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Dividendensaison 2017: Rekordsumme in Anmarsch

Früher, als die Sparzinsen mal höher waren, schauten nur Wenige auf Aktiendividenden. Heute ist es umgekehrt. Der Kurs ist die eine Sache, Ausschüttungen aber machen den Braten erst fett. Diese Art Ersatzzins ist als Entschädigung umso erfreulicher, wenn die Kurszuwächse etwas lahmen.

Dividendensaison 2017 mit Rekordzahlungen

Nachdem etwa der DAX erst gegen Ende letzten Jahres noch einmal spürbar zulegen konnte, richtet sich der Blick nun auf die Dividendensaison 2017. Und die ist vielversprechend. Nach den ohnehin schon hohen Summen von 2016 ist mit einer Steigerung um gut 7% zu rechnen. Allein bei den Dax-Unternehmen winken insgesamt über 31 Mrd. € an Zahlungen aus Vorjahresgewinnen.

Die Zahlen beruhen zunächst auf Hochrechnungen, die unter anderem die Dividendenhistorie, den Jahresverlauf und erste Verlautbarungen mit einbeziehen. Die exakten Werte werden erst mit Beginn der Dividendensaison 2017 feststehen. Den Auftakt mit der ersten Hauptversammlung macht ThyssenKrupp bereits am 27. Januar. Schlusslicht ist die Deutsche Telekom am 31. Mai.

Bis dahin dürfte sich Folgendes abspielen: Bis zu 20 Unternehmen wollen ihre Dividenden erhöhen. Bis zu vier sehen einen Nullrunde oder Kürzungen vor. Der Rest wird wohl auf Vorjahresniveau bleiben.


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Wenig bis Null Dividenden bei vormals großen Playern

Die Commerzbank jedenfalls wird es nicht halten. Sie hatte ihre Zahlungen erst letztes Jahr wieder aufgenommen und wird sie nun erneut ausfallen lassen. Ebenso die Deutsche Bank, bei der es die zweite Nullrunde in Folge ist. Alles andere würden der hohe Finanzbedarf für grundlegende Restrukturierungen sowie die schlechte Verfassung nicht zulassen.

Unter Druck geraten sind auch Eon und RWE. Beide haben erst Abspaltungen hinter sich, um mit einer Neuausrichtung zu überleben. Mehr als eine symbolische Geste ist nicht zu erwarten.

Unveränderte Dividenden bei VW und Bayer

Zu den Kandidaten, die eine unveränderte Dividende zahlen, dürfte VW gehören. Anleger müssen davon ausgehen, dass die Probleme noch nicht ausgestanden sind, auch wenn der Aufstieg zur weltweiten Nummer Eins vor Toyota eine Rückkehr zu Normalität andeutet. Allein die jüngste Zahlungseinigung mit den US-Behörden übersteigt die Rückstellungen – es wird noch mehr kommen.

Ebenfalls auf gleichem Niveau bleiben: BASF, Bayer, Baiersdorf, Deutsche Börse, ThyssenKrupp und Heidelberger Zement.

Mehrheit der Unternehmens steigert Dividende

Zur Mehrheit der Aufstocker gehören unter anderem Daimler, Allianz, Siemens, Deutsche Telekom und BASF. Sie sind die Top-Zahler im Dax – einmal mehr angeführt von Daimler. Nach Rekordgewinnen erhöht der Autobauer die Ausschüttungen von zuvor 3,25 € auf vermutlich 3,35 €. Das ergibt nicht nur eine erstaunliche Rendite (Verhältnis Auszahlung zum Aktienkurs) von 5,2%, sondern bei 1.070 Mio. Aktien insgesamt gut 3,5 Mrd. €. Damit könnte man fast den Autozulieferer Hella im Mdax kaufen.

Die höchste Dividendenrendite bietet Pro/SAT.1 mit 5,8%. Zu den zehn Unternehmen, die über dem Durchschnitt liegen, zählen am unteren Ende Vonovia mit 3,7% bzw. BASF mit 3,6%.

Die Dividendensaison wird sich aber auch beim Mdax sehen lassen können. Allein zehn Firmen bringen eine Rendite über 4,4%. Spitzenreiter ist RTL mit 4 € die Aktie. Aus den Indizes der Nebenwerte können zahlreiche Mittelständler mit den Dax-Konzernen durchaus mithalten.

Auszahlungen nicht links liegen lassen

Interessierte Anleger sollten sich dringend um die aktuellen Hauptversammlungstermine kümmern. Dividenden gibt es nur, wenn die Aktie am Stichtag im Depot ist. Es empfiehlt sich allerdings schon vorher zuzusteigen, weil die Papiere gewöhnlich im Vorfeld zulegen. Auch nach der Auszahlung sollte man mit dem Verkauf warten bis sich die Aktie vom üblichen Dividendenabschlag wieder erholt hat.

Übrigens: Angesichts der verlockenden Zahlen ist bemerkenswert, dass nicht mal jede zehnte Dax-Aktie deutschen Anlegern gehört.

27. Januar 2017

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Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.

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