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Düsseldorfer Tabelle: diese Beträge gelten für 2016

Wie viel getrennt lebende Partner für ihre Kinder an Unterhalt aufbringen müssen, wird seit Langem durch die so genannte Düsseldorfer Tabelle geregelt.

Genauer gesagt seit 1962. Damals wie heute ist der Kindesunterhalt abhängig vom Einkommen des Unterhaltspflichtigen. Die Regel ist so einfach wie angemessen: Wer mehr verdient, zahlt mehr.

Die Düsseldorfer Tabelle wurde erstmals von einem Düsseldorfer Oberlandesgericht herausgegeben. Sie wird heutzutage alle zwei Jahre in Abstimmung mit den anderen Oberlandesgerichten angepasst. In ihr sind deutschlandweit die Unterhaltsansprüche von Millionen unehelichen oder Scheidungskindern geregelt.


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Was ändert sich 2017 beim Kindesunterhalt?

Bei minderjährigen Kindern ist der Elternteil, bei dem das Kind nicht ständig lebt, zum Barunterhalt verpflichtet. Im kommenden Jahr bleibt die Höhe des Selbstbehalts unberührt, dennoch wird mehr für das Kind bezahlt werden müssen.

Klar ist nach wie vor: Die Kinder müssen nicht wirklich die Zeche zahlen. Kann ein Unterhaltszahler seinen Verpflichtungen nicht vollständig nachkommen, springen der Staat und damit alle Steuerzahler ein. Etwaige Versorgungslücken werden von den Sozialkassen ausgeglichen.

Düsseldorfer Tabelle: die Höhe des Kindesunterhalts 2017

Die Höhe des fälligen Kindesunterhalts wird in regelmäßigen Abständen aktualisiert und richtet sich nach dem Nettoeinkommen des Unterhaltspflichtigen. Seit dem 1. August 2015 gelten aktuell folgende Beträge:

Nettoeinkommen des UnterhaltspflichtigenAltersstufe 0-5Altersstufe 6-11Altersstufe 12-17Altersstufe ab 18
bis 1.500 €342 €393 €460 €527 €
1.501-1.900 €360 €413 €483 €554 €
1.901-2.300 €377 €433 €506 €580 €
2.301-2.700 €394 €452 €529 €607 €
2.701-3.100 €411 €472 €552 €633 €
3.101-3.500 €438 €504 €589 €675 €
3.501-3.900 €466 €535 €626 €717 €
3.901-4.300 €493 €566 €663 €759 €
4.301-4.700 €520 €598 €700 €802 €
4.701-5.100 €548 €629 €736 €844 €

Bei Einkommen von über 5.101 € netto wird der Unterhalt abhängig vom Einzelfall geregelt.

Kindergeld verringert den tatsächlichen Unterhalt

Die Werte der Tabelle stellen den Unterhaltsanspruch des Kindes dar – nicht aber, was tatsächlich gezahlt werden muss. Der Unterhaltspflichtige darf das Kindergeld vom jeweiligen Betrag aus der Tabelle abziehen. Auf diese Weise ergibt sich der endgültige Zahlbetrag.

Der Unterhaltsbetrag der Düsseldorfer Tabelle darf vom nicht mit dem Kind lebenden Elternteil allerdings nur um 50% des Kindergelds gekürzt werden. Dem unmittelbaren Versorger stehen nämlich ebenfalls 50% des Kindergeldes zu.

Ein Beispiel: Ein Unterhaltspflichtiger verdient zwischen 1.501 und 1.900 € netto. Seine Unterhaltspflicht bezieht sich auf ein Kind im Alter von 14 Jahren. Nach der Tabelle muss er 483 € zahlen. Reduziert um die Hälfte des Kindergeldes (also 184 € : 2 = 92 €), liegt der tatsächliche Zahlbetrag bei 391 €.

Für das kommende Jahr wurde vom Gesetzgeber eine Erhöhung des Kindergeldes angekündigt. Konkret soll etwa Mitte Dezember darüber entschieden werden.

28. Juli 2015

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Peter Hermann
Von: Peter Hermann. Über den Autor

Peter Hermann ist studierter Germanist und Sozialwissenschaftler und arbeitet seit vielen Jahren im Wirtschafts- und Finanzjournalismus. Sein Spezialgebiet sind die Offenen Investmentfonds. Darüber hinaus besitzt er die Zulassung zum Anlageberater nach § 34 f.