billiges Öl als Konjunkturprogramm und Kurstreiber zugleich

Ein weiterer Grund dafür, warum der DAX auch 2015 weiter steigen wird, ist das billige Öl. Nach aktuellen Berechnungen sorgt das billige Öl hierzulande für 30 Mrd. Euro mehr an Kaufkraft. Das billige Öl wirkt somit wie eine kollektive Einkommenserhöhung oder wie ein großes Konjunkturprogramm.

Ein Teil der höheren Kaufkraft, den die günstigere Energie bringt, kommt bei Ihnen als Verbraucher an (niedriger Benzinpreis, niedriger Heizölpreis) und ein weiterer Teil bleibt zunächst bei den Unternehmen (niedrige Produktionskosten).

Aufgrund der steigenden Kaufkraft der Konsumenten und der niedrigen Produktionskosten steigen die Unternehmensgewinne. Daher profitieren Sie als Aktionäre gleich doppelt vom günstigen Öl (Sie sparen beim Tanken und die Aktienkurse steigen).

Schon ein um 10% sinkender Ölpreis treibt die Unternehmensgewinne um rund 1% nach oben. Seit Ende Juni ist der Ölpreis um etwa 47% gefallen. Und das Beste daran ist: Dieses zusätzliche Gewinnpotenzial haben die meisten Analysten und Anleger derzeit noch nicht auf dem Radar.

Schwacher Euro als Kurstreiber

Auch der schwache Euro ist aus meiner Sicht ein Kurstreiber für den deutschen Aktienmarkt. Zu den größten Gewinnern des schwachen Euro gehören die deutschen Unternehmen, die ihre Waren und Dienstleistungen in Länder exportieren, die sich außerhalb der Euro-Zone befinden, da der Euro inzwischen in fremden Währungen weniger kostet als zuvor.

Dadurch können ausländische Kunden in der Euro-Zone günstiger einkaufen. Diese Entwicklung führt dazu, dass die Umsätze und die Gewinne dieser Unternehmen steigen werden. Die Umsätze werden steigen, weil die Waren und Dienstleistungen durch die Euro-Schwäche außerhalb der Euro-Zone günstiger werden, da weniger Geld in fremder Währung für die gleiche Menge an Waren und Dienstleistungen aufgewendet werden muss.

Das kurbelt die Nachfrage und somit den Umsatz an. Die Gewinne werden sogar überproportional steigen, da bei der Umrechnung von Fremdwährungen in Euro unterm Strich mehr Gewinn für die Unternehmen übrig bleibt. Somit ist der schwache Euro sogar ein doppelter Gewinnhebel für deutsche Unternehmen, die außerhalb der Euro-Zone Geschäfte machen und dadurch auch für den DAX.

Keine Immobilienblase in Deutschland

Der deutsche Immobilienmarkt zeigt noch keine spekulative Blasenbildung. Wenn Sie die Immobilienpreise über 20 oder 30 Jahre vergleichen, werden Sie feststellen, dass der deutsche Immobilienmarkt sogar eine unterdurchschnittliche Preisentwicklung aufweist. Ein wichtiger Punkt ist, dass sich der Preisanstieg vor allem auf die Metropolregionen konzentriert.

Daher kann allenfalls in Teilmärkten von einer leichten Überhitzung die Rede sein. Zudem relativieren die historisch niedrigen Zinsen, steigende Einkommen und der stabile Arbeitsmarkt die Preissteigerungen am Immobilienmarkt. Daher setzen man mit der dividendenstarken Aktie von Alstria Office REIT auf den deutschen Immobilienmarkt.

Fazit: Setzen Sie auch auf renditestarke Anlageklassen

Die klassischen Zins-Sparer, also diejenigen, die vorwiegend auf Tagesgeldkonten und Sparbücher setzen, werden auch im Jahr 2015 die großen Verlierer sein. Die Zinserträge reichen nicht einmal, um die niedrige (offizielle) Inflation auszugleichen. Wenn Sie Ihr Vermögen schützen oder sogar ausbauen wollen, müssen Sie auch auf Aktien und andere renditestarke Anlageklassen setzen.

5. Januar 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.