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DSW-Dividendenstudie 2014: Jella Benner-Heinach im Interview

Das Ausschüttungsniveau war hoch, aber die Anteilseigner börsennotierter Gesellschaften in Deutschland werden immer noch zu wenig an den Gewinnen beteiligt.

Das ist das Ergebnis der jüngsten Dividendenstudie, die die Deutsche Schutzgemeinschaft für Wertpapierbesitz gemeinsam mit dem Deutschen Institut für Portfolio-Strategien erarbeitet hat.

Marcus Schult fragte Jella Benner-Heinach von der DSW-Geschäftsführung, was die Anleger in diesem Jahr erwarten können. Zum Start der Audio-Datei klicken Sie bitte auf den roten, runden „Play“-Knopf.

Das komplette Interview als Textversion

GeVestor: Was können die Anleger bzgl. Gewinnbeteiligung in diesem Jahr erwarten?


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Jella Benner-Heinach: Wir erwarten eigentlich wieder eine Ausschüttungs-Summe auf hohem Niveau. Ob wir natürlich die Rekordsummen von 2008 erreichen, möchte ich mal dahingestellt sein lassen, aber wir sind auf einem guten Weg in diese Richtung.

GeVestor: 86% der indexgelisteten Unternehmen haben im vergangenen Jahr ausgeschüttet. Sie sind dennoch nicht zufrieden. Warum nicht?

Benner-Heinach: Aus unserer Sicht könnten es natürlich 100% sein. Das wäre das Ideale, denn der Anleger – gerade der Privatanleger – schaut nicht nur auf den Aktienkurs, sondern auch auf die Ausschüttung. Total Shareholder Return – das ist eigentlich das, was eine große Rolle spielt.

Wir fordern also speziell bei den Dividenden eine Ausschüttung von 50% des Konzerngewinns. Wir machen nur eine Ausnahme, wenn es sich um Wachstums-Unternehmen handelt. Dann, sagen wir, könnte die Quote auch etwas geringer sein.

GeVestor: Was schätzen Sie, was die Gründe dafür sind, warum die Unternehmen noch nicht so hoch ausschütten?

Benner-Heinach: Die deutschen Unternehmen sind traditionell sehr konservativ, vorsichtig. Das heißt, immer dann, wenn die Prognose für das laufende Geschäftsjahr nicht so gut ist, dann wird auch für die Dividende ein bisschen vorsichtiger gehaushaltet. Das heißt, dann wird die Dividende für das letzte Jahr zurückgeführt.

JELLA BENNER-HEINACHE

DSW-Geschäftsführung: Jella Benner-Heinach.*

GeVestor: Was heißt das für den Privatanleger? Ist Dividende überhaupt eine Größe, die ihn interessieren soll? Gibt es eventuell Unternehmen, in die er investieren könnte, mit Blick auf die Dividende?

Benner-Heinach: Auf jeden Fall. Dividende ist sehr wichtig. Das sehen wir auch schon am DAX-30, denn das ist ein Performance-Index, da ist die Dividende – die Ausschüttung – also mit drin. Und die schneidet deutlich besser ab als ein reiner Kursindex, bei dem die Ausschüttung außen vor ist.

GeVestor: Das heißt: Wo sind die versteckten Dividendenstars?

Benner-Heinach: Das sind die hidden Champions, das sind aber auch zum Teil Unternehmen aus der 2. und 3. Reihe. Das heißt, wir haben durchaus auch Hidden Champions bei den MDAX-Unternehmen, da würde ich jetzt mal kleinere nehmen wie Axel Springer und Gerry Weber.

*(c) Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz e.V. (DSW).

14. April 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.