MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Rendite bei Anleihen – so wird sie berechnet

Bei der Suche nach einer rentablen Anlagemöglichkeit werden Anleger früher oder später auch auf Anleihen stoßen. Auf den ersten Blick versprechen Anleihen vielfach eine relativ attraktive Verzinsung.

Meist sticht zuerst die Nominalverzinsung ins Auge, welche aber gerade bei Anleihen von der Effektivverzinsung erheblich abweichen kann. Der Grund dafür ist, dass zwar auf der einen Seite die Kuponzahlungen auf festverzinsliche Anleihen recht genau und einfach zu kalkulieren sind.

Auf der anderen Seite gehören Anleihen jedoch zu den veränderlichen Werten, die zu schwankenden Preisen gehandelt werden.

Um die tatsächlich zu erwartende Rendite ermitteln zu können, muss gerade der Ankaufspreis, noch konkreter: der „Investitionsbetrag“ pro 100 Euro Rückzahlungsbetrag in die Berechnung mit einbezogen werden.

Dieser Investitionsbetrag ist gleichbedeutend mit dem aktuellen Marktpreis beim Kauf einer Anleihe. Er wird in % ausgedrückt.

Ein Beispiel. Am 06.06.14 notierte die Bundesanleihe (ISIN: DE0001102358) bei einem Kurs von ca. 101,08%. Das bedeutet, für 100 Euro Rückzahlungsbetrag bei Fälligkeit müssen Sie 101,08 Euro aufwenden. Dazu kommen noch die Kaufgebühren, die je nach Depotbank varieren.


Gratis Studie: Die Zukunft Ihres Depots?....

  • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
  • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
  • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
  • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
  • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
  • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

Hier erfahren wo sich der Einstieg noch lohnt ➜


Effektivverzinsung: Anleihen-Rendite leicht berechnen

Mit Hilfe einer Faustformel lässt sich die Rendite von Anleihen näherungsweise berechnen. Wichtige Größen sind hierbei der Nominalwert der Anleihe, ihre Restlaufzeit, der Kupon der Anleihe sowie der Marktpreis, zu dem sie erworben wird.

Besondere Bedeutung hat der Marktpreis, da eine Anleihe in der Regel nur zum Ausgabezeitpunkt zum Nominalwert notiert und entsprechend zum Kaufzeitpunkt erheblich vom Nominalwert abweichen kann.

Die Berechnung erfolgt nun an einem Beispiel mit einer Anleihe, deren Nominalwert mit 100 angenommen wird. Die Faustformel lautet wie folgt:

Formel  

Faustformel zur Berechnung der Rendite von Anleihen

?
Für die Berechnung der Rendite einer Anlage gibt es unterschiedliche Methoden. Die gängigste Faustformel, die Banken und Börsen verwenden ist die folgende Rendite-Berechnung.
$$\bo\text"Rendite"↙\text"(einer Anleihe)" = 100*(\(\text"Nominalzins" + ((\text"Verkaufskurs - Kaufkurs")) / \text"Laufzeit"\)/\text"Kaufkurs")$$
Ergebnis berechnen

Faustformel zur Berechnung der Rendite von Anleihen

Für die Berechnung der Rendite einer Anlage gibt es unterschiedliche Methoden. Die gängigste Faustformel, die Banken und Börsen verwenden ist die folgende Rendite-Berechnung.

Besser nachvollziehen lässt sich die Formel, wenn man ein konkretes Beispiel zur Hilfe nimmt. Hier nehmen wir das obige Beispiel: Die Bundesanleihe DE0001102358 hat eine Laufzeit bis 15.05.2024 und einen Kupon (Nominalzinsatz von 1,50 %). Der aktuelle Marktpreis beträgt am 06.06.2014 ca. 101,08 %.

Zunächst nehmen wir diesen Teil der Formel: (100%-Marktpreis)/Restlaufzeit. An dem Beispiel erhält man also: (100%-101,08%)10 = -0,11%. Nun wird der Nominalzins in Höhe von 1,5% hinzuaddiert, so dass man 1,39% erhält.

Im nächsten Schritt werden die 1,39% durch den Marktpreis dividiert und im letzten Schritt mit 100 multipliziert. Also: 1,39/101,08* 100%.

So erhält man einen Wert von rund 1,38% – dies ist die Effektivverzinsung. Anleihen und ihre Rendite lassen sich auf diese Weise zwar nur näherungsweise, aber doch ausreichend genau berechnen.

Warum die Effektivverzinsung wichtig ist

Gerade bei den veränderlichen Werten wie Anleihen spielt sie eine große Rolle: die Effektivverzinsung. Anleihen können zu den unterschiedlichsten Marktpreisen erstanden werden und dementsprechend verändert sich die Rendite.

Natürlich hat auch der Nominalzins eine gewisse Bedeutung, doch exakte Informationen kann nur der Effektivzins liefern.

Nimmt man bei oben genanntem Beispiel einen Kaufpreis von 101,08% an, so hat dies bereits großen Einfluss auf die Effektivverzinsung.  Statt einem Effektivzins von rund 1,50% liegt dieser nun nur noch bei rund 1, 38%, da der Kaufpreis nun über dem Rücknahmepreis liegt.

Je weiter der Kaufkurs von 100% abweicht, desto größer ist der Unterschied zwischen Nominalverzinsung und Rendite. Ein ganz extremes Beispiel kann man an der Bundesanleihe mit der ISIN DE0001135143 feststellen.

Bei einer Restlaufzeit von rund 16 Jahren und einem Nominalzins von 6,50% beträgt die Rendite gerade einmal 1,95%, weil der Kaufkurs aktuell ca. 157,24 % beträgt.

Somit ist die entscheidende Zahl für einen Vergleich von Anleihen deren jeweilige Effektivverzinsung. Anleihen können noch so hohe Nominalzinsen versprechen – diese allein können irreführend sein.

28. Oktober 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sebastian Grünewald. Über den Autor

Sebastian Grünewald ist freier Autor und Redakteur mit mehrjähriger Erfahrung. Er vermittelt einer breiten Leserschaft ökonomische Zusammenhänge und Themenfelder wie private Vorsorge und Geldanlage mit einfachen Worten.