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Eigenkapitalrentabilität: Interessante Kennzahl bei Investments

Die Eigenkapitalrentabilität oder Eigenkapitalrendite gibt Aufschluss über die Wirtschaftlichkeit eines Unternehmens und dokumentiert die Verzinsung des Anleger-Investments innerhalb einer Rechnungsperiode.

Durch die Berechnung der Eigenkapitalrentabilität ist es einem Anleger also möglich festzustellen, ob sich seine Investition lohnt. Daher zollen viele Anleger dieser Kennzahl auch besondere Beachtung.

Eigenkapitalrentabilität als wichtige Kennzahl

Bevor in ein Unternehmen investiert wird, sollten die betriebswirtschaftlichen Kennzahlen des Unternehmens eingehender geprüft werden.

Mehr zum Thema: Kennzahlen beurteilen Unternehmenslage

Neben wichtigen Kennzahlen wie der Gesamtkapitalrentabilität und dem Cashflow sollte auch die Eigenkapitalrentabilität zur soliden Einschätzung der Ertragskraft eines Unternehmens nicht vergessen werden.

Datenbeschaffung und Berechnung

Um die Zahlen zur Berechnung der Eigenkapitalrentabilität zu erhalten, sollten Anleger den Jahresabschluss zu Rate ziehen. Hier sind alle Finanzkennzahlen einzusehen.

Die Eigenkapitalrentabilität lässt sich mit folgender Formel berechnen:

Formel  

Die Eigenkapitalrendite (ROE) berechnen

?
Mit dieser Formel berechnet man ganz einfach die Rendite des Eigenkapitals bei einer Aktiengesellschaft. Die häufig verwendete Bezeichnung "ROE" (Return on Equity) ist lediglich die englische Übersetzung von "Eigenkapitalrendite".
$$\bo\text"Eigenkapitalrendite" = (\text"Gewinn" / \text"Eigenkapital"\)*100$$
Ergebnis berechnen

Allerdings ist eine Bereinigung der Werte ratsam.


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Da nur der operative Gewinn für die Ermittlung der Eigenkapitalrendite von Bedeutung ist, kann auch die Kennzahl EBIT (engl. earnings before interest and taxes; übersetzt: „Gewinn vor Zinsen und Steuern“) herangezogen werden.

Eigenkapitalrentabilität = (EBIT / Eigenkapital) x 100

Diese Kennzahl ermöglicht den direkten Vergleich des Gewinns eines Unternehmens in verschiedenen Rechnungsperioden, ohne dass schwankende Steuersätze, Zinsaufwendungen etc. das Resultat verfälschen können.

Potenziellen Investoren gibt die berechnete Eigenkapitalrentabilität Hinweise auf die zukünftige Entwicklung des Unternehmens. Auch Vergleiche mit anderen Unternehmen sind mittels dieser Kennzahl leicht vorzunehmen.

Eigenkapitalrentabilität: Aussagekraft

Doch wie ist diese Kennzahl nun für den Anleger einzuordnen?

Eine niedrige Kennzahl kann auf überbewertete Aktiva mit der Gefahr zukünftiger Wertberichtigung hinweisen.

Auch zu stark gebundenes Kapital, zum Beispiel durch unnötig hohe Vorratsbestände, lässt die Eigenkapitalrentabilität sinken.

Eine relativ niedrige Eigenkapitalrentabilität sollte allerdings nicht zwangsläufig negativ beurteilt werden.

Die Kennzahlen sind branchenspezifisch zu betrachten und dementsprechend auch im Jahresvergleich bei gleich bleibender Berechnungsweise zu interpretieren.

Eine außergewöhnlich hohe Eigenkapitalrentabilität lässt auf einen temporären Ausnahmezustand schließen, insofern das Unternehmen keinen besonderen Marktstellenwert besitzt.

Mehr zum Thema: Welche Aspekte sind bei der Eigenkapitalrendite zu beachten?

Nicht nur eine Kennzahl betrachten

Investiert das Unternehmen seine Gewinne weiterhin mit konstanter Rentabilität, können Anleger mittels der Kennzahl der Eigenkapitalrentabilität durchaus Rückschlüsse auf zukünftige Unternehmensgewinne ziehen.

Diese Kennzahl gibt Anlegern also wichtige Hinweise, ob eine Investition in das Unternehmen wirklich lohnenswert ist oder man besser eine alternative Kapitalanlage sucht.

Jedoch sollte die Eigenkapitalrentabilität eines Unternehmens immer im Zusammenhang mit weiteren Finanzkennzahlen wie Erfolgs- und Liquiditätskennzahlen betrachtet werden.

Nur so können eine solide Unternehmensanalyse vorgenommen und zukünftige Entwicklungen annähernd vorhergesehen werden.

10. April 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sonja Hüsken. Über den Autor

Schon vor ihrem Studium der Volkswirtschaftslehre beschäftigte sich Sonja Hüsken intensiv mit dem Zusammenspiel von Politik und Wirtschaft und der Frage nach der richtigen Vorsorge. Immer im Fokus: Der Mehrwert der Information für den Leser.