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Dow Jones und DAX – Ihr Schnell-Check des Aktienmarktes

Sie werden wahrscheinlich schon häufig in den Nachrichten, in Ihrer Tageszeitung oder an anderer Stelle die Namen DAX und Dow Jones gehört oder gelesen haben. In der heutigen Ausgabe erfahren Sie, wie diese „Temperaturmesser“ des Aktienmarktes entstanden sind und was sie heute bedeuten.

Wenn Sie die historische Entwicklung der Aktienmärkte betrachten, fällt ein Punkt sofort auf, der für Sie als (zukünftiger) Aktionär elementar wichtig ist: Langfristig steigen die Aktienkurse immer!

Der US-Index Dow Jones startete vor über 100 Jahren mit gut 40 Punkten und liegt jetzt bei über 13.000 Punkten. Wenn Sie den Zeitfaktor berücksichtigen, relativiert sich der Gewinn ein wenig. Mit den US-Aktien konnten Sie in der Vergangenheit ca. 8% pro Jahr verdienen. Das ist auch zukünftig ein realistischer Wert.

Der wichtigste deutsche Aktienindex, der DAX, startete mit 1.000 Punkten und notiert aktuell trotz aller Krisen bei 7.600 Punkten. Wie gesagt: Die langfristige Betrachtung der großen Aktien-Indizes zeigt Ihnen, dass die Aktienkurse trotz der kurz- und mittelfristigen Schwankungen stets nach oben streben.

DAX – Der „Deutsche Aktienindex“

Die Abkürzung DAX steht für „Deutscher Aktienindex“. Das ist der wichtigste deutsche Aktienindex. Er spiegelt die Entwicklung der 30 größten und umsatzstärksten, an der Frankfurter Wertpapierbörse gelisteten deutschen Unternehmen wider.

Diese großen Unternehmen, die im DAX, Dow Jones oder EuroStoxx vertreten sind, werden häufig auch als „Blue Chips“ bezeichnet. Dieser Begriff stammt ursprünglich aus der Casino-Welt. Beim Roulette oder Poker sind die „Blue Chips“, die blauen Spieljetons, die Chips mit dem höchsten Wert.


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Die Geschichte des DAX

Eingeführt wurde der DAX am 1. Juli 1988. Er wurde gemeinsam von der Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Wertpapierbörsen, der Frankfurter Wertpapierbörse und der Börsen-Zeitung entwickelt. Der DAX ist ein Produkt und eine eingetragene Marke der Deutsche Börse AG.

Er setzt den Index der Börsen-Zeitung fort, für den die Geschichte bis 1959 zurückgeht. Der DAX ist am 31. Dezember 1987 mit einem Ausgangswert von 1.000 Indexpunkten gestartet worden. Der DAX wird sowohl als Performance- als auch als Kursindex veröffentlicht.

Üblicherweise wird unter „DAX“ der Performanceindex verstanden. Die Abgrenzung zwischen einem Performance- und einem Kursindex gestaltet sich wie folgt: Ein Kursindex berücksichtigt „lediglich“ die Kursentwicklung der enthaltenen Aktien. Ein Performanceindex hingegen berücksichtigt neben der Entwicklung der Aktienkurse zusätzlich die Dividendenzahlungen und sonstige Einnahmen aus dem Besitz der Aktien.

Ein Performanceindex ist also aussagekräftiger als ein Kursindex, weil er die Kursentwicklung und die Dividenden berücksichtigt. Sie als Anleger kalkulieren schließlich auch mit den Kursgewinnen und den Ausschüttungen.

Die Berechnungsgrundlagen des DAX

Die Indexberechnung basiert auf der sogenannten Indexformel von Étienne Laspeyres. Zu dieser Berechnung werden Kurse von ausgewählten Aktien der DAX-Gesellschaften unterschiedlich gewichtet. Dabei zählt nur die Marktkapitalisierung der sich in Streubesitz befindlichen Aktien (d. h., aller Aktien, die sich nicht im Besitz eines Eigentümers befinden, der über 5% der Aktien besitzt).

Wenn das Kapital einer Gesellschaft in mehrere Aktientöpfe (z. B. Stammaktie und Vorzugsaktie) unterteilt ist, wird die in der Berechnung zu berücksichtigende Aktienart anhand der Liquidität bestimmt. Das bedeutet, dass die Aktienart mit der höheren Liquidität zur Berechnung herangezogen wird.

Unter dem Begriff der Liquidität wird in diesem Zusammenhang das tägliche Handelsvolumen der Aktie verstanden. Je mehr Aktien täglich gehandelt werden, desto liquider ist die Aktie.

Dow Jones: Der wichtigste US-Index

Die vollständige Bezeichnung des Dow Jones lautet: Dow Jones Industrial Average (DJIA). Er wurde von den Gründern des Wall Street Journals und des Unternehmens Dow Jones im Jahr 1884 entwickelt. Namentlich sind das Charles Dow und Edward Jones. Charles Dow stellte den Index zusammen, um die Entwicklung des amerikanischen Aktienmarktes zu messen.

Die Berechnungsgrundlagen

Der Dow Jones ist ein Kursindex und umfasst 30 amerikanische Unternehmen an der New York Stock Exchange (NYSE). Er wird ohne Dividenden berechnet. Der Indexstand wird ausschließlich auf Basis der Aktienkurse ermittelt.

Die Berechnung erfolgte ursprünglich anhand der Aufsummierung der einzelnen Aktienkurse und der anschließenden Division durch die Anzahl der Aktien. Mittlerweile wird der Dow Jones mit einer äußerst komplizierten Formel berechnet.

Die Aussagekraft des Dow Jones

Trotz der Bekanntheit des Dow Jones wird die Aussagekraft oft kritisiert. Kernpunkt der Kritik ist die Tatsache, dass die Indexzusammensetzung vom Herausgeber einer Zeitung ohne feste Kriterien bestimmt wird. Zusätzlich ist der Index preisgewichtet.

Dieser Umstand führt zu einer Überbetonung von Aktien mit einem zahlenmäßig hohen Wert. Beispiel: Eine Aktie, die 100 US-Dollar kostet, beeinflusst den Dow Jones stärker als eine Aktie, die 10 US-Dollar kostet.

Fazit: Gut für den täglichen Schnell-Check

DAX und Dow Jones besitzen eine wichtige Funktion: Wenn Sie auf einen Blick erkennen möchten, wie sich der Aktienmarkt allgemein entwickelt hat, sind die Kursentwicklungen von DAX und Dow Jones das passende Instrument.

13. Dezember 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.