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EBIT-Marge: Unternehmenskennziffer mit Aussagekraft

Der EBIT ist eine wirtschaftliche Kennzahl. Er gibt Aufschluss über die tatsächliche Ertragskraft eines Unternehmens vor dem Abzug von Zins- und Steuererträgen sowie sonstiger außerordentlicher Aufwendungen.

Aus diesem Grund steht die Abkürzung EBIT für den Ausdruck „earnings before interest and taxes“ – zu deutsch also „Gewinn vor Zinsen und Steuern“.

Darüber hinaus gibt es die Kennzahl EBIT-Marge. Setzt man den ermittelten EBIT ins Verhältnis zum gesamten Umsatz des Unternehmens, ergibt sich die EBIT-Marge.

Somit spiegelt die EBIT-Marge prozentual wider, welches operative Ergebnis durch einen Jahresumsatz innerhalb eines bestimmten Zeitraums erzielt worden ist.

EBIT-Marge: Unternehmensvergleich im internationalen Wettbewerb

Die EBIT-Marge ist ein wichtiger Indikator zur Einschätzung der Rentabilität eines Unternehmens.

Sie ist in vielerlei Hinsicht mit der sogenannten operativen Umsatzrendite gleichzusetzen.

Da nationale Steuern bei der Berechnung der EBIT-Marge keine Beachtung finden, wird der internationale Vergleich der Ertragskraft verschiedener Unternehmen aussagefähiger.

Zusätzlich wird die Kennzahl oftmals zum Betriebsvergleich innerhalb derselben Branche verwendet.

EBIT-Marge-Richtwerte: Je höher, desto besser

Generell gilt hierbei: Je höher die EBIT-Marge ausfällt, desto besser.

Als Unternehmen mit einer hohen Ertragskraft werden in der Regel Konzerne mit einer EBIT-Marge von über 15% bezeichnet. EBIT-Margen von weniger als 3% gelten als weniger rentabel.

Außerdem gilt die EBIT-Marge häufig als Grundlage für zukünftige Rentabilitätsziele eines Unternehmens.

So kann sich ein Unternehmen beispielsweise vornehmen, innerhalb der nächsten 2 Geschäftsjahre eine EBIT-Marge von 9% zu erzielen.

Die EBIT-Marge kann sich beispielsweise erhöhen, wenn die Umsätze des Unternehmens durch höhere Preise oder Absatzzahlen steigen. Außerdem wirken sich auch operative Aufwendungen für Material oder Personalkosten auf das Ergebnis der EBIT-Marge aus.

Die EBIT-Marge als Vertragsbestandteil: Untergrenze beachten

Oftmals spielt die EBIT-Marge als Bestandteil von Anleihebedingungen oder Kreditverträgen eine Rolle.

Ist dies der Fall, dann verpflichtet sich der Kreditnehmer dazu, eine vertraglich festgelegte Grenze der EBIT-Marge nicht zu unterschreiten.

Gelingt ihm dies nicht, wird eine höhere Kreditmarge oder gar ein außerordentliches Kündigungsrecht des Gläubigers ausgelöst.

EBIT-Marge: Berechnung

Zur Berechnung der EBIT-Marge benötigt man in einem 1. Schritt den EBIT des Unternehmens, welches man auf seine Ertragskraft hin untersuchen möchte.

Der EBIT lässt sich folgendermaßen ermittelten:

Formel  

EBIT mittels Jahresüberschuss berechnen (vereinfachte Formel)

?
"EBIT" steht für "Earnings before interest and taxes" und gibt Aufschluss über die tatsächliche Ertragskraft eines Unternehmens vor dem Abzug von Zins- und Steuererträgen sowie sonstiger außerordentlicher Aufwendungen.
$$\bo\text"EBIT"=\text"Jahresabschluss " +\text"Steueraufwand"-\text"Steuererträge"+\text"Zinsaufwand"-\text"Zinsertrag"$$
Ergebnis berechnen

Der EBIT geteilt durch den Umsatz des Unternehmens ergibt schließlich die EBIT-Marge in %.

Formel  

EBIT - Marge

?
Die EBIT-Marge spiegelt prozentual wider, welches operative Ergebnis durch einen Jahresumsatz innerhalb eines bestimmten Zeitraums erzielt worden ist.
$$\bo\text"EBIT - Marge" = ( \text"EBIT" / \text"Umsatz"\)*100$$
Ergebnis berechnen

Die EBITDA-Marge

Rechnet man aus dem Ergebnis zusätzlich auch noch die Abschreibungen heraus, erhält man eine weitere wirtschaftliche Kennzahl, die EBITDA.

Setzt man diese anschließend ins Verhältnis zum Umsatz, ergibt sich die sogenannte EBITDA-Marge.

Im Klartext: EBITDA-Marge = EBITDA/Umsatz

2. Mai 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.