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Edelmetall Ruthenium: Selten und unbekannt, aber wertvoll?

Ruthenium ist ein Edelmetall wie Gold und Silber und es ist selten. So werden im Jahr ca. 2.700 Tonnen Gold gefördert und  23.000 Tonnen Silber. Die Jahresfördermenge von Ruthenium hingegen liegt mit nur 30 Tonnen viel niedriger. Ruthenium ist damit eines der seltensten, nicht radioaktiven Elemente auf unserem Planeten.

Einsatz und Wert von Ruthenium

Ruthenium wird hauptsächlich in der Elektronikindustrie verwendet, die Anwendungsgebiete von Ruthenium sind aber begrenzter als die anderer Edelmetalle als Werkstoff, wie Silber. So wird Ruthenium als Beschichtungsmaterial für die Datenspeicherung auf Festplatten verarbeitet. In verschiedenen chemischen Verfahren wird Ruthenium als Katalysator eingesetzt.

Auch wenn Ruthenium sehr selten ist und es – gerade in der Elektronikindustrie – einem schnell wachsenden Markt als Rohstoff dient, sind die Preise für dieses Edelmetall nicht in die Höhe geschossen.


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Das liegt zum einen daran, dass Ruthenium lange Zeit keine großen Anwendungsgebiete hatte und somit hier keine Knappheit besteht. Zum anderen wird Ruthenium, wie viele Metalle, die in der Elektronik eingesetzt werden, durch Recycling wiederverwertet. Edelmetalle können durch die modernen Recyclingverfahren ohne Verlust ihrer Eigenschaften immer wieder eingesetzt werden.

Ruthenium als Anlageform nicht geeignet

Ruthenium ist  nicht, wie Silber oder Gold, in Form von Münzen oder Barren zu kaufen. Es ist zwar möglich, Ruthenium als Industriewerkstoff in Form eines grauen Pulvers zu erwerben, aber als Anlageform für den Privatanleger ist Ruthenium definitiv nicht geeignet.

Spekulationen auf das Edelmetall Ruthenium hätten im Jahr 2006 gewinnbringend sein können. Der Preis von Ruthenium ist in diesem Jahr von ca. 80 US-$ je Unze auf knapp 900 US-$ je Unze in die Höhe geschnellt. Jedoch hat dieser „Ausreißer“ sich auch schnell wieder beruhigt. Der Durchschnittspreis für Ruthenium lag im Jahr 2013 bei 85 US-$. Bedingt war diese „Preisblase“ durch eine Fehleinschätzung der Nachfragemenge für Ruthenium in der Solarindustrie und, bis heute nicht bestätigte, Vermutungen, Ruthenium könnte in der Medizin als Wirkstoff für die Krebstherapie zum Einsatz kommen.

 Ruthenium: Vorkommen, Zuordnung und etwas Geschichte

Ruthenium kommt in der Natur nur in Verbindung mit dem weit bekannteren Edelmetall Platin vor und wird daher zur Gruppe der Platinmetalle gezählt. Die größte Lagerstätte für Platingruppenmetalle (PGM) liegt im südafrikanischen Bushveldkomplex. Weitere wichtige Abbaugebiete für PGM liegen in Zimbabwe und den USA. In Platinlagerstätten in Russland und Kanada werden die PGM nur als Nebenprodukt bei der Nickelgewinnung gefördert.

Auch wenn in Russland keine bedeutenden Mengen an Ruthenium abgebaut werden, so ist das Land doch Pate für den Namen des Edelmetalls. Das Wort Ruthenium leitet sich vom lateinischen Namen für Russland, Ruthenien, ab. Der Chemiker Karl Ernst Claus entdeckte das Edelmetall  im Jahr 1844 an der russischen Universität Kasan, und gab ihm den Namen Ruthenium.

Fazit: Investition in Ruthenium?

Zusammenfassend lässt sich feststellen, Ruthenium ist selten, in der Industrie auch durchaus wichtig und mit einem Preis von 85 US-$ je Unze (ca. 1500 € je kg) auch nicht gerade wertlos. Dennoch ist eine Investition wie in Gold dem Privatanleger schlichtweg nicht möglich. Zum einen, weil Ruthenium nicht in Münzen, Barren oder Schmuck verarbeitet wird und somit physisch nicht zu erwerben ist. Zum anderen gibt es auch keine Wertpapiere  wie Zertifikate oder ETCs für Ruthenium, da die Gesamtfördermenge und der Bedarf hier keinen Markt bilden, der eine Auflage solcher Finanzinstrumente rechtfertigen würde.

2. Februar 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rüdiger Dalchow. Über den Autor

Seit 1995 ist er selber aktiv an den Märkten tätig und hat dabei sowohl Hochs als auch Tiefs erlebt. Aus dieser Erfahrung heraus ist es sein Ziel, dem privaten Anleger oftmals zu kompliziert dargestellte Zusammenhänge an der Börse möglichst einfach, aber dennoch effektiv näherzubringen. Seit 2011 führt sein Blog www.aktienhandel-einsteiger.de mit interessanten Fachartikeln und Interviews durch das Aktiendickicht.