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Dividendenstrategie: Mit mechanischer Auswahl zum Erfolg

Es lohnt sich bekanntlich, auf Aktien mit hoher Dividendenrendite zu setzen. Dabei stehen Ihnen eine Reihe von verschiedenen Investment-Möglichkeiten offen: Sie können auf ausgewählte Dividendenaktien, Dividendenindizes, Dividendenfonds oder auf sogenannte mechanische Dividendenstrategien setzen.

Bei Letztgenanntem wählen Sie aus einem Index einzelne Werte anhand vorgegebener Kriterien „mechanisch“ aus. Im Folgenden stellen wir Ihnen die drei wichtigsten mechanischen Auswahlmethoden genauer vor.

1. Die O’Higgins-Methode (Low-5)

Der Vermögensverwalter Michael O’Higgins hat diese Strategie erstmals in seinem Buch „Beating the Dow“ im Jahr 1991 veröffentlicht. Seine Auswahlmethode basiert auf einer Verbesserung von Strategien von Benjamin Graham und John Slatter.

Graham riet Anlegern zu einer mechanischen Strategie, die darin besteht, die sechs bis zehn Aktien aus dem Dow Jones mit dem niedrigsten Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) zu kaufen. Damit erzielte er jahrelang eine deutlich bessere Performance als der Dow Jones.

In den 1980er-Jahren schlug John Slatter einen ähnlichen Ansatz vor. Anstatt des KGV benutzte er eine (niedrige) Dividendenrendite als Auswahlkriterium. Da bei dieser Strategie regelmäßig die unpopulärsten Werte im Depot landen, wird sie auch als „Dogs of the Dow“ (Hunde des Dow Jones) bezeichnet.


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Graham und Slatter – kombiniert und weiterentwickelt

Michael O’Higgins analysierte diese beiden Auswahlmethoden und entwickelte sie weiter. Nach ausführlichen statistischen Untersuchungen fügte er dem Kriterium Dividendenrendite ein weiteres hinzu: die Höhe des Aktienkurses.

O’Higgins wies nach, dass sich die Ergebnisse der „Dogs of the Dow“-Strategie verbessern lassen, wenn nicht alle zehn Aktien mit der höchsten Dividendenrendite gekauft werden, sondern nur die fünf dieser zehn mit dem niedrigsten Aktienkurs. Die gekauften Aktien werden alle ein Jahr lang gehalten. Danach wird eine neue Auswahl vorgenommen.

Die O’Higgins-Strategie wird auch als „Low-5“ oder „Small Dogs of the Dow“. Und sie zeigt sich sowohl gegenüber dem Dow Jones als auch den  Auswahlmethoden von Graham und Slatter überlegen. Dasselbe gilt für den DAX: In 18 der letzten 27 Jahre konnte die O’Higgins-Auswahlmethode den DAX schlagen, unterm Strich hätten Sie damit eine Überrendite von 6,5 Prozentpunkten jährlich erzielt.

2. Die Low-4-Auswahlmethode

Seit der Veröffentlichung der O’Higgins-Strategie gab es zahlreiche Versuche, diese weiter zu verbessern. Die Vorschläge von Robert Sheard schnitten dabei am erfolgreichsten ab. Er hatte auf der Basis der O’Higgins-Methode eine Vielzahl von statistischen Untersuchungen angestellt, bei denen er die Anzahl der ausgewählten Aktien sowie deren Gewichtung variierte.

Das Ergebnis: Die Rendite der O’Higgins-Strategie lässt sich noch weiter steigern, wenn nicht alle fünf Aktien mit dem niedrigsten Kurs ins Depot aufgenommen werden.

Bei der Low-4-Auswahlmethode wird die Aktie mit dem niedrigsten Kurs nicht ins Depot aufgenommen, sie hat sich nach Sheards Untersuchungen häufig am schlechtesten entwickelt. Stattdessen wird die Aktie mit dem zweitniedrigsten Kurs doppelt gewichtet (40%), die anderen drei Werte jeweils mit 20%.

Das Aussortieren der Aktie mit dem niedrigsten Kurs ist nicht nur statistisch zu begründen, sondern auch plausibel erklärbar: Das Unternehmen mit dem niedrigsten Aktienkurs steckt oft in fundamentalen Schwierigkeiten. Aus diesem Grund entwickelt sich dessen Aktie vergleichsweise schlecht.

3. Die Low-2-Auswahlmethode

Neben der Low-4-Methode entwickelte Robert Sheard auch die Low-2-Methode. Hier werden zwecks Renditeoptimierung nur noch zwei Werte ins Depot genommen.

Die Aktie mit dem zweitniedrigsten Kurs zählt in jedem Fall dazu. Bei der Auswahl der zweiten Aktie hängt es davon ab, ob die Aktie mit dem niedrigsten Kurs auch gleichzeitig die höchste Dividendenrendite aufweist. Falls dies nicht der Fall ist, wird diese Aktie ebenfalls ins Depot aufgenommen. Wenn dem dagegen so ist, wird stattdessen die Aktie mit dem drittniedrigsten Kurs ausgewählt.

Der Grund: Robert Sheard hatte festgestellt, dass die Aktie mit dem niedrigsten Kurs sich nur dann schlecht entwickelt, wenn sie zugleich die höchste Dividendenrendite aller Aktien im Index besaß.

Die Reduzierung auf nur zwei Einzelwerte hat für Sie sowohl Vor- als auch Nachteile. Vorteil der Low-2-Methode: Sie erzielte in der Vergangenheit eine um durchschnittlich 2,90 Prozentpunkte höhere Rendite als die Low-4-Methode. Der Nachteil der Low-2-Methode: Das Risiko ist ebenfalls größer, da die Risikostreuung mit nur zwei Werten geringer ausfällt.

17. Dezember 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sascha Mohaupt. Über den Autor

Chefanalyst Sascha Mohaupt ist der Experte für Innovationen und High-Tech. In dem wohl am schwierigsten zu durchschauenden Markt für Zukunftstechnologien gibt er konkrete Kaufempfehlungen. Als Chefredakteur des Innovation Investor teilt er exklusiv seine neuesten Empfehlungen und seine Leser investieren damit schon heute in die Welt von morgen.