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Eigentumswohnung: Schützen Sie sich

Inzwischen gibt es am Markt zunehmend Interesse an Eigentumswohnungen. Auch die Preise steigen, die Zahl der Abschlüsse nimmt zu. Dank niedriger Zinsen und der Angst vor der nächsten Wirtschaftskrise gewinnt der Sachwert.

Viele unerfahrene Investoren haben Wohnungseigentum gekauft oder stehen kurz davor. Die Überraschung aber: Ihre Rechte sind beschränkter als gedacht. Eine ganze Gemeinschaft bestimmt mit.

Das wichtigste Organ ist die Eigentümerversammlung, die für Viele Neuland ist. Unsere Hinweise für 2011 sind daher eine erste Orientierung.

Eigentumswohnung: Die Eigentümerversammlung – mindestens einmal jährlich

Zumindest einmal im Jahr findet eine Eigentümerversammlung statt, wenn der Verwalter seinen Aufgaben nachkommt. Prüfen Sie im ersten Schritt, ob der Verwaltervertrag feste Termine oder Rahmentermine vorsieht – nur so können Sie rechtzeitig eine Versammlung sichern.


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Achtung: Sie können darauf bestehen, dass eine nicht beschlussfähige Versammlung – aufgrund zu geringer Teilnehmerzahl – oder eine von Ihnen benannte "Sondersituation" zu einer weiteren Eigentümerversammlung führt.

Dafür reicht es, wenn mehr als ein Viertel der Eigentümer eine weitere Versammlung einberufen möchte.

So gehen Sie vor: Tragen Sie den Wunsch auf jeden Fall schriftlich vor. Versenden Sie ihn an Verwalter und im Vorwege an die restliche Eigentümergemeinschaft.

Sie müssen den Grund für die "Sondersituation" genau formulieren. So etwa, wenn Sie den Verwalter "abberufen" wollen. Die Verträge mit Verwaltern werden in der Regel über mehrere Jahre abgeschlossen.

Sorgen Sie dafür, dass Sie über die wichtigsten Punkte informiert werden

Wenn Sie Eigentümer sind, haben Sie Anrecht auf folgende Dokumente: etwa den Wirtschaftsplan für das nächste Jahr, Kostenvoranschläge für anstehende Gemeinschaftsreparaturen, Angebote (auch mehrere für eine Reparatur), sämtliche Gutachter-Reports sowie die Abrechnung für das abgelaufene Wirtschaftsjahr.

Kein Anrecht haben Sie auf eine schriftliche Einladung. So lange der Absender der Einladung – der Verwalter – zu erkennen ist, sind die Formvorschriften für Sie kein Ablehnungsgrund. Nach Angaben des Vereins "Wohnen im Eigentum" reicht sogar eine SMS.

Achtung: Sorgen Sie dafür, immer rechtzeitig über die wichtigen Punkte informiert zu werden. In der Praxis laden einige Verwalter zu kurzfristig ein. Ihr Recht ist es, eine Einladungsfrist zu vereinbaren, die über die gesetzlich vorgeschriebenen zwei Wochen hinausgeht.

Diese Einladungsfrist ist in vielen Fällen der Rettungsanker, wenn Sie schwierige Entscheidungen vorbereiten müssen oder wollen. Gemeinsame, teure Dachreparaturen etwa sind ein klassischer Fall. Deshalb ist ein Vorgehen besonders wichtig:

Sehen Sie sich den Verwaltervertrag an und versuchen Sie schriftlich, genau an diesem Punkt eine generell längere Einladungsfrist zu vereinbaren. Etwa vier Wochen sollten reichen, um sich auf die Sitzungen des wichtigsten Organs, der Eigentümerversammlung, vorzubereiten. 

22. Juni 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Janne Joerg Kipp. Über den Autor

Janne Joerg Kipp ist der Experte für Wirtschaft und Geldanlage.