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Klar vereinbart: DBA zwischen Deutschland und Spanien

Für Menschen, die nicht nur in ihrem Heimatland, sondern auch in Spanien Geschäfte machen oder eine Wohnung unterhalten, ist das Doppelbesteuerungseinkommen wichtig. In diesem Abkommen ist geregelt, wofür welcher Staat die Steuern einziehen darf. Auch für deutsche Rentner, die in Spanien leben und ihre Bezüge aus Deutschland erhalten, ist es wichtig, über das Doppelbesteuerungsabkommen Bescheid zu wissen.

Schließlich möchte niemand zwei Mal zur Kasse gebeten werden und unnötig viele Abgaben an den Fiskus zahlen. Was Nichtresidente zum Beispiel im Bereich Immobilien beachten müssen, ist im Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Spanien und Deutschland klar festgelegt.

Doppelbesteuerungsabkommen als völkerrechtlicher Vertrag

Die korrekte Bezeichnung für das Doppelbesteuerungsabkommen lautet: Abkommen zur Vermeidung der Doppelbesteuerung. Durch dieses Abkommen zwischen Deutschland und verschiedenen Ländern soll vermieden werden, dass natürliche oder juristische Personen, die in zwei Staaten Einkünfte erzielen, diese doppelt versteuern müssen.

Im Doppelbesteuerungsabkommen ist geregelt, welchem Staat welche Steuern in welchem Umfang zustehen. Deutschland hat mit vielen Ländern eine solche Vereinbarung. Dazu gehören beispielsweise Österreich, Frankreich, China, die Niederlande und die USA. Auch mit Spanien besteht eine Vereinbarung.

Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Spanien: Was beinhaltet es?

Besonders für Nichtresidenten ist das Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Spanien und Deutschland interessant. Ein Nichtresident ist eine Person, die sich weniger als 183 Tage im Jahr in Spanien aufhält oder ihren gemeldeten Wohnsitz in einem anderen Staat hat.

Für Personen, die Immobilien in Spanien vermieten, gilt, dass sie die Steuer grundsätzlich an den spanischen Staat abführen müssen. Die Steuer für Mieteinnahmen aus privater und gewerblicher Vermietung liegt in Spanien bei 25% auf die Bruttoeinnahmen. Für Kosten wie Reparaturen, Abschreibungen, die Grundsteuer oder Müllgebühren gibt es keine Abzugsmöglichkeiten.

Für die eigene Wohnung in Spanien wird der Mietwert versteuert. Diese Steuern müssen ebenfalls an das spanische Finanzamt abgeführt werden. Der Mietwert beträgt 2 % vom Verkehrswert der Immobilie. Falls die Wohnung schon länger bewohnt wird, gilt ein Wert von 1,1%, falls nach 1994 eine Anpassung erfolgt ist.

Die Steuer, die auf die selbstgenutzte Wohnung gezahlt werden muss, liegt bei 25% des Verkehrswerts. Diese Steuer wird auch fällig, wenn die Wohnung tatsächlich gar nicht genutzt wird.

Rentner, die in Spanien leben und ihre Rente aus Deutschland beziehen, müssen diese komplett in Spanien versteuern. Einzig Pensionäre aus dem öffentlichen Dienst versteuern ihre Bezüge weiterhin in Deutschland.

Auch wird im Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Spanien und Deutschland ein reger Informationsaustausch zwischen beiden Ländern angeregt. Strafverfolgung, Vollstreckung und die Offenlegung von Informationen in gerichtlichen Verfahren sollen so für beide Staaten transparent sein.

10. Oktober 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.