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Effektivverzinsung: Hausratversicherung

Wie an anderer Stelle bereits erläutert, spielt die so genannte Effektivverzinsung bei Kreditgeschäften eine wesentliche Rolle.

So auch beim Abschluss von Versicherungsverträgen aller Art wie einer Hausratversicherung.

Stiftung Warentest warnt vor falschen Angaben

Dabei ist jedoch besondere Vorsicht geboten, denn die Versicherungen verstehen es, den Effektivzins auf geschickte Weise zu ihren Gunsten auszulegen.

So berichtete unter anderem die Hannoversche Allgemeine Zeitung über eine großangelegte Studie der Stiftung Warentest zum Thema Versicherungs-Verträge.

Im Zuge dieser Verbraucherschutz-Untersuchung waren einige besonders verlockend klingende Angebote genauer unter die Lupe genommen worden, besonders im Hinblick auf die Effektivverzinsung.

Größter Trick: Die Laufzeit

Gemäß der deutschen Preisangabeverordnung, die bestehenden EU-Regularien folgt, muss ein Anbieter die Kosten für die gesamte Laufzeit eines Kredits angeben.


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Wenn Kunden nun eine kürzere Zinsbindung festlegen, zum Beispiel für 5 Jahre, läuft das Darlehen oftmals noch 10 bis 15 Jahre weiter.

Für diesen Zeitraum setzen Banken oft einen willkürlichen Zinssatz zur Berechnung fest.

Die Stiftung Warentest rät daher allen Verbrauchern, sich nicht von den scheinbar guten Effektivzinsen blenden zu lassen.

Stattdessen sollte man sich Angebote nur für die vereinbarte Laufzeit errechnen lassen.

Versicherten stehen Rückzahlungen zu

Positive Signale in Richtung Anleger hatte jedoch das Landgericht Bamberg in einem Urteil aus dem Jahre 2012 ausgesandt.

Damals hatte ein Kunde der Versicherungsgesellschaft HUK-Coburg geklagt, da bei seiner monatlichen Beitragszahlung die Effektivverzinsung nicht berücksichtigt worden war.

Das Landgericht kam zu dem Schluss, dass es sich bei jedweder unterjährigen Beitragszahlung um eine Art Kredit handelt.

Demnach müsste hierbei auch der Effektivzins angegeben werden und ein Überschreiten der 4%-Marke ist generell unzulässig.

Viele Versicherer geben zwar einen allgemeinen Hinweis an, dass eine unterjährige Beitragszahlung teurer sei, aber dies ist gemäß dem Landgericht Bamberg nicht ausreichend.

Ausgelöst durch dieses Urteil kam es tatsächlich zu einer kleineren Welle von Rückforderungen, in denen Kunden, die ihre Versicherungsbeiträge monatlich bezahlten, Geld zurückfordern konnten.

Zu beachten ist allerdings, dass zum Beispiel alle Formen von privaten Krankenversicherungen sowieso auf die monatliche Beitragszahlung ausgelegt sind.

In diesen Fällen findet das Urteil keine Anwendung, da der Verbraucherschutz sich auf eine Lebensversicherung bezieht.

14. August 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.