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Dividendenstripping: Ein legales Steuersparmodell

Viele Anleger sind sich über die steuerliche Behandlung von Investmentfonds nicht im klaren. Vor allem die sehr unterschiedliche Besteuerung in und ausländischer Fonds führt häufig erst bei der Abgabe der Steuererklärung zum bösen Erwachen, wenn sich herausstellt, wie wenig möglicherweise von den satten, fest kalkulierten Gewinnen nach Steuern tatsächlich übrig bleibt.

Die wenigsten Anleger beispielsweise wissen, dass bei einem bestimmten Typ von Auslandsfonds sämtliche aufgelaufenen Gewinne zu versteuern sind – und zwar selbst dann, wenn die in Deutschland ansonsten geltende Spekulationsfrist überschritten worden ist.

Die meisten wissen auch nicht, dass sie 20% des Verkaufserlöses bei solchen Auslandsfonds zu versteuern haben. In bestimmten Fällen kann es sogar sein, dass Sie als Investor selbst dann fiktiv ermittelte Einnahmen versteuern müssen, wenn Sie unter dem Strich im Verlust sind. So sparen die Großen Steuern: Aktien verkaufen kurz vor der Hauptversammlung, Aktien zurückkaufen kurz danach. Der Effekt: Steuern sparen durch Verzicht auf Dividende – Dividendenstripping.

Dividendenstripping: Steuern sparen durch Verzicht auf Dividende

Mein Kollege und Börsenexperte Rolf Morrien vom unabhängigen Börsenbrief „GBT-Eilmitteilungen“ kennt den Mechanismus beim Dividendenstripping. Kurz vor der Hauptversammlung einer Aktiengesellschaft verkauft der Investor die Aktien. Um sie anschließend, nach Ausschüttung der Dividende, wieder zu kaufen.

Hintergrund: Nach Ausschüttung wird die Aktie mit dem so genannten Dividendenabschlag gehandelt (ex Dividende). Der Preis dieser Aktie ist etwa in Höhe der Dividende „günstiger“ geworden.

Dividendenstripping: Alle Jahre wieder

Sinn der Dividendenstripping-Strategie ist, dass der Investor auf die Dividende verzichtet und somit auf Steuerzahlungen auf die Dividende. Dafür hat er die Kursgewinne steuerfrei vereinnahmt, sobald er die derzeitige Spekulationsfrist von 12 Monaten eingehalten hat. Nach der Ausschüttung kauft der Investor die Aktien zu einem niedrigeren Kurs und wartet wieder ein Jahr bis zur nächsten Gewinnausschüttung. Dann beginnt das Spiel von neuem.

Dividendenstripping: Strategie für Steuer-Vielzahler

Investoren mit hohen Steuersätzen verzichten also auf die steuerpflichtigen Dividenden und konzentrieren sich ganz auf die steuerfreien Kursgewinne nach Ablauf der Spekulationsfrist. Das lohnt sich. Ab einer gewissen Größenordnung. So sparen Sie also Steuern: Aktien verkaufen kurz vor der Hauptversammlung, Aktien zurückkaufen kurz danach. Der Effekt: Steuern sparen durch Verzicht auf Dividende – Dividendenstripping.

4. Mai 2007

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.