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Eigentumswohnung: Verwalter-Zustimmung bei Verkauf

Die Verwalter-Zustimmung zum Kauf einer Eigentumswohnung ist eine rechtlich in der Teilungserklärung verankerte Absicherung.

Diese soll die Gemeinschaft vor zahlungsunfähigen oder unseriösen Neu-Eigentümern schützen.

Sie haben als Verwalter – mit dieser aus Ihrer Sicht lästigen Aufgabe – eine gute Möglichkeit, Ihre Erträge weiter zu steigern.

Die Voraussetzungen zur Erschließung dieser zusätzlichen Einnahmequelle sind überschaubar.

1. Verwaltervertrag

In Ihrem Standard-Vertrag vereinbaren Sie für den Fall der Zustimmungspflicht eine angemessene Vergütung für Ihre Leistung.

Zusätzlich einigen Sie sich vertraglich auf eine zeitliche Frist, in der Sie dieser Pflicht nachkommen. Käufer und Verkäufer haben oft großes Interesse daran, den Kaufvertrag schnell unter Dach und Fach zu bringen.


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Jedoch passt die zeitaufwändige Terminierung dieses notariellen Vorgangs selten in Ihr Tagesgeschäft. Zudem haben Sie im Umfeld der Zustimmung immerhin eine, wenn auch marginale, Prüfungspflicht.

2. Nachweis der Verwalterbestellung

Für die reibungslose Abwicklung der notariellen Zustimmung zum Kaufvertrag ist ein sogenannter Verwalternachweis erforderlich. Dieser notarielle Nachweis bestätigt dem Notar, der den Kaufvertrag abwickelt, dass Sie tatsächlich der aktuelle Verwalter der betreffenden Gemeinschaft sind – und zwar schriftlich nachgewiesen in Form einer Urkunde.

Sie sind daher in der Pflicht, jede beschlussgemäße Verwalterbestellung im Protokoll notariell beglaubigen zu lassen. Die Kosten für diese Beglaubigung muss die Eigentümergemeinschaft tragen.

3. Aufklärung zum Ablauf

Aus Sicht der beiden betroffenen Parteien des Kaufvertrags scheint – und das zeigt die Praxis immer wieder – die Höhe Ihrer Vergütung relativ hoch. Zumal diese Gebühr in der Regel dem Käufer im Rahmen des Kaufvertrags aufgebürdet wird. Beiden Parteien ist aber kaum bewusst, was Sie in diesem Fall leisten (müssen). Dies sollten Sie Ihnen erläutern:

Zunächst einmal haben Sie sich diese Aufgabe nicht selbst ausgesucht, sondern sie wird Ihnen von der Teilungserklärung zwingend vorgeschrieben.

Ihre gesetzliche Prüfpflicht über die Seriosität und Solvenz des neuen Eigentümers erfordert zumindest eine qualifizierte Abfrage bei einer Auskunftei und im Zweifel sogar weitergehende Nachforschungen. Den Termin beim Notar und den damit verbundenen Zeitaufwand müssen Sie ebenfalls in Anrechnung bringen.

Summa summarum ergeben sich schnell 2 bis 5 Arbeitsstunden zuzüglich Fahrtkosten. Ausgehend von einem angemessenen Stundensatz (zwischen 70 und 120 € pro Stunde sind üblich) kommen da schnell einige Euro zusammen.

Was Sie für Ihre Zustimmung verlangen können

Die Höhe Ihrer Vergütung für Ihre Zustimmung zum Kauf einer Eigentumswohnung obliegt keinen gesetzlichen Vorgaben. Weder im Wohnungseigentumsgesetz noch in der Teilungserklärung gibt es Regelsätze. Sie können Ihren Kostensatz daher frei verhandeln und vertraglich vereinbaren.

Üblich sind Beträge zwischen 250 € und 500 €, wobei in Ballungsgebieten eher höhere Beträge gezahlt werden als in ländlichen.

Diesen Arbeitsaufwand haben Sie als Verwalter bei der Zustimmung zum Kaufvertrag

1.      Verwalternachweis: Die notarielle Beglaubigung der beschlussmäßigen Verwalterbestellung.Kosten: Die Gebühren für die Beglaubigung des Protokolls zahlt die Gemeinschaft. Ihren Arbeitsaufwand (circa 2 Stunden) aber nicht.

2.      Prüfungspflicht: Bevor Sie dem Kauf zustimmen, ist von Verwalterseite eine Prüfpflicht vorhanden. Mindestens eine Anfrage bei einer Auskunftei zum Hintergrund des Käufers ist nötig.Kosten: Zeitaufwand der Verwaltung circa 1 Stunde, plus Kosten für die Auskunftei.

3.      Zustimmung: Sie als Verwalter müssen persönlich beim Notar erscheinen.Kosten: Zeitaufwand circa 1 Stunde, plus Fahrtkosten.

4.      Aufnahme der Daten und Information des neuen Eigentümers (dies wird meist vergessen): Als Verwaltung müssen Sie den neuen Eigentümer mit dem Wirtschaftsplan und allen Informationen versorgen, die dieser benötigt. In der Fachsoftware muss der Eigentümer neu angelegt werden.Kosten: Zeitaufwand erneut circa 1 Stunde.

27. Dezember 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.