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Dow Jones Rohstoff-Index – Stabilität im Depot

Mit dem Dow Jones Rohstoff-Index, dem DJ UBSCI, kann ein Anleger sein Depot gut stabilisieren.

Der Grund: Es ist ein breit diversifizierter Rohstoff-Index, der verschiedene Rohstoffklassen abdeckt. Damit eignet er sich für Investments in passive Indexfonds wie Zertifikate oder ETFs (Exchange Traded Funds).

Rohstoff-Indizes und ihre Eigenschaften

Einzelinvestments in Industriemetalle oder Energie mögen bei guter Konjunktur überproportionale Renditen bringen. Und Edelmetalle werden als sicherer Hafen genutzt.

Mehr zum Thema: ETFs: Übersicht auf einen Blick 

Breite Rohstoff-Indizes hingegen haben langfristig eher eine stabilisierende Wirkung und machen das Portfolio krisensicherer.

Dies auch vor dem Hintergrund, dass die Gütermärkte enger mit den Finanzmärkten verzahnt sind.

Eine einbrechende Realwirtschaft zieht schnell die Notierungen verschiedener Rohstoffe nach unten. Einzelinvestments bergen hier größere Risiken.

Rohstoff-Indizes sind Frühindikatoren. Mit einem zeitlichen Vorlauf zeigen sie die Entwicklung inflationärer Tendenzen und die Entwicklung am Rentenmarkt an. Zwischen Anleihezinsen und Rohstoffpreisen besteht eine Verbindung.

Steigen die Preise etwa bei Agrarrohstoffen oder Öl und fällt der US-Dollar, so ist dies ein Anzeichen für eine Inflation.  .

Gleichzeitig jedoch korrelieren die Rohstoffpreise nicht mit denen von Aktien- oder Anleihen.


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Daher gelten Rohstoff-Indizes als ideale Beimischung zur Stabilisierung eines Portfolios.

Beim Versuch, das breite Feld verschiedener Rohstoffmärkte abzudecken, gibt es ein paar zentrale Rohstoff-Indizes, die sich in ihrem Aufbau zum Teil unterscheiden.

Bedeutende Rohstoff-Indizes

  • Der Reuters / Jeffries CRB Index ist einer der ältesten seiner Art und umfasst 19 Rohstoffe.
  • Der GSCI, der S&P Goldman Sachs Commodity-Index ist einer der größten Rohstoff-Indizes. Er umfasst 24 Rohstoffe.
  • Der RICI, Rogers Commodity-Index, ist mit 38 Einzelrohstoffen sehr breit aufgestellt.
  • Der Dow Jones-UBS Commodity Index (DJ-UBSCI) umfasst aktuell 20 Rohstoffe. Die Gewichtung setzt auf die Liquidität der Rohstoffe, also das Handelsvolumen und die Produktionsmenge.

Dow Jones Rohstoff-Index: Kennzeichen

Der Dow Jones-Rohstoff-Index setzt auf Ausgewogenheit. So wird eine Übergewichtung des Energiesektors vermieden.

Kein Sektor darf über 33% im Index liegen. Für alle Rohstoffarten ist eine Bandbreite zwischen mindestens 2% und maximal 15% vorgesehen.

Somit vermeidet der Dow Jones Rohstoff-Index eine Übergewichtung des Energiesektors. Er ist damit zugleich unabhängiger vom Ölpreis.

Der Agraranteil fällt mit fast einem Drittel vergleichsweise hoch aus. Er enthält Baumwolle, Mais, oder Zucker. In Abrenzung etwa zu Energie wird hier von Soft Commodities gesprochen.

Der Energieanteil ist also mit rund 32%  nur wenig stärker vertreten als die Landwirtschaft mit 29%. Der Rest verteilt sich auf Basismaterial ( ca.17%), Edelmetalle (ca. 12%) und Viehzucht ( fast 9%).

Mit dieser Ausgewogenheit bekommen aber auch die für den Agrarsektor typischen Einflussfaktoren ein höheres Gewicht.

Dürreperioden oder Schädlingsbefall schlagen schnell auf die Preise durch.

Insgesamt ist der DJ-UBSCI durch seine Konstruktion und Diversifikation im Vergleich zu anderen Rohstoffindizes weniger anfällig gegen Volatilität.

Wie alle Rohstoff-Indizes wird auch der DJ-UBSCI auf Basis von Futures berechnet. Futures sind Terminkontrakte mit unterschiedlichen Laufzeiten. Zur Berechnung wird jeweils der kürzeste Future verwendet.

Mehr zum Thema: Future-Handel anschaulich erklärt

Als Total Return Index werden Zinserträge miteinberechnet. Außerdem wird, wie bei einem Excess Return Index, in den jeweils nächsten Future gerollt: Liegt der Preis für den nächsten Kontrakt unter dem vorigen, entstehen Rollgewinne. Umgekehrt kommt es zu Rollverlusten.

Rohstoff-Indizes – Erfolgsgeschichte mit Langzeit-Effekt

Rohstoff-Indizes haben eine Boomphase hinter sich. Nach einer Zeit rasanter Zuwächse und einem Höhepunkt im Jahr 2011 ist die Entwicklung mittlerweile wieder abgeflacht. Rohstoff-Indizes sind seit der Finanzkrise zudem volatiler geworden.

Das gilt auch für den DJ-UBSCI. Anfang 2011 verzeichnete er nach dem vorangegangenen Absturz in 2009 einen Zuwachs von über 73%. Gerade Agrarrohstoffe hatten sich drastisch verteuerte.

Insgesamt verzeichnet der Dow Jones Rohstoff-Index seit seinen Anfängen im Jahre 1999 ein Plus von mehr als 150%.

Mit Volatilitäten ist auch in näherer Zukunft zu rechnen. Hintergrund ist die Unsicherheit in Bezug auf die weltwirtschaftliche Entwicklung.

Doch Rohstoffe eignen sich für ein längerfristiges Investment. Und Aufschwungphasen dauern bei Rohstoffen alle Erfahrung nach rund 15 Jahre.

Der DJ UBSCI hat Potenzial und bietet sich als Beimischung im Portfolio an. Mit seiner ausgewogenen Konstruktion stabilisiert er langfristig das Depot, denn die Korrelation mit Aktien oder Anleihen ist gering. Zudem werden inflationäre Tendenzen abgefedert.

19. März 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.