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Doppelte Haushaltsführung 2013: Steuersparen mit der Zweitwohnung

Natürlich ist sie nicht immer wirklich angenehm: die doppelte Haushaltsführung. 2013 können Steuerzahler die Kosten dafür jedoch immerhin wieder reinholen. Viele Menschen in Deutschland sind davon betroffen. Sie haben einen attraktiven Job in einer anderen Stadt in Aussicht, bestimmte Umstände zwingen sie jedoch dazu, ihre Familie zurückzulassen und sich bei der neuen Arbeitsstelle eine Zweitwohnung zu suchen.

Dies kann sowohl geschehen, wenn der Ehepartner einen Job besitzt, den er oder sie nicht aufgeben möchte, oder wenn den Kindern ein Schulwechsel nicht zugemutet werden kann.

Doppelte Haushaltsführung: 2013 mit geringeren Kosten

Der Bund hat die Kosten für die doppelte Haushaltsführung 2013 jedoch weiter gesenkt. Wer aus einem beruflichen Grund in eine andere Stadt ziehen und dort eine zweite Wohnung bezahlen muss, kann sämtliche Kosten für den neuen Wohnsitz als Werbungskosten absetzen.

Hierzu zählen nicht nur Miet- plus Nebenkosten, sondern auch Kosten für die Wohnungssuche wie Inserate oder Provisionen, für den Umzug, die Wohnungseinrichtung und die erste und die letzte Fahrt zum Beschäftigungsort.

Angemessene Wohnung wird vorausgesetzt

Ganz klar sollte dabei aber sein, dass sowohl die Ausstattung als auch die Größe der Wohnung „angemessen“ sein sollten. Aktuell gilt für eine Mietwohnung hier eine mehr oder weniger feste Obergrenze von rund 60 Quadratmetern.

Nicht in großem Maße entscheidend ist hingegen die Entfernung der neuen Wohnung vom eigentlichen Arbeitsplatz, so lange sich diese im vertretbaren Rahmen befindet.

Ein Urteil des Bundesfinanzhofs hat zur doppelten Haushaltsführung 2013 entschieden, dass selbst eine tägliche Anfahrt von rund 150 Kilometern in Einzelfällen in Ordnung sein kann. Dies muss jedoch wohl von Fall zu Fall neu verhandelt werden.

Doppelte Haushaltsführung 2013: Kontakt mit Familie

Damit der Kontakt mit den Daheimgebliebenen nicht unter dem Beruf leidet, können sogar Telefonate bis zu einer Dauer von 15 Minuten als Werbungskosten geltend gemacht werden. Wöchentliche Heimfahrten können natürlich ebenfalls mit der Entfernungspauschale von 30 Cent angerechnet werden. Dies gilt jedoch nur, wenn kein eigener Firmenwagen zur Verfügung steht.

Bislang war es ebenfalls möglich, Besuche der Familie am Zweitwohnsitz steuerlich anerkennen zu lassen. Nach einem Urteil des Bundesfinanzhofs ist dies in Zukunft jedoch nur noch möglich, wenn diese Besuche einen beruflichen Hintergrund besitzen. Dies kann beispielsweise der Fall sein, wenn der Arbeitnehmer in der Nähe bleiben muss, um jederzeit erreichbar zu sein.

Doppelte Haushaltsführung: 2013 mit Bedingungen verknüpft

Natürlich müssen für diese Steuervorteile Bedingungen erfüllt sein, die im Normalfall jedoch kein Problem darstellen sollten. Neben der bereits genannten beruflichen Veranlassung des Umzug müssen Steuerzahler ebenfalls nachweisen, dass der Lebensmittelpunkt weiterhin am Erstwohnsitz bleibt.

Dies kann bei Ehepaaren relativ einfach durch die Familie begründet werden. Bei Alleinstehenden gelten hingegen „engere persönliche Bindungen“, beispielsweise zu Freunden oder den Eltern. Steuerzahler, deren Erstwohnsitz sich jedoch in einem Zimmer bei ihren Eltern befindet, sehen in die Röhre. In diesem Fall erkennt das Finanzamt keine Sonderleistungen an.

23. Februar 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.