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Ein ganz besonderes Präsent: das Aktiendepot

Nicht jeder bekommt so etwas Wertvolles wie ein Aktiendepot geschenkt. Und nicht jeder hat etwas Derartiges zu verschenken. Dennoch kann es sich z. B. im Vorfeld einer Erbschaft als sinnvoll erweisen durch eine solche Schenkung Steuern zu sparen. Dabei gilt es verschiedene Punkte zu beachten.

Für wen kommt die Schenkung eines Aktiendepots in Frage?

Ältere Menschen, die neben Immobilien, weiteren Sachwerten, festverzinslichen Wertpapieren und Spareinlagen auch noch über Aktien verfügen, können durch rechtzeitige Schenkungen einzelner Vermögenswerte Steuern sparen.

Hierbei kommt es darauf an, unterschiedliche Steuersätze, Freibeträge und Fristen in die Überlegungen mit einzubeziehen. Wer beispielsweise einem Kind Vermögenswerte schenken möchte, kann dies bis zu einem Freibetrag von 400.000 € steuerfrei tun.

Wer zu Lebzeiten frühzeitig schenkt, kann den Freibetrag sogar mehrfach nutzen. Jeder Empfänger darf alle 10 Jahre Freibeträge auf das Vermögen immer wieder neu vollständig ausschöpfen. In einem solchen Fall kommt auch eine Übertragung eines Aktiendepots in Betracht.

Aktienkurse im Vorfeld einer Schenkung genau beobachten

Wer sich zu einer Schenkung eines Aktiendepots entschlossen hat, sollte die Aktienkurse im Vorfeld der Übertragung exakt beobachten und die Schenkung zu einem günstigen Zeitpunkt durchführen.

Was sich unmittelbar auf den Freibetrag auswirkt: Als Übertragungswert gilt der niedrigste am Schenkungstag ermittelte Kurs der Aktien. Voraussetzung ist jedoch, dass die jeweiligen Aktien an einer der Börsen Deutschlands im Freiverkehr oder im regulierten Markt notiert sind.

Die Aufmerksamkeit kann sich auszahlen. Wer die Schenkung zu einem niedrigen Kurs vollzieht, verbraucht weniger vom zur Verfügung stehenden Freibetrag. Die Aktien gehen in einem solchen Fall lediglich mit einem reduzierten Wert in die Berechnung ein.

Wie Sie bei der Schenkung der Abgeltungssteuer entgehen können

Dem Finanzamt kann man kaum entgehen. So fällt im Rahmen einer Schenkung eines Aktiendepots Abgeltungssteuer an, die der Schenkende für seine bis zu diesem Zeitpunkt erzielte Kursgewinne zu entrichten hat. Die Bank führt die Abgeltungssteuer automatisch ab.

Somit sind niedrige Aktienkurse zum Zeitpunkt der Schenkung auch im Hinblick auf die anfallende Abgeltungssteuer von besonderer Bedeutung. Dies allerdings nur, wenn Sie als Schenkender ihrer Bank nicht mitgeteilt haben, dass es sich hierbei auch um eine Schenkung handelt.

Wer ein Aktiendepot verschenken möchte, sollte seine erhöhte Aufmerksamkeit auf die Freibeträge, Steuersätze und Fristen richten. Und auch besonders auf schwache Phasen der Märkte achten.

Wer dies befolgt und noch dazu seine Bank von der Schenkung unterrichtet, kann Geld in Form der Abgeltungssteuer sparen bzw. Teile seines Freibetrags schonen. Beachten Sie bitte auch: Etwaige Verlustvorträge sind nicht übertragbar.

3. April 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Peter Hermann
Von: Peter Hermann. Über den Autor

Peter Hermann ist studierter Germanist und Sozialwissenschaftler und arbeitet seit vielen Jahren im Wirtschafts- und Finanzjournalismus. Sein Spezialgebiet sind die Offenen Investmentfonds. Darüber hinaus besitzt er die Zulassung zum Anlageberater nach § 34 f.