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Eigenleistung beim Hausbau kann schnell teuer werden

Zahlreiche Immobilienbesitzer setzt auf Eigenleistung beim Hausbau, egal ob er selber Hand anlegt oder sich von Verwandten oder Nachbarn helfen lässt. Doch das kann schnell teuer werden.

Mehr als 400 Helfer verunglücken in Deutschland in jedem Jahr. Klar, dass sich da die Frage stellt, wer für die entstehenden Behandlungskosten aufkommt. Und das kann für den Bauherrn schnell teuer werden.

Eigenleistung beim Hausbau: Unfallversicherung wichtig

Denn wenn sich der Bauhelfer verletzt, zahlt die Unfallkasse nur in den seltensten Fällen. Oftmals werten die Versicherungen die Arbeit nämlich als Gefälligkeit – und zahlen dann nicht.

Jede einmalige Hilfe, die nicht über einen längeren Zeitraum ausgeführt wird, gilt rechtlich als Gefülligkeit. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn der Sohn oder die Tochter beim Malern oder Tapezieren helfen.

Mehr zum Thema: Eigenleistung am Bau lohnt nicht immer


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Hilfe von Nachbarn fällt hingegen oftmals unter den Punkt der Nachbarschaftshilfe. Diese basiert meist auf Gegenseitigkeit.

Dies bedeutet, dass sie vom Umfang her meist größer ausfällt und dafür eine Gegenleistung erwartet wird. Diese kann beispielsweise durch eine Kiste Wein erfolgen, aber auch dadurch, dass der Bauherr auf die Wohnung des Nachbarn aufpasst, wenn dieser in Urlaub ist.

Schwarzarbeit dringend vermeiden

Hierbei kann jedoch schnell die Grenze zur Schwarzarbeit überschritten werden, nämlich immer dann, wenn die Hilfe regelmäßig über einen längeren Zeitrau durchgeführt und durch eine feste Pauschale oder einen Stundenlohn bezahlt wird.

Wird diese Schwarzarbeit entdeckt, drohen dem Helfer bis zu 5 Jahren Gefängnis, der Bauherr kommt meist mit einem hohen Bußgeld davon.

Ganz klar sollte ebenfalls sein: Bei Verletzungen am Bau, die während der Schwarzarbeit entstanden sind, wird keine Versicherung aufkommen. Auch können sich Bauherren bei schlechter Arbeit nicht auf eine Gewährleistung oder Ausbesserungspflicht berufen.

Nachbarn bei Eigenleistung am Bau versichert

Bei einer reinen Nachbarschaftshilfe stehen die Chancen deutlich besser. Hier sind die freiwilligen Helfer nämlich über die BG Bau versichert, aber auch nur, wenn sie rechtzeitig angemeldet worden sind.

Bauherren müssen die Eigenleistung am Bau nämlich innerhalb einer Woche nach dem Beginn der Tätigkeit bei der BG Bau melden.

Hat er dies erledigt, zahlt er pro Arbeitsstunde zwischen 1,76€ und 2,07€ je Helfer für die Unfallversicherung. Er wird daher verpflichtet, über die einzelnen Stunden Buch zu führen.

Darüber hinaus muss er für ausreichende Sicherheit auf der Baustelle und für eine angemessene Schutzkleidung sorgen. Ansonsten drohen hohe Strafzahlungen, auch wenn die Helfer weiterhin versichert bleiben.

Lässt er die Wochenfrist für die Anmeldung hingegen verstreichen, macht er sich strafbar und sollte mit einem Bußgeld von bis zu 2.500€ rechnen.

Ausgenommen von der Versicherungspflicht sind Arbeiten, bei denen die Helfer nicht mehr als 40 Stunden auf der Baustelle beschäftigt sind.

Als Alternative für die gesetzliche Versicherung existieren auch private Anbieter. Hier lohnt sich im Zweifel ein genauer Vergleich der Konditionen.

6. März 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.