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Dividendenrendite: Berechnung und Interpretation

Viele Anleger spekulieren heute auf mögliche Kursgewinne und vergessen dabei oft, dass etliche Unternehmen inzwischen eine Dividende an die Aktionäre ausschütten.

Dabei lassen sich allein mit Dividenden hohe Renditen erzielen.

Die Dividendenrendite – eine Bewertungskennzahl für die Bewertung von Aktien – steigt mit einer steigenden Dividende oder mit einem fallenden Aktienkurs.

Umgekehrt gilt: Fällt die Dividende oder steigt der Aktienkurs, sinkt die Dividendenrendite.

Formel  

Dividendenrendite berechnen

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Als Grundlage der Dividendenbeurteilung dient in der Aktienanalyse die Dividendenrendite. Sie stellt eine Beziehung zwischen den ausgeschütteten Erträgen einer Aktie und dem aktuellen Kurs der Aktie her.
$$\bo\text"Dividendenrendite" = (\text"Dividende" / \text"Aktienkurs"\)*100$$
Ergebnis berechnen

Berechnung der Dividendenrendite

Die Dividendenrendite setzt die Dividende im Verhältnis zum Aktienkurs. Zur Berechnung der Dividendenrendite wird einfach die Dividende je Aktie mit 100 multipliziert und anschließend durch den Aktienkurs dividiert.

Ein Rechenbeispiel: IBM zahlt beispielsweise eine Quartalsdividende von 0,85 US-Dollar pro Aktie, damit summiert sich die Jahresdividende auf 3,40 US-Dollar.

Zuletzt notierte der IBM-Aktienkurs bei etwa 210 US-Dollar. Damit ergibt sich eine Dividendenrendite von 1,62%.

 


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Interpretation der Dividendenrendite

Theoretisch ist natürlich eine hohe Dividendenrendite besser als eine niedrige. Allerdings sollten Sie beachten, dass die Unternehmen die Höhe der Dividende selbst bestimmen und die Ausschüttungsquote festlegen.

Für eine richtige Interpretation der Dividendenrendite ist es wichtig, die Gründe für die Dividendenhöhe zu kennen.

Die Höhe der Dividendenzahlung hängt auch im Wesentlichen von der Unternehmenspolitik ab, sprich: inwieweit das Unternehmen bereit ist, erwirtschaftete Gelder wieder zurück an die Aktionäre fließen zu lassen.

Eine hohe Dividendenrendite lässt zum Beispiel keinen Rückschluss auf die Profitabilität des Unternehmens oder die Qualität der erwirtschafteten Gewinne zu.

Technologieunternehmen weisen oft nur eine geringe Dividendenrendite auf

Viele Unternehmen, insbesondere im Hightech-Sektor, zahlen überhaupt keine oder nur eine geringe Dividende, obwohl diese sehr hohe Gewinne erwirtschaften.

Stattdessen investieren Technologieunternehmen den Gewinn sehr oft in Forschung und Entwicklung sowie in neue Innovationen und Produkte. Bei der Interpretation der Dividendenrendite sollten Sie dies berücksichtigen.

Ein gutes Beispiel ist hier der Mac-Hersteller Apple.

Obwohl Apple mit dem iPhone seit 2007 von einem Rekordgewinn zum nächsten eilt, hat das Unternehmen erst seit Frühjahr 2012 eine Dividendenzahlung aufgenommen und eine Quartalsdividende von 2,65 US-Dollar (10,60 Dollar pro Jahr) beschlossen.

Die Dividendenrendite bei Apple ist mit rund 1,6% Prozent vergleichsweise gering, obwohl das Unternehmen eine enorme Ertragsstärke aufweist.

Eine sehr hohe Dividendenrendite kann sogar als nachteilig interpretiert werden, da die ausgeschütteten Gewinne nicht im operativen Geschäft zur Renditeoptimierung eingesetzt werden können.

Allerdings gibt es große Branchenunterschiede, so dass auch in der Praxis große Unterschiede bei der Dividendenrendite zu beobachten sind.

Bei der Interpretation der Dividendenrendite sollten Sie also folgendes im Hinterkopf behalten: Tendenziell schütten größere Unternehmen mit geringeren Wachstumsraten eher höhere Dividenden aus als kleine, wachstumsstarke Technologiefirmen.

Jedoch wäre es falsch, die Wachstumsperspektiven allein anhand der Dividendenrendite eines Unternehmens zu beurteilen.

Dividendenrendite: Ertragskraft und Zuversicht des Managements

Eine hohe und steigende Dividendenrendite kann die Ertragskraft des Unternehmens zum Ausdruck bringen, auch wenn es keine Garantie dafür gibt, dass in Zukunft ebenfalls hohe Dividenden ausgeschüttet werden.

Eine Dividendenerhöhung kann jedoch als eine gewisse Zuversicht des Managements im Hinblick auf die künftige Geschäftsentwicklung interpretiert werden.

Eine Dividendenkürzung oder vollständige Streichung signalisiert dagegen eine negative Unternehmensverfassung.

22. Oktober 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Alexander Mittermeier. Über den Autor

Als Gründungsmitglied einer der größten Finanz-Communitys in Deutschland schreibt Alexander Mittermeier heute nicht nur über Aktien und Hightech-Unternehmen, sondern auch über Geld- und Wirtschaftsthemen. Im Mittelpunkt stehen dabei Hintergrundberichte und Bewertung wirtschaftlicher Themen unter Berücksichtigung technologischer Gesichtspunkte für eine der größten Banken Deutschlands