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O2 und E-Plus: Ein neuer Mobilfunkriese in Deutschland

Welche Auswirkungen bringt der Mega-Deal, die Fusion zwischen den beiden Mobilfunkanbietern O2 und E-Plus, für Sie als Kunde mit sich? Welche Chancen ergeben sich dadurch für Sie als Anleger?

Wir erklären Ihnen die Hintergründe der Fusion, wer genau wen übernimmt und wie sich die Fusion letztendlich nicht nur für Kunden, sondern auch für Investoren auswirkt. Dazu lohnt es sich, zunächst einen Blick auf die Lage am deutschen Mobilfunkmarkt vor der Fusion zu werfen.

Der deutsche Mobilfunkmarkt vor der Fusion

In Deutschland gibt es aktuell rund 113 Millionen Handyanschlüsse. Jeder Deutsche besitzt also durchschnittlich 1,4 Handys.

Dabei war T-Mobile 2013 mit 20,9% Marktführer, dicht gefolgt von dem britischen Konzern Vodafone. Allerdings hinkte dieser bei der Anzahl der Vertragskunden mit 22,4% Marktanteil der Telekom nur leicht um 1,9% hinterher. Jeder fünfte Handynutzer war also mit einem Mobiltelefon der „beiden Großen“ unterwegs.


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Auf den weiteren Plätzen folgten O2 mit 13,5%, E-Plus mit 9,5% und die Billiganbieter Aldi Talk mit 8,5% bzw. die E-Plus Tochter Base mit 5,5% Marktanteil. Gerade für diesen bedeutete die Fusion gravierende Veränderungen.

Wer genau steckt hinter der Fusion?

Bei den beteiligten Parteien handelt es sich um die beiden kleinsten deutschen Mobilfunkanbieter E-Plus und O2. Diese sind wiederum Tochtergesellschaften der niederländischen KPN und der spanischen Telefonica.

Das größte Problem für die kleinen Anbieter ist es, den äußerst kostspieligen Netzausbau voranzutreiben. Besonders die Umstellung auf das neue High-Speed Mobilfunkinternet LTE verschlingt enorme Summen.

Auswirkungen für die Kunden

Vorerst änderte sich nichts für die Kunden, nach Auskunft der Gesellschaftent. Experten sprechen allerdings davon, dass sich die Netzqualität deutlich verbessert, da Kunden nun auf die Mobilfunknetze beider Anbieter zugreifen können.

Durch den Zusammenschluss der Nummer 3 und 4 verschieben sich so auch die Machtverhältnisse am deutschen Mobilfunkmarkt. O2 und E-Plus bringen es zusammen auf 44 Millionen Kunden, wohingegen die Telekom mit 37 Millionen bzw. Vodafone mit 36 Millionen Kunden ihre Vorherrschaft verlieren werden.

Die größte Hürde der Fusion war es, die Zustimmung des Kartellamts zu erhalten. Das war vor allem deshalb problematisch, weil es bisher die Aufgabe von E-Plus war, die „Großen“ unter Druck zu setzen, damit die Preise am Markt sinken. Bis Ende 2014 bietet O2 daher – auf Wunsch der EU-Kommission – ein Paket für einen vierten Anbieter an.

Positive Aspekte für Anleger

Steigende Mobilfunkpreise haben allerdings auch etwas Gutes. Aus Sicht eines Anlegers und Investors sorgen sie für steigende Umsatzzahlen in den jeweiligen Unternehmen.

Wenn die Kosten zudem auf gleichem Niveau beibehalten werden, werden die Mobilfunkgesellschaften einen größeren Gewinn erzielen, was mit steigenden Aktienkursen und Dividenden belohnt wird.

29. Juli 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Felix Gode. Über den Autor

Felix Gode hegt eine langjährige Leidenschaft für die Börse. Er studierte Wirtschaftsrecht an der Hochschule Pforzheim und der California State University in Chico/USA.