Auch, wenn draußen die Wirtschaftskrise wütet, sagen Experten des Steuerzahlerbunds für 2009 die dritthöchsten Steuereinnahmen aller Zeiten voraus. Zwar ist die Lohnsteuer im Zuge des Konjunkturpakets leicht gesenkt worden und die Sozialbeiträge haben einen Rückgang verbucht, doch die Belastung der Deutschen durch Steuern und Sozialabgaben ist in diesem Jahr dennoch gestiegen, wie der Bund der Steuerzahler errechnete. Traurige Wahrheit: Die Einkommen sind noch stärker als die Abgaben gesunken.
In Zahlen bedeutet das: Deutschen Arbeitnehmern bleiben in diesem Jahr gerade einmal 46,7 Prozent ihrer Bruttoeinkünfte. Rein rechnerisch schuften die Bundesbürger demnach bis zum 14. Juli nur für den Staat und die Sozialkassen und damit sechs Tage länger als 2008. Laut dem Steuerzahlerbund war die Belastung zuletzt vor sechs Jahren so hoch. Erst ab dem morgigen Dienstag um 8:42 Uhr wird rein statistisch betrachtet in die eigene Tasche gewirtschaftet.
Weitere Zahlen, die auf Berechnungen des Bunds der Steuerzahler basieren, sind bedrückend: Von jedem verdienten Euro gehen 32,7 Cent für Steuern ab. Darin enthalten sind 7,2 Cent Mehrwertsteuer, 10,8 Cent Lohn-/Einkommensteuer und Solidaritätszuschlag, 2,2 Cent Energiesteuern und 12,5 Cent für andere Steuern, etwa Erbschaft-, Kfz-Steuer. In die Sozialkassen fließen derweil 20,6 Cent, davon 10,3 Cent Rentenversicherungsbeiträge, 7,9 Cent Krankenkassenbeiträge, 1,4 Cent für die Arbeitslosenversicherung und 1 Cent für die Pflegeversicherung.
>> Lesen Sie mehr zum Thema "Steuern"


