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Drei Schritte zur Vermietung der Wohnung an den richtigen Mieter

Um diesen Mieter zu finden, sind mindestens drei Schritte erforderlich:

Schalten Sie eine Anzeige, lassen Sie sich eine Mieterselbstauskunft geben und führen Sie ein persönliches Gespräch mit den Mietinteressenten.

Sie können sich auch eine Schufa-Auskunft geben lassen oder Informationen aus dem Schuldnerverzeichnis verlangen.

Haben Sie keine Scheu, Ihren jeweiligen Mietinteressenten zu durchleuchten.

1. Schritt: Die richtige Anzeige

Die Suche nach dem richtigen Mieter Ihrer Wohnung beginnt mit der Anzeige. Die erste Vorauswahl bei der Suche nach Ihrem Mieter können Sie bereits damit treffen, wo Sie Ihre Anzeige schalten.

Wenn Sie Ihre Wohnung allein im Internet anbieten, werden sich weniger ältere Leute melden, da diese zu diesem Medium vielfach keinen oder wenig Zugang haben.

Mit einer Zeitungsannonce dagegen erreichen Sie alle Interessenten, denn erfahrungsgemäß greifen auch jüngere Leute, die das Internet nutzen, bei der Wohnungssuche gern auf die Zeitung zurück.

In der Anzeige selbst können Sie eine weitere Vorauswahl hinsichtlich Ihrer Mieter treffen.

Wenn Sie also zum Beispiel keine Mieter mit Tieren haben möchten, so führen Sie dies in Ihrer Anzeige auf: „Keine Tierhaltung“.

Sie können auch klarstellen, dass Sie nur bestimmte Tiere, wie etwa Hunde, nicht möchten und so die Hundehalter von vorneherein aus dem Kreis Ihrer Mietinteressenten ausschließen.

Ebenso können Sie bereits in der Anzeige zum Ausdruck bringen, dass Sie ruhige Mieter wünschen. Sie können es vorsichtig formulieren, indem Sie das Haus, in dem sich die Wohnung befindet, charakterisieren: „sehr ruhiges, gepflegtes Haus“.


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Sie können Ihre Wünsche aber durchaus auch konkret formulieren, wie etwa „ruhige Person oder Ehepaar bevorzugt“ oder „älteres Ehepaar oder Einzelperson bevorzugt“.

Ebenso können Sie bereits in der Anzeige zum Ausdruck bringen, dass Sie auch gern an Familien mit Kindern vermieten. Die Zusätze „für Kleinfamilien geeignet“ oder „gern an Familie mit Kindern“ stellen dies eindeutig klar.

2. Schritt: Die Mieterselbstauskunft

Ein wichtiges Instrument, um die Spreu vom Weizen zu trennen, ist die Einholung einer Mieterselbstauskunft. Hierbei handelt es sich um einen Fragebogen, den Sie von Ihren Mietinteressenten ausfüllen lassen, um so mehr über sie zu erfahren.

Natürlich ist kein Mietinteressent dazu verpflichtet, eine solche Mieterselbstauskunft auszufüllen.

Aber wenn ein Mietinteressent Ihnen die gewünschten Informationen verweigert, so sollten Sie skeptisch sein.

Lassen Sie sich in einer solchen Situation nicht dadurch täuschen, dass der Mietinteressent gut situiert erscheint, etwa ein teures Auto fährt oder teuer gekleidet ist. Das gibt keine verlässliche Auskunft über die finanzielle Situation eines Menschen.

Wichtig: Wenn die Wohnung von mehreren Personen angemietet werden soll, so lassen Sie sich von jedem dieser Mietinteressenten eine Mieterselbstauskunft ausfüllen.

Denn jeden eventuellen Mieter, den die Verpflichtung zur Zahlung der monatlichen Miete trifft, sollten Sie auf seine Zahlungsfähigkeit überprüfen.

Auch wenn es zum Schlimmsten kommen sollte und Sie gegen die Mieter wegen offener Mietforderungen vollstrecken lassen müssen, ist es wichtig, über jeden Schuldner möglichst viele Informationen zu bekommen, die Sie dann für Ihre Vollstreckungsversuche nutzen können.

In der Mieterselbstauskunft stellen Sie zunächst Fragen zur Person, also Name, Anschrift, Geburtsdatum und -ort sowie Familienstand.

Praxis-Tipp: Lassen Sie sich auch die Personalausweisnummer geben. Diese kann Ihnen im Bedarfsfall, etwa wenn der Mieter einfach verschwindet und Schulden hinterlässt, bei der Suche helfen.

Der Hauptzweck der Mieterselbstauskunft ist, Ihnen Informationen über die finanzielle Situation Ihres Mietinteressenten zu geben. Fragen Sie nach dem Arbeitgeber und danach, ob der Mieter noch weitere Einkünfte hat.

Lassen Sie sich die Höhe des Nettoeinkommens und der weiteren Einkünfte angeben.

Fragen Sie auch nach dem möglichen Bezug von Sozialhilfe oder Mietzuschüssen. Informieren Sie sich über eventuell bestehende Pfändungen, Zahlungsbefehle oder Mahnbescheide. Lassen Sie sich auch angeben, ob der Mietinteressent eine eidesstattliche Versicherung (Offenbarungseid) abgegeben hat und ob er Kredite laufen hat.

3. Schritt: Das persönliche Gespräch

Ein unverzichtbares Element bei der Wahl Ihres Mieters ist das persönliche Gespräch. Denn hier können Sie den Eindruck, den Sie durch die Mieterselbstauskunft von Ihrem Mietinteressenten erhalten haben, vertiefen.

Darüber hinaus können Sie versuchen, die Informationen zu erhalten, die Ihnen eine Mieterselbstauskunft nicht geben wird. Vielfach sind die Menschen sehr offenherzig und erzählen Ihnen Dinge, die Sie ansonsten nicht erfahren hätten.

Ein persönliches Gespräch bietet auch die Möglichkeit, Dinge, die problematisch werden könnten, vorab zu klären.

In welchem Rahmen Sie dieses Gespräch führen, bleibt Ihnen überlassen, meistens wird ein solches Gespräch bei der Wohnungsbesichtigung oder aber bei der Übergabe der Mieterselbstauskunft geführt.

Fragen Sie zum Beispiel danach, warum das bisherige Mietverhältnis endete. Gegebenenfalls erzählt Ihnen ein Mietinteressent von einem Streit mit dem ehemaligen Vermieter oder den Nachbarn, den er selbstverständlich nicht verursacht hat. Dann ist Vorsicht geboten!

Auch wenn die Mietinteressenten Kinder haben, gibt es einiges zu regeln.

Wenn es sich um ein kleines Kind handelt, das noch einen Kinderwagen braucht, so fragen Sie danach, wo der Wagen abgestellt werden soll.

Ein Kinderwagen, der in einem schmalen Hausflur steht, kann durchaus Probleme bereiten. Auch die Frage nach der Unterbringung von Kinderspielzeug wie Puppenwagen, Roller oder Dreirad muss vor Beginn des Mietverhältnisses geklärt werden.

Wenn zum Beispiel eine Familie mit zwei Kindern erklärt, Kinderwagen, Fahrrad und Roller würden selbstverständlich jeden Abend in die Wohnung getragen, so ist das nicht machbar, wenn die Wohnung dafür zu klein erscheint.

2. Oktober 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.