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Eigenheimzulage für Ihr Bauvorhaben sichern

Die insbesondere für Familien mit Kindern in aller Regel günstigere Förderung durch das Eigenheimzulagengesetz umfasst günstigstenfalls insgesamt drei Bestandteile, nämlich einen zwischen Neubauten und „gebrauchten“ Objekten gestaffelten Fördergrundbetrag, die Kinderzulage und die ökologischen Zusatzkomponenten.

Im Anwendungsbereich der Eigenheimzulage wird nicht mehr zwischen den Gebäudekosten und den Kosten des Grund und Bodens unterschieden. Bemessungsgrundlage bildet stets der für die Anschaffung oder Herstellung selbstgenutzten Wohneigentums investierte Gesamtaufwand.

Der Fördergrundbetrag errechnet sich bei Neubauten mit 5 v.H. dieser Bemessungsgrundlage – nach oben hin allerdings begrenzt auf einen jährlichen Förderhöchstbetrag von 2.556€.

Neubauten als Objekte für Eigenheimzulage

Als Neubauten rechnen Objekte, die in Erwerbsfällen spätestens bis zum Ende des zweiten, auf das Jahr der Fertigstellung folgenden Jahres, angeschafft wurden.

Beim Erwerb „gebrauchten“ Wohneigentums wird eine Eigenheimzulage nur mit 2,5 v.H., höchstens jedoch 1.278€ jährlich gewährt. Als begünstigtes Objekt gelten auch Ausbau- und Erweiterungsmaßnahmen an einer zu eigenen Wohnzwecken genutzten Wohnung im eigenen Haus oder einer eigenen Eigentumswohnung.

Bemessungsgrundlage bilden hier die im Zusammenhang mit der „Vergrößerung“ der selbstgenutzten Wohnung zusammenhängenden Herstellungskosten.

Eigenheimzulage kann im Jahr der Anschaffung oder Herstellung und in den darauf folgenden sieben Jahren zur Auszahlung gelangen. Voraussetzung ist freilich, dass Sie das Objekt im jeweiligen Jahr des Förderzeitraums auch tatsächlich zu eigenen Wohnzwecken genutzt haben.

Die Überlassung an nahe Angehörige ist dabei generell der Nutzung zu eigenen Wohnzwecken gleichgestellt.

Einkommensgrenzen beachten

Auch die Förderung über die Eigenheimzulage bekommen Sie nur dann, wenn Sie gewisse Einkommensgrenzen nicht übersteigen. Diese berechnen sich nach dem Gesamtbetrag der Einkünfte im Jahr des Selbstbezugs und des Vorjahres.

Eine Inanspruchnahme einer Eigenheimzulage ist für Sie ausgeschlossen, wenn der Gesamtbetrag der Einkünfte 81.807€ übersteigt. Bei Ehegatten, die im Erstjahr zusammen zur Einkommensteuer veranlagt werden, verdoppelt sich diese Einkunftsgrenze auf 163.614€.


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Für jedes Kind, für das im Erstjahr zusätzlich eine Kinderzulage ausbezahlt werden kann, werden diese auf zwei Jahre bezogenen Grenzbeträge um weitere 30.678€ erhöht.

Wird Ihre maßgebende Einkunftsgrenze zunächst überschritten, können Sie die Zulagenförderung für den Rest des Förderzeitraums in Anspruch nehmen, wenn Ihre Einkünfte in einem späteren Zweijahreszeitraum innerhalb der Grenzbeträge bleiben.

In späteren Jahren erfolgt keine Einkunftsprüfung mehr, auch wenn die Grenzen überschritten werden sollten.

Eigenheimzulage auch mehrmals möglich

Eigenheimzulage können Sie grundsätzlich nur einmal im Leben beanspruchen. Ehegatten, die die Voraussetzungen für eine Zusammenveranlagung erfüllen, haben aber auch für ein zweites Objekt Anspruch auf Eigenheimzulage.

Auf diese Objektgrenze müssen Sie allerdings auch Wohneigentum anrechnen, für das Sie bereits erhöhte Absetzungen nach § 7b EStG bzw. die „Grundförderung“ nach § 10e EStG in Anspruch genommen haben.

Bei Ehegattengemeinschaften ist eine gleichzeitige Förderung zweier Objekte möglich, allerdings nur dann, wenn die Objekte nicht in unmittelbarem räumlichem Zusammenhang stehen.

Haben Sie eine der Objektbeschränkung unterliegende Förderung selbstgenutzten Wohneigentums nicht bis zum Ablauf des jeweils maßgebenden Begünstigungszeitraums ausgeschöpft, z.B. weil Sie Ihre Wohnung nicht bis zum Ende des Abzugszeitraums zu eigenen Wohnzwecken genutzt haben, können Sie die noch nicht „verbrauchten“ Jahre des jeweiligen Förderzeitraums auf ein Folgeobjekt übertragen.

Lassen Sie als Eigentümer eines nach dem Eigenheimzulagengesetz begünstigten Objekts vor dem Einzugstag bestimmte Maßnahmen zur Energieeinsparung durchführen, kann sich der Fördergrundbetrag um eine ökologische Zusatzkomponente erhöhen.

Wärmebedarfsausweis erforderlich

Handelt es sich bei dem Objekt um ein sog. „Niedrigenergiehaus“ – dies ist durch den sog. Wärmebedarfsausweis dem Finanzamt gegenüber nachzuweisen – wird über den Förderzeitraum ein jährlicher Zusatzbetrag von 205€ ausgereicht.

Eine weitere Zusatzkomponente ist für den Einbau von sog. Wärmepumpenanlagen mit gewissen Leistungsvorgaben, für Wärmerückgewinnungsanlagen und Solaranlagen vorgesehen.

Die Zusatzförderung umfasst hier 2% der durch den Einbau entstandenen Kosten einschließlich der Anbindung an das bestehende Heizungssystem; für jedes Jahr des Förderzeitraums können Sie allerdings höchstens einen Betrag von 256€ zum Ansatz bringen.

Für beide Förderungen gilt: Die Investitionen müssen noch vor dem 01.01.2003 abgeschlossen werden.

Die Familienkomponente der Eigenheimzulage wird durch das Finanzamt in Höhe von 256€ für jedes haushaltszugehörige Kind ausbezahlt, für das der Anspruchsberechtigte oder sein Ehegatte im jeweiligen Jahr des Förderzeitraums einen Kinderfreibetrag oder Kindergeld erhält – und zwar unabhängig davon, ob die Förderung nach den für Neubauten sowie für Altbauten geltenden Grundsätzen erfolgt.

Der Anspruch auf Zulagenförderung entsteht für Sie mit dem Selbstbezug; ab diesem Zeitpunkt können Sie mit einem hierfür eigens aufgelegten Antragsformular beim Finanzamt vorstellig werden.

Die Festsetzung der Eigenheimzulage erfolgt vorgreifend über den vollen Förderzeitraum von 8 Jahren. Die erste Auszahlungsrate erfolgt nach Bearbeitung des Antrags, die weiteren Zahlungen erfolgen jeweils ohne ein weiteres Zutun am 15.3. der jeweiligen Folgejahre.

Mitteilungspflicht gegenüber Finanzamt

Selbstverständlich sind Sie verpflichtet, dem Finanzamt Mitteilung über evtl. Tatsachen (z.B. Nutzungsänderungen oder Verkauf des Objekts) zu erstatten, die zur Minderung oder zur Aufhebung der festgesetzten Zulage führen.

Andererseits besteht für Sie natürlich auch die Möglichkeit einer „Nachbesserung“, wenn sich Ihre tatsächlichen Verhältnisse zu Ihren Gunsten verändert haben sollten – wie etwa die Geburt weiterer Kinder während des achtjährigen Förderzeitraums.

Fördergrundbetrag wie auch Kinderzulage können Sie unter bestimmten Voraussetzungen auch für den Erwerb von Geschäftsanteilen an sog. Wohnungsbaugenossenschaften in Anspruch nehmen.

Bemessungsgrundlage ist die geleistete Einlage, wobei jährlich hieraus höchstens 3 v.H., höchstens allerdings 1.227€ als Fördergrundbetrag gewährt werden. Die Kinderzulage beträgt jährlich 256€.

Genossenschaftsanteile in Eigenheimzulage verrechnen

Zu beachten gilt allerdings, dass bei späterer Inanspruchnahme der „echten“ Eigenheimzulage die zuvor für Genossenschaftsanteile in Anspruch genommene Förderung wiederum anzurechnen ist.

Was die Höhe der Eigenheimzulage anbelangt, sieht das Gesetz eine sog. „Kappungsgrenze“ vor. Im Grundsatz gilt: Der Fördergrundbetrag zusätzlich der Kinderzulagen darf über den Förderzeitraum die jeweils maßgebende Bemessungsgrundlage nicht überschreiten.

Sind Ausbau- oder Erweiterungsmaßnahmen Gegenstand der Förderung, ist die Gesamtförderung auf die Hälfte der jeweils maßgebenden Bemessungsgrundlage beschränkt.

24. Mai 2002

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.