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Eigenkapitalquote-Formel: Das Verhältnis von Eigenkapital zu Gesamtkapital

Wenn es darum geht, Unternehmen zu bewerten, kommt oft die Eigenkapitalquote ins Spiel. Diese gibt an, zu welchem Teil eine Firma Eigenkapital besitzt. Das alles wird in Abhängigkeit vom Gesamtkapital berechnet.

Eigenkapitalquote-Formel

Die Berechnung der Eigenkapitalquote ist denkbar einfach. Man teilt das Eigenkapital durch das Gesamtkapital. Die Rechnung sieht demnach so aus:

Formel  

Eigenkapitalquote berechnen

?
Die Eigenkapitalquote gibt den Anteil des Eigenkapitals am Gesamtkapital an. Nach betriebswirtschaftlichen Grundsätzen sollte die Eigenkapitalquote nicht unter 30 % sinken.
$$\bo\text"Eigenkapitalquote" = (\text"Eigenkapital" / \text"Bilanzsumme"\)*100$$
Ergebnis berechnen

Für den Fall, dass das Eigenkapital von einem Unternehmen negativ sein sollte – das kommt vor, wenn der Konzern mehr Schulden hat, als er sich effektiv leisten kann – wird die Rechnung etwas abgeändert:

Eigenkapitalquote = Eigenkapital / (Gesamtkapital – Eigenkapital)

Das wird deswegen so umgestellt, damit die Eigenkapitalquote-Formel nicht kleiner als minus 100% ergeben kann.

Beispiele für die Berechnung

Die Bilanzen sind hierbei der entscheidende Faktor. Nur mit einem Blick auf diese Übersicht kann man genau erkennen, wo Forderungen vorhanden sind und welches Eigenkapital zur Verfügung steht.


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Nehmen wir ein Unternehmen mit einem Gesamtkapital von 20 Mio. €. Das Fremdkapital (also Verbindlichkeiten und beispielsweise Rücklagen) beträgt 14 Mio. €. Der Restbetrag von 6 Mio. € entspricht dem Eigenkapital.

Damit ergibt sich die Rechnung: Eigenkapitalquote = 6 Mio. € / 20 Mio. € = 0,3

Das bedeutet, das Unternehmen hat 30% Anteil Eigenkapital an der Bilanzsumme.

Eigenkapitalquote erhöhen

Wenn dieses Unternehmen nun die Eigenkapitalquote erhöhen möchte, gibt es dazu eine einfache Möglichkeit: Der Konzern zahlt seine Schulden zurück – er begleicht möglichst schnell einige offene Forderungen.

Nehmen wir an, er benutzt von den 6 Mio. € Eigenkapital immerhin 2 Mio. €, um Verbindlichkeiten zu begleichen, dann sieht die Rechnung schon anders aus:

Eigenkapitalquote-Formel = 4 Mio. € / 18 Mio. € = 0,22.

Damit kommen wir auf eine Quote von 22%.

Zugegeben, das ist weniger als die 30% von oben, allerdings fehlt hier noch ein entscheidender Schritt, sonst würde man tatsächlich auf diesem Weg die Eigenkapitalquote senken.

Es gilt zu beachten, welche Zinskosten für die Forderungen anfielen, die man getilgt hat. Das kann ein Dispokredit sein, aber auch günstigere Raten fallen ins Gewicht, denn diese sind monatlich über Jahre zu bezahlen.

Schafft man es, die Zinsen als Folgekosten für den Kredit aus der Bilanz zu entfernen, indem man die Schulden begleicht, sinken damit auch Bilanzsumme und Fixkosten. Das Gesamtkapital sinkt damit weiter und der Anteil von 22% wird dadurch wieder steigen.

Fazit: Eigenkapitalquote-Formel

Die Berechnung mit der Eigenkapitalquote-Formel ist ziemlich einfach. Entscheidend ist, dass man in der Bilanz erkennt, was alles zum Eigenkapital gezählt werden kann.

Um die Quote zu erhöhen, besteht auch die Möglichkeit, dass ein Unternehmen das Gesamtkapital verringert. So können Produktionshallen und Fahrzeuge verkauft und stattdessen geleast werden. Dadurch verringert sich die Bilanzsumme enorm, und das bei unverändertem Eigenkapital – somit steigt dadurch die Eigenkapitalquote.

3. Juni 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.