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Dynamisches Hedging: Wie man Optionen absichert

Beim Hedging geht es darum, eine bereits bestehende Position abzusichern. Dynamisches Hedging oder auch Delta Hedging wird bei Optionen verwendet. Das liegt daran, dass Optionen diverse Kennziffern haben, die aufgrund deren Kennzeichnung mit griechischen Buchstaben auch als „Griechen“ bekannt sind.

Eine dieser Griechen ist die Kennzahl Delta, die darüber Auskunft gibt, wie sehr sich der Preis einer Option ändert, wenn der Basiswert um 1 € steigt oder fällt. Insofern ist Delta der wichtigste Faktor, den es zu beachten gilt, wenn man eine Absicherung aufbauen möchte. Denn je stärker sich der Preis der Option ändert, desto mehr muss in die Gegenposition investiert werden.

Hedging der Optionen mit Aktien

Das Besondere beim Thema dynamisches Hedging ist, dass man keinen direkt entgegengesetzten Kontrakt eröffnet, wie oft bei anderen Hedging-Varianten. Hält man Optionen, ist es nicht immer möglich, genau das gegenteilige Derivat zu kaufen. Deshalb konzentriert man sich auf den Basiswert der Option.

Hat man sich mit der Option an steigenden Kurse orientiert, muss man Aktien leer verkaufen. Hat man dagegen eine Put-Option (setzt man also auf fallende Kurse), kann man entsprechend die Aktien kaufen, um ein dynamisches Hedging zu schaffen. Fair Value Hedge und die Bedeutung bei der Risikoabsicherung

Delta Hedge: Beispiel

Hat man eine Long Position mit Optionen aufgebaut und möchte das dynamische Hedging anwenden, muss man die Aktien des Basiswertes leer verkaufen. Entscheidend ist hier der Wert von Delta bei den Optionen.  Beträgt Delta beispielsweise 0,75, so sinkt der Wert der Option um 0,75 €, wenn der Basiswert um 1 € sinkt.


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Besitzt man 100 Optionen, bedeutet demnach eine Änderung des Basiswerts von 1 €, dass die Optionen insgesamt um 75 € steigen oder fallen. Für das dynamische Hedging muss man in diesem Fall als Investor 75 Aktien leer verkaufen. Verbot von Leerverkäufen – eine schwierige Debatte

Anders herum läuft es bei einer Put-Position. Beträgt Delta dort zum Beispiel -0,4 und man hat 1.000 Optionen im Depot liegen, sinkt sich der Wert der Aktien um 400 € für jeden Euro, den die Aktie (also der Basiswert) steigt. Dynamisches Hedging sieht in diesem Fall so aus, dass man als Anleger 400 Aktien kaufen muss, um die Position neutral zu stellen.

Im Fachjargon wird erfolgreiches dynamisches Hedging aus diesem Grund auch als delta-neutral bezeichnet.

Dynamisches Hedging

Für Investoren gestaltet sich dynamisches Hedging leichter, wenn sie Put-Optionen gekauft haben. Dann müssen sie nur die entsprechende Aktienanzahl abhängig von Delta und dem Bezugswert kaufen, und schon ist die Position delta-neutral. Wer Long-Optionen besitzt, muss sich oft erst den passenden Broker suchen oder überprüfen, ob ein Leerverkauf von Aktien überhaupt möglich ist.

Die Absicherung wird also grundsätzlich verwendet, um sich vor Kursverlusten zu schützen. Denn solange dynamisches Hedging aktiv ist, kann sich der Kurs bewegen, ohne dass der Anleger einen Schaden erleidet.

4. September 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.