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DMG Mori Seiki: Neuer Name, neue Struktur – Gildemeister startet durch

DMG Mori Seiki mag für viele noch gewöhnungsbedürftig klingen, doch der Name steht für nichts anderes als die globale Neuausrichtung des Bielefelder Traditionsunternehmens Gildemeister.

Durch die jüngste Verflechtung mit dem japanischen Werkzeugmaschinenhersteller Mori Seiki verschafft sich der deutsche Produzent von High-Tech-Maschinen Zugang zu neuen Produktionsstätten und Märkten.

Nach dem gemeinsamen Namen ist bereits der nächste Schritt programmiert: die Fusion der beiden Branchen-Schwergewichte bis 2020. DMG Mori Seiki gibt sich ehrgeizig.

Gildemeister: Übernahmen und Kooperationen mit Gewinn

Aus Anlegersicht steht die DMG Mori Seiki AG vor allem für ein langfristiges Investment in ein solides MDAX–gelistetes Unternehmen, das seine Stellung im hart umkämpften Maschinenbau durch gezielte Übernahmen und Kooperationen ausbaut.

So übernahm Gildemeister 1994 den Fräsmaschinenhersteller Deckel Maho womit des Namenskürzel DMG entstand. Danach standen die Sauer GmbH mit deren Laser- und Ultraschalltechnik sowie der Solartechnikhersteller a+f GmbH auf der Akquisitionsliste.

2009 folgte die Kooperation mit Mori Seiki. Die erwies sich als regelrechter Befreiungsschlag.

Der Grund: Nach dem Krisenjahr 2008 zeigte sich, dass Gildemeister zu wenig Kapital hatte – sei es zur Krisenvorsorge oder zur dringend nötigen Expansion. 2011 stand die Zukunft des Unternehmens auf dem Spiel.


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Und so bot es sich an, aus der erfolgreichen Kooperation mit Mori Seiki in eine eheliche Gemeinschaft mit neuem Namen und Überkreuzbeteiligungen überzugehen. Seit September 2013 hält Gildemeister an Mori Seiki 9,6%. Der wesentlich kleinere Partner aus Tokio hält 24,9% an Gildemeister.

Dabei steuerten zunächst die Japaner Anteile eines japanischen sowie eines amerikanischen Tochterunternehmens als Sacheinlagen bei. Nach diesem ersten Kapitalerhöhungsschritt waren die Aktionäre mit einer Barkapitalerhöhung gefragt. Die brachte dann 210 Mio. € ein.

Kapitalerhöhung kommt an

Die Strategie, mit insgesamt 30% mehr Grundkapital im globalen Wettbewerb Wachstum zu sichern und neue Märkte zu erschließen, wurde von der Börse angenommen.

Die Aktie war trotz der üblichen Kursverwässerung nach einer Kapitalerhöhung gefragt. Sie stieg von Werten um die 16 € auf 25,90 € im Januar dieses Jahres. Nach anschließenden Gewinnmitnahmen pendelt der Kurs aktuell um die 22%.

Für alle, die Gildemeister-Aktien vor über 10 Jahren zum Kurs um die 5 € gekauft hatten, liegt der Gewinn auf der Hand. Auch über 5 Jahre ist das Plus von 231% ebenso erfreulich wie die fast 40 % der letzten 12 Monate.

Im jüngsten Jahresbericht konnte DMG Mori Seiki für 2013 den höchsten Überschuss seit seiner Gründung vor 143 Jahren vermelden. Auch der Umsatz lag mit 2,05 Mrd. € leicht über den Erwartungen und zugleich über dem Durchschnitt der Branche. Die Dividende steigt auf 50 Cent.

Marktperspektiven: Impulse aus USA und EU

Die Frage, ob sich eine Investition zum jetzigen Zeitpunkt lohnt, hängt wesentlich davon ab, inwieweit die weltweit angezogene Nachfrage nach Werkzeugmaschinen anhält. Immerhin greifen etwa die Chinesen zunehmend auf heimische Produkte zurück. Sorge bereiten zudem die kriselnden Schwellenländer.

Auch aus Ländern wie Brasilien oder Russland kamen letztes Jahr weniger Bestellungen. Der Konflikt um die Ukraine und begleitende Wirtschaftssanktionen bereitet EMG Mori Seiki Kopfschmerzen.

Das Unternehmen will verstärkt den russischen Markt erschließen. Ein eigenes Werk in Uljanowsk ist bereits im Bau – eines von 21 Produktionsstätten weltweit.

Erfreulich hingegen ist die spürbar gestiegene Nachfrage aus den USA aber auch der EU, in die der Löwenanteil der Exporte geht. Ein Ende der Rezession in Europa wäre ein wichtiges Signal. Derweil bündelt DMG Mori Seiki seine Europa-Aktivitäten.

Die neue Europa-Vertriebszentrale in der Schweiz wird im Herbst eröffnet. Auf die Konzernzentrale in Bielefeld sowie die anderen Standorte soll dies angeblich keine Auswirkungen haben.

DMG Mori Seiki-Aktie: Fusion bringt langfristig Stabilität

Mit Blick aufs laufende Jahr machen erste Meldungen über hohe Auftragseingänge Hoffnung auf erneut steigende Umsätze. Sollte die Maschinenbaubranche weiterhin wachsen, dürften sich auch die Synergieeffekte des neuen deutsch-japanischen Gemeinschaftsunternehmens entfalten.

Bisher hat sich das Projekt bewährt. Und auch die geplante Fusion wird dem Aktienkurs nicht schaden. Von daher erscheint die Aktie von DMG Mori Seiki (ISIN: DE0005878003) zumindest langfristig als ein lohnendes Investment.

1. Juni 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.