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Dividendenrendite: Die „Verzinsung“ einer Aktie

Wie gut verzinst sich eine Anlage? Diese Frage stellen wir uns bei Tages- und Festgeldkonten, Anleihen, Bundesschatzbriefen etc. ganz automatisch. Man kann sie auch auf Aktien anwenden und die Ausschüttungen der Unternehmen so betrachten, als wären es Zinszahlungen. Was dabei herauskommt, ist die Dividendenrendite.

Berechnung und Interpretation

Die Dividendenrendite einer Aktie berechnen Sie nach folgender Formel:

Dividendenrendite in % = Aktienkurs geteilt durch gezahlte oder erwartete Dividende mal 100%.

Dabei gilt ganz simpel: Je höher die Dividendenrendite, desto besser. Denn das ist gewissermaßen die Verzinsung des Kapitals, das Sie zum Kauf einer Aktie eingesetzt haben. Üblich sind Dividendenrenditen von 1,5 bis 5%. Was darüber hinausgeht, gilt schon als ungewöhnlich hoch, kommt aber durchaus vor.

Stärken und Schwächen

Die Dividendenrendite ist eine Kennzahl, die sich leicht berechnen und intuitiv erfassen lässt. Schließlich ist uns die prozentuale Angabe der Wertsteigerung vertraut, wir ziehen sie ja ständig zum Vergleich verschiedener Geldanlagen heran.


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Allerdings ist die Höhe der Dividende oft fraglich: Sie wird von Vorstand und Aufsichtsrat vorgeschlagen, von der Hauptversammlung beschlossen. Meist werden 30 bis 50% des Unternehmensgewinns als Dividende ausgeschüttet, der Rest wird investiert oder gespart. Es gibt aber auch Beispiele – wie etwa die Deutsche Telekom in der Vergangenheit – die wesentlich mehr ausschütten, als sie erwirtschaften.

Hier sind wir schon bei der ersten Schwäche der Kennzahl Dividendenrendite angekommen: Sie sagt nichts über die künftige Ertragssituation der Unternehmen aus.

Die zweite Schwäche ist identisch wie beim KGV: die Unsicherheit, mit der Gewinnprognosen behaftet sind. Denn in der Regel schütten vor allem die Unternehmen Dividenden aus, die hohe Gewinne erwirtschaften.

Wie auch das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) lässt sich daher die Dividendenrendite zuverlässig nur im Nachhinein ermitteln. Prognosen über eine künftige Dividendenrendite sind daher außerhalb der Ausschüttungssaison schwierig. Sinkt der Jahresgewinn, wird voraussichtlich auch die Dividende gekürzt.

Immerhin: Viele Unternehmen sind bestrebt ihre Dividende möglichst mindestens konstant zu halten – auch bei leicht sinkenden Gewinnen. Damit soll das Vertrauen der Anleger in die Aktie gestärkt werden.

Fazit: Bei zuverlässiger Gewinnentwicklung gute Kennzahl

Auch wenn viele Unternehmen eine ausgezeichnete Dividendenrendite bieten, müssen Sie die Prognosen für zukünftige Jahre mit einem Fragezeichen versehen.

Relativ sicher können Sie sich hingegen bei der Dividendenrendite von Unternehmen sein, deren Geschäfte nicht von der Konjunktur abhängig sind, beispielsweise Nahrungsmittelherstellern.

Daher gilt: Dividendenrenditen sind normalerweise ein gutes Instrument zur Beurteilung der Rentabilität einer Anlage. Es gibt wohl kaum einen Faktor, der bei der Aktienauswahl so stark unterschätzt wird.

Langfristige Untersuchungen zeigen: 50% der Aktien-Performance stammen von der Dividende. Dennoch: Sie sollten Ihre Anlageentscheidungen auch von Kennzahlen abhängig machen, die nicht direkt vom unsicheren Gewinn abgeleitet werden.

1. Juli 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.