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Doppelte Kontrolle bei Überweisungen künftig sinnvoll

Neben der Kontonummer muss auch die Bankleitzahl (BLZ) des Empfängers bei einer Überweisung eingetragen bzw. beim Online-Banking eingetippt werden.

Bei diesen Zahlenkolonnen kann es trotz Konzentration natürlich schnell zu einem Zahlendreher oder Vertipper kommen, der ab dem 31. Oktober 2009 durchaus Probleme bereiten kann: Ab diesem Zeitpunkt gelten die geänderten Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) der Banken und Sparkassen.

Überweisung und Lastschriften bereits gültig bei Bankeingang

Aus diesen neuen AGB geht hervor, dass eine Überweisung, Lastschriften oder Kartenzahlung bereits dann unwiderruflich wirksam wird, wenn sie bei der Bank bzw. Sparkasse eingeht. Wird ein Fehler erst im Nachhinein entdeckt, kann er nicht mehr korrigiert werden.

In diesen Fällen können Investoren dann nur noch auf die Kulanz der Bank hoffen. So können Sie bei einem Zahlendreher oder ähnlichen Patzern beim Ausfüllen einer Überweisung umgehend das persönliche Gespräch suchen.

Kein Abgleich mehr mit dem Empfängernamen

Außerdem sind nach den neuen AGB nur noch Kontonummer und Bankleitzahl relevant – ein Abgleich dieser Daten mit dem Namen des Empfängers ist nicht mehr notwendig. Durch diesen Kontrollmechanismus konnten jedoch die meisten fehlerhaften Überweisungen erkannt werden.


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Doch künftig sind die Banken und Sparkassen nicht mehr dazu verpflichtet, den Empfängernamen mit den restlichen Daten wie Bankleitzahl und Kontonummer zu vergleichen.

Beim Ausfüllen einer Überweisung auf einem entsprechenden Überweisungsträger oder per Online-Banking sollten Sie also ab dem 31. Oktober 2009 noch mehr Sorgfalt walten lassen als ohnehin bereits. Dies gilt auch für Lastschriften und Kartenzahlungen.

Zahlendreher beim Überweisen: Sind die Folgen künftig schlimmer als bisher?

Ab 31. Oktober 2009 gelten neue Regeln beim Überweisen. Das hängt mit der Einführung eines einheitlichen europäischen Zahlungsraums (SEPA) zusammen, der grenzüberschreitende Überweisungen und Lastschriften erleichtert.

Eine der neuen Regeln betrifft Papierüberweisungen. Dort muss die Bank künftig nicht mehr prüfen, ob der genannte Empfänger mit den angegebenen Bankdaten übereinstimmt.

Keine BLZ Kontrolle? Gang und Gäbe bei Online-Überweisungen

Bei Online-Überweisungen muss sie das ohnehin schon längst nicht mehr. Was in der Tat , dass sich ein Zahlendreher, etwa bei der Kontonummer fatal auswirken könnte. Das Geld würde beim falschen Empfänger landen und wäre damit erst einmal weg. Theoretisch.

Praktisch ist aber die Wahrscheinlichkeit sehr gering, dass Sie geschädigt werden. Das hat drei Gründe: Erstens gleicht künftig zwar kein Bankmitarbeiter mehr den Empfänger mit den Bankdaten ab. Aber ein automatischer Prüfziffernalgorithmus filtert den Großteil von einfachen Zahlendrehern heraus.

Wahrscheinlichkeit für Zahlendreher gering

Eine „verdrehte“ Kontonummer ist meist nicht existent, weil Bankleitzahl und Kontonummern nicht zusammenpassen. Was heißt, dass das Geld in den meisten Fällen nach einigen Tagen mit dem Vermerk „Empfängerkonto unbekannt“ automatisch zurückgebucht wird.

Es gibt Fälle, in denen das nicht funktioniert. Aber auch da ist die Frage, ob Ihr Geld bei einem unehrlichen Empfänger landet oder nicht. Überraschend viele Bankkunden sind ehrlich und lassen das Geld über ihr Kreditinstitut zurückbuchen.

Und was, wenn nicht? Dann haben Sie als Bankkunde zwar keinen Anspruch auf Schadenersatz gegen die Bank. Sie können Ihr Geld aber sehr wohl wieder beim Empfänger zurückholen und haben sogar einen Rechtsanspruch darauf.

Was tun im Fall der Fälle?

Zunächst einmal sollten Sie selbst Kontakt mit ihm aufnehmen und ihn bitten, das versehentlich überwiesene Geld auf Ihr Konto zurückzuüberweisen. Das klappt meistens problemlos.

Wenn nicht, dann können Sie immer noch den gerichtlichen Weg einschlagen und sich das Geld, zum Beispiel über ein gerichtliches Mahnverfahren, zurückholen. Jedenfalls brauchen Sie in den allermeisten Fällen nicht selbst auf den Verlusten sitzen zu bleiben.

7. Oktober 2009

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Janne Joerg Kipp. Über den Autor

Janne Joerg Kipp ist der Experte für Wirtschaft und Geldanlage.