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Donald Trumps Vermögen: So reich ist er wirklich

Als Bewerber um die US-Präsidentschaftskandidatur der Republikaner muss Immobilien-Magnat Donald Trump erstmals seine persönlichen Finanzen offenlegen. Über Trumps Vermögen wurde jahrzehntelang spekuliert, nun steht alles schwarz-auf weiß in einem offiziellen Bericht an die US-Wahlkomission FEC (Federal Election Commission): Trump ist steinreich. Doch vielleicht weniger reich, als er selbst gerne hätte.

Bei der Bekanntgabe seiner Kandidatur im Juni prahlt Trump noch mit einem Vermögen von 8,7 Mrd.$. Nun liegt der Bericht an die FEC vor: Das Vermögen habe sich aufgrund von Wertsteigerungen bei Immobilien in New York, Miami und San Francisco auf 10 Mrd. $ erhöht.

Unterdessen klagt Trumps Wahlkampfteam,  dass die bestehenden Bewertungsstandards einem so großen Vermögen wie dem von Trump nicht gerecht werden. So gäbe es in den FEC Formularen eine Bewertungsgrenze für Gebäude von 50 Mio. $, selbst wenn eine Immobilie 1,5 Mrd. wert ist. Die Aussage ist klar: Eigentlich sei Trumps Vermögen noch viel größer als im Bericht angegeben.

Analysten glauben: Donald Trump übertreibt sein Vermögen

Das Forbes-Magazin, welches seit 30 Jahren das Trump-Vermögen beobachtet, schätzt dieses hingegen auf 4 Mrd. $ – weniger als die Hälfte von dem, was Trump angibt.  Das Wall Street Journal schätzt die Vermögenswerte sogar „nur“ auf 1,5 Mrd. $.

Aber auch andere Finanzanalysten halten die Angaben von Trump und seinem Team für übertrieben: Der Bericht enthielte keine präzisen Angaben, sondern Wertspannen, die Interpretationsspielraum lassen.

So werden beispielsweise die zu Trumps Golfsparte gehörenden Golfplätze im Bericht mit einem Vielfachen ihres Jahresumsatzes bewertet. Eine branchenübliche Bewertung liegt jedoch beim 1 bis 1,5 – fachen des Jahresumsatzes. Während Trump also von einem Wert von 500 Mio $ ausgeht, dürfte der eigentliche Wert „nur“ 160-250 Mio $ betragen – der jährliche Umsatz wird schließlich mit 160 Mio $ angegeben.

Das sind Trumps wichtigste Einnahmequellen

Im Jahr 2014 verdiente Donald Trump ca. 107 Millionen Dollar durch den Verkauf von Immobilien und Mieteinnahmen. Doch das ist nicht seine einzige große Einnahmequelle.

Trumps persönlicher Finanzbericht legt auch detaillierte Informationen über sein Aktienportfolio offen, welches einen Wert zwischen 33,4 und 88 Mio $ hat – diese vage Preisspanne macht die Ungenauigkeit einiger Angaben im FEC-Bericht deutlich. Trump hält Anteile an hunderten von Unternehmen aus einer Vielzahl von Industrien, darunter Tech-Giganten, Finanzinstitute und Rüstungsunternehmen. Einige bekannte Firmen darunter sind Apple, Nike, Whole Foods, Google oder Philip Morris.

Dagegen sehen die 1,75 Millionen, die er für Vorträge kassierte, eher wie „Peanuts“ aus.

Donald Trump liebt seinen Namen

Und auch mit dem eigenen Namen verdient Donald Trump gutes Geld. Aus dem FEC-Bericht geht hervor, dass Trump an insgesamt 515 Organisationen und Unternehmen beteiligt ist. Davon enthalten mindestens 264 in ihrem Namen „Trump“, und 54 seine Initialen.

Die New York Times berichtet, dass Trump im Jahr mindestens 9,5 Mio $ mit der Lizenzierung seines Namens verdient.

Wahres Vermögen weiterhin unklar

Ob nun 1,5, 4 oder 10 Milliarden Dollar: Die Motive zur Übertreibung eines solch großen Vermögens sind schwer nachzuvollziehen. Gerade angesichts Trumps Bewerbung als Präsidentschaftskandidat könnte ihn das einige Punkte auf der Beliebtheitsskala kosten.

In einem Punkt muss man Trump und seinem Wahlkampfteam allerdings uneingeschränkt Recht geben: Das System ist für Leute mit einem so „massiven Reichtum“ nicht gemacht – bisher.

5. Oktober 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Nina Tack
Von: Nina Tack. Über den Autor

Nina Tack ist Volkswirtin und beschäftigt sich seit mehreren Jahren intensiv mit den Themen Wirtschaft und Finanzen.