MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Dividendenrendite berechnen und richtig einschätzen

Auf der Suche nach der richtigen Anlageform kann man sich einer ganzen Reihe von Hilfsmitteln bedienen, um ein möglichst rentables Investment zu tätigen.

Die Dividendenrendite gehört hierbei zu den gängigen Kennzahlen, mit deren Hilfe man die Rendite auf ein Aktieninvestment berechnen kann.

Dividendenrendite – das steckt hinter dem Begriff

Viele Anleger konzentrieren sich bei der Auswahl einer Aktie zunächst auf den aktuellen Kurs und versuchen abzuschätzen, wie er sich künftig entwickeln wird. Sie haben also primär die Kursgewinne im Blick.

Natürlich ist dies ein wichtiger Aspekt, doch sollte man nicht außer Acht lassen, dass viele Unternehmen eine Dividende ausschütten, welche einen erheblichen Einfluss auf die tatsächliche Rendite haben kann.

Bei der Berechnung der Dividendenrendite werden die Dividende und der aktuelle Aktienkurs ins Verhältnis zueinander gesetzt.

Man errechnet damit die Rendite, die man allein aufgrund der Dividende erzielt.

Die alleinige Höhe der Dividende besitzt eher keine Aussagekraft über die Rentabilität des Investments. Werden beispielsweise 1,50 € je Aktie ausgeschüttet, ist die Rendite höher, wenn die Aktie 50 € statt 100 € kostet.

Dividendenrendite berechnen – Formel und Beispiel

Will man die Dividendenrendite berechnen, kann man sich einer einfachen Formel bedienen. Diese lautet:

Formel  

Dividendenrendite berechnen

?
Als Grundlage der Dividendenbeurteilung dient in der Aktienanalyse die Dividendenrendite. Sie stellt eine Beziehung zwischen den ausgeschütteten Erträgen einer Aktie und dem aktuellen Kurs der Aktie her.
$$\bo\text"Dividendenrendite" = (\text"Dividende" / \text"Aktienkurs"\)*100$$
Ergebnis berechnen

An einem einfachen Beispiel lässt sich diese Berechnung veranschaulichen: Schüttet ein Unternehmen eine Dividende von 1,50 € je Aktie aus und liegt der Aktienkurs bei 35 €, so ergibt sich daraus folgende Rechnung.


Gratis Studie: Die Zukunft Ihres Depots?....

  • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
  • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
  • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
  • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
  • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
  • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

Hier erfahren wo sich der Einstieg noch lohnt ➜


(1,50 / 35) * 100 = 4,29%

Die Dividendenrendite beträgt also 4,29%.

Wird die Dividendenrendite eines Unternehmens veröffentlicht, wird in der Regel von dem jeweils aktuellen Aktienkurs ausgegangen. Als Inhaber einer Aktie kann man jedoch auch die persönliche Dividendenrendite berechnen.

Diese berücksichtigt statt des aktuellen Aktienkurses jenen Kurs, zu dem die Aktie tatsächlich erstanden wurde. In der Formel wird nun also der Kaufkurs eingesetzt.

Hat man bei oben genanntem Beispiel die Aktie bei einem Kurs von 30 € erstanden, verändert sich die Berechnung also wie folgt:

(1,50 / 30) * 100 = 5%

Die persönliche Dividendenrendite liegt aufgrund des niedrigeren Kaufkurses also noch oberhalb der Dividendenrendite, die sich aus dem tagesaktuellen Kurs ergibt.

Auf diese Weise lässt sich ein Teil der Gesamtrendite einfach berechnen. Man sollte sich jedoch nicht dazu verleiten lassen, Aktien allein aufgrund von einer hohen Dividendenrendite zu erwerben.

Dividendenrendite am Beispiel der Apple Aktie 2015

Im Januar 2015 hat Apple eine Dividende von 1,88 USD (auf das ganze Jahr hochgerechnet) ausgeschüttet. Bei einem Aktienkurs von 109,14 USD berechnet sich dadurch eine Dividendenrendite von:

(1,88 / 109,14) * 100 = 1,72% Dividendenrendite

Auch wenn diese Zahl niemals als alleiniges Kriterium bei der Auswahl angesehen werden sollte, hat sie doch eine hohe Aussagekraft.

Dividendenrendite richtig einschätzen

Die Dividendenrendite sollte in einem Gesamtkontext betrachtet werden. Um einen Wert einordnen zu können, kann man sich beispielsweise einer Fundamentalanalyse bedienen.

Denn auch wenn die Dividendenrendite einen interessanten Anhaltspunkt liefert, ist sie nicht ausreichend aussagekräftig.

So wird mitunter Unternehmen unterstellt, eine hohe Dividende auszuschütten, um Anleger zu locken.

Zudem ist immer zu hinterfragen, weshalb ein Unternehmen hohe Dividenden zahlt und warum dieses Geld nicht in die Forschung und die Entwicklung innovativer Geschäftsfelder investiert wird.

In diesem Zusammenhang ist auch immer zu beachten, in welcher Branche ein Unternehmen tätig ist. Technologiekonzerne schütten beispielsweise häufig weniger Dividenden aus, weil die Gewinne oft reinvestiert werden.

Die Dividendenrendite gibt also praktisch Auskunft über die aktuelle Verzinsung eines Investments.

Man sollte jedoch ein wachsames Auge auf (möglichst) alle weiteren Faktoren haben, um die längerfristige Rentabilität und Sicherheit eines Investments einschätzen zu können.

13. Mai 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sebastian Grünewald. Über den Autor

Sebastian Grünewald ist freier Autor und Redakteur mit mehrjähriger Erfahrung. Er vermittelt einer breiten Leserschaft ökonomische Zusammenhänge und Themenfelder wie private Vorsorge und Geldanlage mit einfachen Worten.