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E.ON-Aktie: Oligopolist im deutschen Leitindex

Wer in Deutschland Strom nutzen will, braucht in der Regel nur den Stecker in die Steckdose zu stecken und schon liefert einer der mehr als 300 Stromanbieter die gewünschte Energie. Doch die große Anzahl an Anbietern täuscht.

Denn bei genauerer Betrachtung existiert ein Oligopol, d. h. wenige Firmen (nämlich genau 5 Stück) beherrschen den Markt. Eine von ihnen ist E.ON, welche zudem die Nummer 1 unter den Stromanbietern in Deutschland ist.

E.ON: eines der größten Strom- und Gasunternehmen

Auch weltweit gilt E.ON als eines der größten Strom- und Gasunternehmen. So ist der Düsseldorfer Konzern unter anderem am Bau der bekannten Ostsee-Pipeline Nord-Stream beteiligt. Diese soll Erdgas von Russland nach Deutschland befördern.

Dabei hält das Unternehmen neben Gazprom, Wintershall, Gasunie und GDF Suez Anteile am Betreiber Nord Stream AG. Mit diesem Geschäft und vielen anderen erzielt E.ON über 100 Milliarden € Umsatz pro Jahr und beschäftigt mehr als 75.000 Mitarbeiter von der rheinischen Firmenzentrale aus.

Vom Staats- zum Privatkonzern

E.ON ist ein recht junges Unternehmen und entstand 2000 aus der Fusion zweier Mischkonzerne:VIAG (Vereinigte Industrie-Unternehmen Aktiengesellschaft) und VEBA (Vereinigte Elektrizitäts- und Bergwerks- Aktiengesellschaft).


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Dabei reichen die Anfänge der beiden Unternehmen bis in die 1920er-Jahre zurück. Das Deutsche Reich gründete 1923 die VIAG zur Erzeugung von Strom und dessen industrieller Verwendung. Nur wenig später errichtete der Freistaat Preußen das Energieunternehmen VEBA. Beide Staatskonzerne wurden in den 1960er- und 1980er-Jahren sukzessive privatisiert.

1988 veräußerte die Bundesregierung schließlich ihre letzten Anteile, beide Unternehmen stiegen in den DAX auf und fusionierten 2000 zum größten deutschen Stromanbieter: E.ON. 3 Jahre später übernahm der Gigant die Ruhrgas AG und fing an, zahlreiche Beteiligungen abzustoßen, die nicht zum Strom- und Gasgeschäft gehörten.

Darunter fielen Anteile des Mobilfunkanbieters one, der Viag Interkom und der Immobiliengesellschaft Viterra. Anschließend baute E.ON sein fokussiertes Geschäft weiter aus. So erwarb es unter anderem 2007 Lizenzen zur Gasproduktion in Norwegen, übernahm den Windparkbetreiber ENERGI E2 Renovables Ibéricas und eröffnete 2009 seinen ersten Solarpark im französischen Le Lauzet.

Energieerzeuger und Vertreiber

Mit der Fusion der beiden Gesellschaften zur E.ON entstand Deutschlands größtes Strom- und Gasunternehmen. Darüber hinaus hat sich der Konzern durch den Ausbau weiterer Energieträger zu einem der weltweit größten privaten Stromproduzenten entwickelt.

Dabei liegt das Hauptaugenmerk auf dem europäischen Gas- und Elektrizitätsgeschäft. Hierzulande erzeugt E.ON vorwiegend Strom über Kern- und Kohlekraftwerke, während in Großbritannien Gas und in Skandinavien Wasserkraft als Energiequelle dienen.

Der riesige Betrieb erzeugt aber nicht nur Strom, sondern handelt und vertreibt diesen auch; Gleiches gilt für Gas und Öl. Hier fördern und produzieren die Düsseldorfer einerseits die Rohstoffe, andererseits kaufen und verkaufen sie auf Energiehandelsmärkten beispielsweise Gas, Flüssiggas, Öl und Biomasse.

Ein weiterer großer Konzernbereich sind die regenerativen Energien. E.ON hat dieses Segment in den vergangenen Jahren stetig ausgebaut und erzeugt große Teile des Stroms aus Solarenergie, Wind- und Wasserkraft sowie Biomasse.

Die E.ON-Aktie an der Börse

Aktien des Energiekonzerns sind erst seit 2000 am Kapitalmarkt gelistet. Das Vorgängerunternehmen, die VEBA, wurde jedoch bereits 1965 auf dem Parkett eingeführt. Das heißt, die Kapitalmarkterfahrungen reichen weit über das Jahr 2000 zurück.

Ähnlich verhält es sich mit der DAX-Mitgliedschaft: E.ON gehört aufgrund der 2 Unternehmen VIAG und VEBA zu den Gründungsmitgliedern des deutschen Leitindex. Denn beide Konzerne sind seit 1988 im deutschen Leitindex vertreten.

Anleger, die an Unternehmensausschüttungen und eventuellen Kursteigerungen partizipieren wollen, können E.ON-Aktien über eine Bank oder einen Online-Broker erwerben. Vertrauen Sie hingegen auf die Unternehmensstärke von E.ON, können Sie Unternehmensanleihen mit einem festen jährlichen Kupon erwerben.

4. März 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Michael Kempe
Von: Michael Kempe. Über den Autor

Der diplomierte Betriebswirt (FH) und ausgebildete Finanzjournalist beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem Kapitalmarkt – im Besonderen mit Aktien, Fonds und CFDs.