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Eigenkapitalquote berechnen: Einfach erklärt

Die Eigenkapitalquote gehört für Investoren zu den wichtigsten Merkmalen beim Vergleich von Unternehmen, wenn es zum Beispiel um eine Anlageentscheidung geht.

Lesen Sie hier mehr darüber, wie man diese essentielle Kennzahl ganz einfach selber berechnen kann.

Gesamtbilanz enthält Eigen- und Fremdkapital

Grundsätzlich kommt das Gesamtkapital einer Firma niemals vollständig aus der privaten Tasche der Geschäftsführer oder des Besitzers.

Vielmehr setzt es sich aus zwei verschiedenen Bestandteilen zusammen, die auch genau so aus einer Unternehmensbilanz abzulesen sind.

Auf der einen Seite ist dies das so genannte Eigenkapital. Hierzu gehört in der Regel alles gezeichnete Kapital sowie Kapital- und Gewinnrücklagen und Reserven für eigene Unternehmensanteile.

Mehr zum Thema: Eigenkapitalquote – Aussagekraft und Bedeutung

Anders ausgedrückt kann man sagen, dass das Eigenkapital die Summe darstellt, die keinerlei Schulden oder Rückzahlungsverpflichtungen gegen Dritte bedeutet.


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Die andere Seite der Gesamtbilanz stellt dementsprechend das Fremdkapital dar, also alles Geld, das von einem Gläubiger geliehen wurde.

Im Regelfall sind dies schlichtweg verschiedene Unternehmenskredite, die bei einer Bank aufgenommen wurden, oder gemietete Gebäude, Maschinen und dergleichen.

Fremdkapitalquote: Berechnen und bewerten anhand der Bilanzsummen

In der Praxis ist die Einteilung in Eigen- und Fremdkapital allerdings nicht immer so eindeutig.

Immerhin haben Einzelunternehmen und Personengesellschaften  zum Teil die Wahl darüber, welche Werte sie dem Eigenkapital zuordnen und welche nicht.

Bei Immobilien und Geldanlagen kann dies zum Beispiel zu steuerlichen Vergünstigungen führen, wenn Gewinne durch Veräußerungen erzielt werden.

Das Verhältnis zwischen dem Eigen- und dem Fremdkapital stellt nun eine eigene, sehr wichtige Unternehmenskennzahl dar, nämlich die Eigenkapitalquote.

Mehr zum Thema: Eigenkapitalquote – Beispiele helfen beim Verständnis

Je höher diese Angabe ist, desto weniger Gesamtkapital stammt von externen Gläubigern. Daraus folgt, dass die Firma auf stabilen finanziellen Füßen steht und außerdem weniger Zinslast zu tragen hat, welche wiederum die Gewinne beeinträchtigen können.

So können Sie die Fremdkapitalquote berechnen

Die Eigenkapitalquote errechnet sich, indem das Eigenkapital durch das Gesamtkapital geteilt wird. Durch eine Multiplikation mit 100 erhält man dann eine Kennziffer in Prozent, was den direkten Vergleich vereinfacht.

Schauen wir uns das an einem konkreten Beispiel an: Angenommen ein Unternehmen besitzt eine Gesamtkapitalisierung von 2 Mio. Euro.

Aus der Bilanz geht hervor, dass davon rund 500.000€ Eigenkapital sind, der Rest ist Fremdkapital, in diesem Fall also 1.500.000€.

Um die Fremdkapitalquote der Firma zu berechnen teilen wir 500.000 durch 1.500.000 und multiplizieren das Ergebnis mit 100. Wir erhalten: (500.000/1.500.000)*100 = 33%

Würde ein potentieller Investor diese Kennziffer nun mit der eines anderen Unternehmens vergleichen, welches eine Eigenkapitalquote von nur 20% aufweist, ist klar:

Die Verschuldung des zweiten Konzerns ist größer und der Handlungsspielraum der Unternehmensleitung dementsprechend kleiner.

Mehr zum Thema: Wie hoch sollte die Eigenkapitalquote sein?

Viele Unternehmen versuchen aus diesem Grund, ihre Eigenkapitalquote zu erhöhen, um für Anleger attraktiver zu werden.

21. Mai 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.