von Jan Aalto

Doppelte Fehlmeldung zu Immobilien-Grundsteuern - dem Inflationsschutz

Steuern bei Immobilien steigen.

Magazin mit Fehlmeldung: Grunderwerbsteuer ist wichtig

Immobilien sind in den nächsten Jahren ein wertvoller Inflationsschutz.

Daher empfehlen wir Ihnen fortlaufend, auch in das Betongold zu investieren.

Steuererhöhungen, die anstehen, werden die Renditen kürzen. Das ist die eine Seite der Medaille. Auf der anderen Seite grassieren jetzt bereits diverse Fehlmeldungen.

Besonders schlimm: eine Fehlmitteilung zu Grundsteuern bei einem Sonntagsmagazin mit vielen Lesern.

Grunderwerbsteuer ist nicht Grundsteuer

In der Überschrift heißt es: "steigende Grundsteuer". Investoren, die steigende Steuern vermeiden wollten, müssten jetzt noch investieren. Komplett falsch, meinen wir. Im Artikel heißt es zusätzlich:

Schleswig-Holstein wird - sinngemäß - ab 2012 die Grunderwerbsteuer erhöhen. Der Satz steigt von 3,5% auf 5%. Auch dieser Hinweis ist ärgerlich, denn: er endet mit dem Hinweis, Sie sollten schnell unterzeichnen, falls Sie die Steuern sparen wollen.

  • Die Grunderwerbsteuer, von der hier die Rede ist, steigt tatsächlich. Nur ist diese nicht die Grundsteuer, von der die Überschrift handelt.
  • Die Grundsteuer fällt regelmäßig an und nicht auf den Kaufpreis. Sie können die Steuer faktisch nicht sparen.
  • Auch in Schleswig-Holstein ist es kaum noch möglich, die Steuern auf den Erwerb zu sparen. Denn: dafür müssen Sie noch einen Notariats-Termin organisieren, um nur einen Verwaltungsaufwand zu nennen. Vorsicht:
  • Theoretisch, falls alles rechtzeitig gelingen sollte, wissen auch Verkäufer von der Steuernot. Dies wird dann den Kaufpreis steigern.

Tricks dieser Art helfen daher nicht mehr, wenn es darum geht, Steuern zu sparen. Die Grundsteuern sparen Sie auf diese Weise gleich gar nicht. Hier sparen Sie Steuern, wenn Sie möglichst spät kaufen.

Steuersparmodell: Küche kaufen

Auf anderem Wege können Sie Grunderwerbsteuer sparen. So verbietet niemand, dass Sie eine Einbauküche mit kaufen. Auf den Anteil des Kaufpreises für die Einbauküche zahlen Sie keine Steuern.

Achtung: dies muss eindeutig aus dem Kaufvertrag hervorgehen, den der Notar für Sie aufsetzt. Zudem muss die Relation in etwa gewahrt bleiben. Dies gilt auch für andere Möbelstücke, die eingebaute Sauna oder sonstige Gegenstände, die Sie mit kaufen.

In Rheinland-Pfalz steigt die Grunderwerbsteuer zum 1.3.2012. Auch hier wird es schon knapp, wenn es darum geht, schnell abzuschließen. Verkäufer wissen, dass die Preise daher noch etwas steigen können. Investieren Sie lieber etwas Zeit und Geld in einen Gutachter.

GeVestor meint: Steuern können Sie auf andere Weise sparen. Diesen Tipp, den auch GeVestor bereits nannte, bringt auch das Sonntags-Magazin: Trennen Sie das Grundstück und Bauleistungen auf dem selben (also einen Bau wie eine Garage, eine Wohneinheit oder dergleichen).

Wenn Sie verschiedene Anbieter wählen, zahlen Sie für die Bauleistungen keine Grunderwerbsteuer. Dies ist keine Fehlinformation zur Steuerbelastung bei Immobilien und hilft dabei, mit dem Betongold der kommenden Inflation zu trotzen.

 
 
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