Wer langfristig mit Aktien mehr Geld verdienen möchte als der Durchschnitt oder mehr als mit Anleihen, braucht Dividenden.
Dividenden sind die Ausschüttungen der Aktiengesellschaft aus Unternehmensgewinnen und damit die Sahne auf den Investments.
Fonds helfen Ihnen, die Erträge einfach zu erzielen und zu verwalten. Für Sie ein Vergleich zu den Direktinvestments.
3*2 Hauptanlageformen
Dividendenfonds investieren in Unternehmen, die hohe Ausschüttungen vornehmen. Einheitliche Dividendenfonds-Konzepte existieren nicht: Sie können Dividendenfonds als so genannte „Indexfonds“ kaufen. Dies sind Fonds, die reine Dividenden-Indizes abbilden.
Dividenden-Indizes sind kleinere Auswahl-Indizes aus übergeordneten Indizes wie dem Dax30. Daraus hat die Deutsche Börse AG den „DivDax“ mit den 15 Aktien konstruiert, deren Dividendenrendite am höchsten ist.
Neben den Indexfonds können Sie aktiv gemanagte Fonds kaufen, die nach bestimmten mechanischen Prinzipien, also klaren Regeln, Aktien mit einer hohen Dividendenrendite herausfiltern.
Schließlich gibt es Dividendenfonds mit aktivem Management kaufen, das neben festen Regeln auch die Einzelauswahl durch Manager ausdrücklich vorsieht.
Alle 3 Fondstypen existieren in zwei verschiedenen Ausschüttungsvarianten: „Thesauriende“ Fonds behalten die Gewinne ein, „ausschüttende“ Fonds schütten jährlich die Dividenden an Sie aus, wenn Sie Anteilseigner sind.
Steuerlich gibt es zwischen diesen Fonds keine Unterschiede, sofern Sie Fonds halten, die in Deutschland ihren Hauptstandort haben. Sie müssen Dividenden mit 25% Abgeltungsteuer, Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer zahlen.
Es lohnt sich
Dass Dividenden und vor allem Dividendenfonds attraktiv sind, sehen Sie an zahlreichen Studien zu Dividenden. Eines davon als Beleg ist eine einfache Investition in Europa.
Seit 1970 würde ein Index wie der „MSCI Europa“ inklusive der Dividenden aus 100 Euro 5.126 € gemacht haben.
Dieselben Werte ohne Dividenden dagegen brachten rechnerisch nur 1.169 €. Gerade bei einem solchen Indexfonds lohnt sich das die Investition in einen einfachen Indexfonds.
Die Investition lohnt sich für Sie aus einem weiteren Grund: der Anlagehöhe.
Dividendenfonds: Renditehebel durch Masse
Wenn Sie als Investor 10.000 € in Aktien investieren und 4% Dividendenrendite schaffen, kassieren Sie 400 € Dividende.
Dies zeigt das Problem der Ausschüttungen und einen wesentlichen Vorteil von Dividendenfonds: mit kleineren Ausschüttungen können Sie als Investor kaum neue Investments finanzieren.
Sammelt hingegen ein Fonds Dividenden ein und schüttet diese nicht aus, kann das Management das Geld sofort reinvestieren und höhere Gewinne aus den Dividenden erwirtschaften als private Investoren.
Daher sind Dividendenfonds, die Gewinne rückstellen und „thesaurieren“, gerade für kleinere Anlagebeträge ideal.
Wer dagegen viel Kapital investieren kann, wird mit der Einzelauswahl nach allen statistischen Erfahrungen besser abschneiden können. Der „DivDax“ etwa schafft als Dividendenindex kaum mehr als der Dax.
Mit einzelnen Dividendenaktien aus dem Dax jedoch wie BMW oder VW haben Investoren alleine in den vergangenen beiden Jahren den Dax weit übertroffen.
Daher gilt: Dividendenfonds können Sie in verschiedenen Varianten kaufen. Gemeinsam bleiben bestimmte Vorteile:
- Dividendenfonds erwirtschaften langfristig mehr als Aktienstrategien ohne Dividenden
- Dividendenfonds sammeln Dividenden ein und können einfacher reinvestieren als Einzelinvestoren
- Dividendenfonds sind sehr viel einfacher in der Handhabung als Einzelaktien, die Sie permanent beobachten müssten.
- Einfache Indexfonds kennen keine systematischen Auswahlfehler: die Auswahlregel steht über die Indexinvestition vorher fest.
GeVestor meint: Dividendenfonds sind gegenüber anderen Aktienfonds die langfristig bessere Anlage.
Die Renditen sind um den Faktor 2 höher, wenn Sie Fondsanteile über Jahre halten. Am einfachsten sind Indexfonds wie auf den DivDax.
Als Beimischung für ein ideales Aktienportfolio eignen sich Dividendenfonds – besonders aus dem deutschsprachigen Raum.



