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Eigenkapitalquote: Beispiele helfen beim Verständnis

Die Eigenkapitalquote wird von vielen Investoren verwendet, um die Bonität eines Unternehmens zu beurteilen.

Diese gibt den Anteil des Eigenkapitals am Gesamtkapital an. Je höher die Quote ausfällt, umso stabiler sollte das Unternehmen sein.

Damit erhöhen sich sowohl die Kreditwürdigkeit bei Banken als auch die Unabhängigkeit von Kreditinstituten.

Unternehmer müssen dann nicht bei jeder Anschaffung einen Kredit aufnehmen und Zinsen zahlen, sondern können gleich investieren.

Formel  

Eigenkapitalquote berechnen

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Die Eigenkapitalquote gibt den Anteil des Eigenkapitals am Gesamtkapital an. Nach betriebswirtschaftlichen Grundsätzen sollte die Eigenkapitalquote nicht unter 30 % sinken.
$$\bo\text"Eigenkapitalquote" = (\text"Eigenkapital" / \text"Bilanzsumme"\)*100$$
Ergebnis berechnen

Ein Unternehmen hat beispielsweise eine Bilanzsumme von 1.000.000 Euro. In dieser beläuft sich das Eigenkapital auf 250.000 Euro, während das Fremdkapital 750.000 beträgt.

Damit ergibt sich für das Eigenkapital folgende Quote:

EKQ = (250.000 / 1.000.000) * 100 = 25%


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Die Eigenkapitalquote beträgt in diesem Beispiel 25 Prozent. Damit ist das Unternehmen gut finanziert und kreditwürdig.

Wie kann die Eigenkapitalquote erhöht werden?

Um als finanzstarke Gesellschaft zu gelten, lohnt es sich für die Firma, die Eigenkapitalquote zu erhöhen. Dies kann der Unternehmer auf verschiedene Art und Weise bewerkstelligen.

Ein Unternehmen könnte z.B. über Fremdkapital erstandene Maschinen oder Autos wieder abstoßen und diese stattdessen leasen. Damit verringert sich der Anteil des Fremdkapitals  und der des Eigenkapitals steigt.

In diesem Beispiel würde sich das Fremdkapital um 100.000 Euro auf 650.000 Euro reduzieren, wodurch die Bilanzsumme auf 900.000 Euro fällt. Das Eigenkapital bleibt allerdings bei 250.000 Euro.

Demnach ergibt sich eine neue Eigenkapitalquote von: (250.000 / 900.000) * 100 = 27,78%.

Gleiches gilt für Gebäude. Ein Unternehmer muss nicht zwingend Eigentümer von allen Gebäuden sein.

Er kann diese auch verkaufen und anschließend zurückmieten. Dadurch würde sich erneut die Eigenkapitalquote erhöhen.

Daneben haben Aktiengesellschaften die Möglichkeit, ihre Eigenkapitalquote zu steigern, indem sie weitere Aktien ausgeben. Damit wächst das Eigenkapital der Aktiengesellschaft und somit dessen Anteil am Gesamtkapital.

Eigenkapitalquote versus Leverage-Effekt

Manch ein Investor mag das große Risiko und möchte auf sein eingesetztes Kapital (Eigenkapital) eine überdurchschnittlich hohe Rendite erhalten.

Die Erhöhung der Eigenkapitalrendite ist beispielsweise über eine Senkung der Eigenkapitalquote und damit der Benutzung von mehr Fremdkapital machbar.

Die Rechnung geht aber nur solange auf, wie die Fremdkapitalkosten (Zins auf Kredit) niedriger sind als die Gesamtkapitalrendite. Diesen Zusammenhang nennt man Hebel- oder Leverage-Effekt.

Damit kann das Unternehmen die restlichen freien Mittel für andere Investitionen nutzen, bei denen die Gesellschaft weitere Gewinne generieren kann. Der Investor des Unternehmens erhält dadurch einen erhöhten Gewinn auf sein eingesetztes Kapital.

Dem steht aber ein erhöhtes Risiko gegenüber. Denn bei starken Schwankungen der Kosten reduziert sich die Rendite auf das wenig eingesetzte Eigenkapital deutlich.

21. Oktober 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Michael Kempe
Von: Michael Kempe. Über den Autor

Der diplomierte Betriebswirt (FH) und ausgebildete Finanzjournalist beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem Kapitalmarkt – im Besonderen mit Aktien, Fonds und CFDs.