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Effektivzins: Faustformel macht Berechnung einfach

Bei Investitionen in Anleihen gibt es für den Anleger zwei relevante Größen: die Nominalverzinsung und die Effektivverzinsung.

Die Nominalverzinsung gibt an, wie viel Prozent des Nominalwertes der Emittent jährlich pro Anleihe an die Investoren ausschüttet. Die Effektivverzinsung zeigt dem Anleihen-Besitzer, welche individuelle Rendite er mit seiner Anleihe erzielen kann. Dank einer Faustformel kann der Effektivzins leicht und problemlos berechnet werden.

Effektivverzinsung ist aussagekräftiger

Die Effektivverzinsung berücksichtigt, zu welchem Kurs ein Anleger die Anleihe erworben hat. Die Anleihe notiert nämlich nur zu Beginn der Laufzeit zum Nominalwert. Die meisten Anleger erwerben daher die Anleihe nicht zum Nominalwert. Für sie hat die Nominalverzinsung damit keine Aussagekraft. Um ihre reale Verzinsung zu erfahren, muss vielmehr auf die Effektivverzinsung geachtet werden.

Berechnung des Effektivzinses mit Hilfe der Faustformel

Die Effektivverzinsung lässt sich mit einer Faustformel berechnen:

Formel  

Fausformel zur Berechnung des Effektivzins

?
Die Effektivverzinsung zeigt dem Anleihen-Besitzer welche individuelle Rendite er mit seiner Anleihe erzielen kann.
$$\bo\text"Effektivzins" = ((\text"Nominalzins" + \text"Agio bei der Rückzahlung"/\text"Laufzeit")/\text"Kaufkurs")*100)$$
Ergebnis berechnen

Wie die Formel funktioniert, wird anhand eines Beispiels deutlich:


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Ein Anleger erwirbt eine Anleihe zum Kurs von 97,00 €. Die Anleihe hat eine Restlaufzeit von fünf Jahren. Am Ende der Laufzeit erhält der Anleger den Nominalwert von 100,00 € zurück. Die Differenz zwischen Nominalwert und Kaufpreis beträgt damit 3 € und fließt als Agio in die Formel ein.

Die Anleihe hat einen Nominalzins von 3%.

  • Effektivzins = ((3+3/5)/97) x 100)) = 3,71

Die Effektivverzinsung der Anleihe liegt damit bei 3,71%.

Kaufpreis entscheidet über Effektivverzinsung

Die in unserem Beispiel mit der Faustformel berechnete Effektivverzinsung liegt über der Nominalverzinsung. Der Anleger profitiert nämlich davon, dass er die Anleihe unter dem Nominalwert eingekauft hat.

Wenn ein Anleger allerdings als Kaufpreis mehr als den Nominalwert bezahlt, liegt seine Effektivverzinsung unter der Nominalverzinsung.

Für das zweite Beispiel lassen wir bis auf den Kaufpreis alle Werte unverändert. Diesmal hat der Anleger die Anleihe für 103 € gekauft. Am Ende der Laufzeit erhält der Anleger nur 100 € zurück. Es gibt daher keinen Aufschlag „Agio“ auf den Kaufpreis. Der Term a/T bleibt damit unberücksichtigt.

  • Effektivzins = (3/103) x 100 = 2,91

Die Effektivverzinsung liegt mit 2,91% unter der Nominalverzinsung.

Effektivzins: Faustformel hilft Anlegern bei der Auswahl

Die Faustformel ermöglicht den Anlegern die schnelle Berechnung der Effektivverzinsung einer Anleihe. Die dabei berechneten Ergebnisse sind zwar nur Näherungswerte, bieten aber dem Anleger dennoch ein solides Fundament für seine Anlageentscheidung. So kann er die verschiedenen Anleihen unter dem Aspekt der Effektivverzinsung vergleichen und die für ihn passende Anleihe auswählen.

11. September 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Lisa Mattil
Von: Lisa Mattil. Über den Autor

Lisa Mattil beschäftigt sich seit mehreren Jahren mit den Themen private Finanzen, Vorsorge, Versicherung und Steuern. Als freie Journalisten hält sie sich auf diesem Gebiet ständig auf dem Laufenden.