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Eigenkapitalrentabilität: Aussage über Zinsertrag in einer Rechnungsperiode

Die Eigenkapitalrentabilität wird auch als Unternehmerrentabilität, EK-Rendite oder EK-Rentabilität bezeichnet.

Auf Englisch heißt sie Return on Equity und wird mit ROE abgekürzt.

Die Rentabilität des eigenen Kapitals

Rentabilität bezeichnet das Verhältnis einer Gewinngröße zum eingesetzten Kapital. In Bezug auf das Eigenkapital ist die Eigenkapitalrentabilität eine betriebswirtschaftliche Kennzahl.

Sie beschreibt die Höhe der Verzinsung des Kapitals eines Kapitalgebers innerhalb einer Rechnungsperiode. Je nach Höhe kann die Eigenkapitalrendite zwei- oder sogar dreistellig sein. Die Eigenkapitalrentabilität wird in Prozent ausgedrückt und verändert sich in der Regel von Jahr zu Jahr.

Die Aussage der Eigenkapitalrentabilität bezieht sich neben dem Cashflow und der Gesamtkapitalrentabilität auf die Ertragskraft eines Unternehmens und soll diese messen.

Eigenkapitalrentabilität: Berechnung

Die Eigenkapitalrentabilität kann mit folgender Formel berechnet werden:

Formel  

Die Eigenkapitalrendite (ROE) berechnen

?
Mit dieser Formel berechnet man ganz einfach die Rendite des Eigenkapitals bei einer Aktiengesellschaft. Die häufig verwendete Bezeichnung "ROE" (Return on Equity) ist lediglich die englische Übersetzung von "Eigenkapitalrendite".
$$\bo\text"Eigenkapitalrendite" = (\text"Gewinn" / \text"Eigenkapital"\)*100$$
Ergebnis berechnen

Der Gewinn wird durch das Eigenkapital geteilt. Der Gewinn ist dabei der Jahresüberschuss eines Unternehmens. Dieser wird mit dem zu Beginn vorhandenen Kapital in Bezug gesetzt.

Aussage der Eigenkapitalrentabilität: Beispiel

Bei einer Kennzahl von 20% hat ein Unternehmen auf ein eingesetztes Eigenkapital von 100.000 € einen Gewinn von 20.000 € erzielt.

Mehr zum Thema: Eigenkapitalrentabilität: Interessante Kennzahl bei Investments

Die Eigenkapitalrendite ist nicht gleich der Rendite des Eigenkapitalgebers. Dieser erhält seine Rendite je nach Höhe der Kosten seiner Anteile.

Eigenkapitalrendite durch Leverage-Effekt erhöhen

Falls zum Eigenkapital noch Fremdkapital hinzukommt, erhöht sich dadurch nicht nur der Gewinn – es steigt auch die Eigenkapitalrentabilität.

Dieser Effekt nennt sich Leverage-Effekt oder auch Hebel-Effekt und bedeutet, dass schon durch kleine Veränderungen von Variablen große Effekte im Resultat erzeugt werden können.

Bei der Steigerung der Eigenkapitalrendite ist ein höherer Gewinn aber nur dann möglich, wenn ein Anleger das Fremdkapital günstiger aufnehmen kann, als die Gesamtkapitalrentabilität der Investition sein wird.

Mehr zum Thema: Was ist der RoI?

Durch die Berechnung der Gesamtkapitalrentabilität kann der Leverage-Effekt umgangen werden. Die Gesamtkapitalrentabilität gibt die Effizienz einer Investition innerhalb einer bestimmten Periode an.

Eigenkapital bei Aktiengesellschaften

Da zum Beispiel Aktionäre, die ihr Eigenkapital bei einem Unternehmen anlegen, das unternehmerische Risiko mit übernehmen, sollte die Eigenkapitalrentabilität bei Aktien höher ausfallen als die Erträge anderer Anlagen, wie zum Beispiel Bundesanleihen.

Der Anleger sollte also eine höhere Vergütung für das eingegangene Risiko erhalten.

Das Eigenkapital eines Unternehmens kann der Bilanz entnommen werden. Es findet sich auf der Seite der Passiva.

Mehr zum Thema: Bilanzsumme: Aktiva auf der einen, Passiva auf der anderen Seite

Das Eigenkapital kann dabei entweder Bezug der Endbestand (zum 31.12. eines Jahres), der Anfangsbestand (zum 1.1. eines Jahres) oder der Durchschnittsbestand des laufenden Geschäftsjahres sein.

9. Juli 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.