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Dividendenrendite: Erklärung und Bedeutung

Fährt eine Aktiengesellschaft Gewinne ein, so zahlen viele Unternehmen ihren Aktionären einen Teil des Gewinns aus. Das bezeichnet man als Dividende.

Hierbei wird meist ein Anteil des Überschusses als Gewinnbeteiligung ausbezahlt und ein weiterer Teil geht wiederum neuen Investitionen oder der Schuldentilgung zu.

Bei der Dividendenrendite hingegen wird die Dividende mit dem aktuellen Aktienkurs in Zusammenhang gesetzt.

Die Dividendenrendite ist wichtig zur Bewertung einer Aktie, denn: der Betrag einer Dividende kann zwar hoch sein, jedoch weniger ertragreich sein als eine Dividende niedrigen Betrags. Daher wird sie in Bezug zum Aktienkurs gesetzt.

Dies ist eine Erklärung, weshalb sie oft zur Bewertung einer Aktie herangezogen wird. Ist die Dividende einer Aktie absehbar, dient sie den Anlegern als Anzeiger für die Attraktivität einer Anlage.

Dividendenrendite: Erklärung am Beispiel

Herr Dachs hält Aktien einer Baufirma. Das Geschäftsjahr endet und die Firma schüttet eine Rendite von einem Euro je Wertpapier aus.


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Um die aktuelle Dividendenrendite in Prozent zu errechnen wird nun die Dividende pro Aktie durch den aktuellen Wert des Papiers geteilt und anschließend mit 100 multipliziert.

Im vorliegenden Beispiel also: 1 / 10 * 100

Die Dividendenrendite für Herrn Dachs beträgt also 10 Prozent pro Aktie der Baufirma.

Formel  

Dividendenrendite berechnen

?
Als Grundlage der Dividendenbeurteilung dient in der Aktienanalyse die Dividendenrendite. Sie stellt eine Beziehung zwischen den ausgeschütteten Erträgen einer Aktie und dem aktuellen Kurs der Aktie her.
$$\bo\text"Dividendenrendite" = (\text"Dividende" / \text"Aktienkurs"\)*100$$
Ergebnis berechnen

Investition in Dividendenpapiere: Kritisch unter die Lupe nehmen

Auch wenn die Dividendenrendite verlockt, sollten Käufer vor dem Zuschlag den Emittent prüfen. Für Finanzprofis gilt eine Ausschüttung von bis zu 40 Prozent des Jahresgewinns als gesund.

Wird deutlich mehr ausgeschüttet so ist Vorsicht geboten, denn: Eine hohe Dividende kann auch ein Mittel darstellen um den Anleger zu täuschen und zum Aktienkauf zu bringen.

Die Gewinne sollten schließlich nicht nur den Aktienhalter begünstigen, sondern in den Erhalt der Unternehmenssubstanz reinvestiert werden.

So kann auf ein mutmaßliches Erfolgssignal durch eine pralle Dividende schnell Ernüchterung folgen, wenn das Papier anschließend dem Wertverfall unterliegt.

Daher sollten potenzielle Anleger die Dividendenpolitik des Unternehmens prüfen, sich über das Management informieren oder das bilanzierte Verhältnis von Eigen- und Fremdkapital unter die Lupe nehmen.

Sind die Hausaufgaben gemacht, stellen Dividendenrendite-Papiere eine Alternative zum Festgeldsparen dar. Erklärung: Eventuelle Kursschwankungen können durch eine jährliche Dividende abgemildert werden.

Dividendenrendite bei DAX-Unternehmen

2006 etwa gaben 28 der 30 DAX-Unternehmen eine Dividende in Gesamthöhe von knapp 28 Milliarden Euro aus.

Die Dividendenrendite der Aktien liegt dabei normalerweise zwischen zwei und drei Prozent.

Einen umfassenden Überblick über die Dividendenrenditen bietet hierbei der Dividendenindex DivDAX, der die Top 15 der DAX-Unternehmen mit den höchsten Dividendenrenditen listet und so einen Vergleichsmaßstab bietet.

Ebenso wie der DAX wird auch der DivDax durch die Deutsche Börse jeden September neu zusammengesetzt, wobei die Gewichtung der Unternehmen im Quartalsrhythmus justiert wird.

Doch auch im europäischen Ausland tummeln sich einige Dividendenkönige – gerade Telekommunikationskonzerne wie etwa die spanische Telefonica warten traditionell mit einer hohen Dividendenrendite auf.

10. Februar 2010

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.