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Eigenkapitalquote deutscher Unternehmen – Tendenz steigend

Der Anteil der eigenen Barmittel am Gesamtkapital einer Firma kann je nach Wirtschaftslage und Branche variieren. Es gibt jedoch, abhängig von der Rechtsform, einen recht konstanten Unterschied bei den Unternehmen. Dabei schneiden Kapitalgesellschaften jeweils besser bei der Eigenkapitalquote deutscher Unternehmen ab als Personengesellschaften.

Starker Anstieg seit 1997

Die Eigenkapitalquote deutscher Unternehmen ist in letzter Zeit besonders deutlich bei den kleinen und mittleren Betrieben gestiegen. Laut den Daten der Bundesbank lag die Eigenkapitalquote 1997 bei diesen Firmen bei gerade einmal 6%.

Die neuesten Zahlen verdeutlichen dies: Von 1997 bis 2010 ist die Eigenkapitalquote bei kleinen und mittleren Unternehmen von 6% auf 22% explodiert. Das zeigt, wie wichtig dieses Thema in den Firmen inzwischen geworden ist. Eigenkapitalquote Definition – die Bewertung von Unternehmen

Schaut man sich dagegen die Konzerne an mit mehr als 50 Mio. € Jahresumsatz, so ist deren Quote im selben Zeitraum von 25% auf nur 29% gestiegen. Allerdings muss man auch dazu sagen, dass die bereits hohen 25% im Jahr 1997 kein Grund dafür waren, die Eigenkapitalquote deutlich erhöhen zu müssen.


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Gründe für den Anstieg

Die Ursachen für die steigende Eigenkapitalquote deutscher Unternehmen – insbesondere bei den kleinen und mittleren Betrieben – haben vor allem mit Veränderungen in der Bewertung von Unternehmen zu tun.

Speziell seit Basel II stellen Banken höhere Anforderungen, wenn es um die Vergabe neuer Kredite geht. Wollte ein Unternehmen Geld aufnehmen für geplante Investitionen, musste es erst einmal die Eigenkapitalquote steigern, um die Bank zufriedenzustellen.

Eine empfohlene Quote liegt bei 10%, je nach Risiko der Branche werden aber auch gerne 20% und mehr gesehen. Im selben Atemzug wurden die Bilanzen entsprechend verändert. Davor gab es wenig Grund, warum Kapitalquoten nicht negativ sein konnten. Wenn die Firma weiterhin ihre Verbindlichkeiten zu zahlen in der Lage war, brauchte man nichts ändern.

Oft waren auch Anteile aus dem Vermögen dem Unternehmer zugeordnet. Dies, so hat man festgestellt, war einer der Hauptpunkte, warum die Quote so niedrig war und konnte recht schnell bereinigt werden. Es lag also demnach nicht nur an einer guten Wirtschaftslage, sondern auch an einer Umstellung in der Bilanz, was zu einem Anstieg der Eigenkapitalquote deutscher Unternehmen führte.

Rechtsform der Unternehmen

Wie oben bereits erwähnt, unterscheidet sich die Eigenkapitalquote deutscher Unternehmen je nach Rechtsform. Das hat sich auch nicht in den vergangenen Jahren geändert. Schaut man sich die Kapitalgesellschaften wie GmbH und AG an, so haben diese eine Eigenkapitalquote von 31%. Im Vergleich dazu stehen 15% im Durchschnitt bei den Personengesellschaften, wie OHG, KG und GbR.

Als Begründung wird angegeben, dass eine AG mehr im Rampenlicht steht und öfter von Investoren durchleuchtet wird als Personengesellschaften. Deshalb hat eine Aktiengesellschaft einen höheren „Anreiz“, eine positive Bilanz vorzulegen.

Eigenkapitalquote deutscher Unternehmen

Es wird davon ausgegangen, dass die deutlich gestiegene Eigenkapitalquote deutscher Unternehmen in den vergangenen Jahren noch weiter ausgebaut wird. Als erste Grenze vermuten Experten die Marke von 30%-35%.

Sollte sich jedoch ein Ende der Niedrigzinspolitik abzeichnen, würden wohl viele Unternehmen noch Kredite aufnehmen, solange diese günstig sind und dadurch könnte die Eigenkapitalquote deutscher Unternehmen wiederum sinken.

2. Juni 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.