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Ein Wertpapierdepot für Kinder – hilft auch beim Steuernsparen

Ein solides Wertpapierdepot steht für langfristigen Vermögenszuwachs. Deshalb eignet es sich auch hervorragend zur finanziellen Vorsorge für den eigenen Nachwuchs oder die Enkel, beispielsweise als Geschenk zur Taufe oder Einschulung.

Junior Depot für Kinder als Vorsorge

Frühzeitig angelegt, können etwa Fondsparpläne mit guten Renditen die Basis für Zeiten schaffen, in denen Kinder teuer werden – sei es der Führerschein, das erste Auto oder ein Studium, das mit Auslandsaufenthalt gut um die 40.000 € kosten kann.

Mit speziellen Junior Depots für Kinder bietet eine Reihe von Banken die Möglichkeit, Depots auf den Namen der Kinder abzuschließen. In Sachen Rendite sind sie die bessere Variante zum verbreiteten einfachen Kinderkonto mit mageren Sparbuchzinsen. Auch bei Junior Depots kann alternativ oder zusätzlich zu einer Einmaleinlage schon ab 25 € pro Monat regelmäßig gespart werden.


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Die Konditionen der Anbieter sind im Detail unterschiedlich und richten sich zum Teil nach bestimmten Mindestanlagesummen, Trades pro Jahr oder anderen Kriterien. Davon kann dann wiederum abhängen, inwiefern ein Junior Depot kostenpflichtig ist. Derzeit bieten etwa ING DiBa und Comdirect grundsätzlich kostenlose Depots, bei Cortal Consors oder Netbank gibt es Einschränkungen. Unterm Strich aber muss kostenlos nicht die günstigste Variante sein.

Der Nachwuchs profitiert von eigenen Freibeträgen

Günstig ist auf jeden Fall, dass auch Kinder von Steuerfreibeträgen profitieren. Wer Steuern auf Kapitalerträge zahlt und einen Teil seines Vermögens ohnehin für den Nachwuchs ausgeben wird, kann frühzeitig den zusätzlichen Freibetrag der Kinder nutzen und den Fiskus ausbremsen.

Zählt man den Grundfreibetrag von 8.472 €, den Sparer-Pauschbetrag von 801 € und den Sonderausgaben-Pauschbetrag zusammen, kann der Sprössling jährlich bis 9.309 € Zinsen, Kursgewinne oder Dividenden steuerfrei einstreichen.

Liegt der Wert unterhalb dieser Grenze, beantragt man eine Bescheinigung zur Nichtveranlagung, damit die Bank keine Abgeltungssteuern automatisch abführt. Um die zu vermeiden muss außerdem das Depot als Schenkung angezeigt werden, da es anderenfalls als Neuanschaffung bewertet wird.

Kein Freibrief zur Bereicherung

Doch bei aller Freude über den Steuerspareffekt, ein Depot für den Nachwuchs darf nicht zur Bereicherung der Eltern führen. Die führen das Konto bis die Kinder geschäftsfähig sind. Wer das Geld bzw. die Werte schnell zurückholt, bevor sie selbst darüber bestimmen, muss mit Ärger durch das Jugendamt bzw. das Familiengericht rechnen, sobald der Vorgang auffällt.

Ein Geschenk an die Kinder dient nicht als Ersatz für Unterhaltsleistungen mit Steuerspareffekten durch die Hintertür. Auch der Fiskus geht von einem „echten“ Geschenk und nicht von einer Art Darlehen aus. Schrumpft der Betrag des Kindes unverhältnismäßig, kann es zu Nachforschungen kommen.

Was sich mit der Volljährigkeit ändert

Sollten Eltern tatsächlich unerwartet in finanzielle Schwierigkeiten geraten, während der Nachwuchs über einen relativ ansehnlichen Geldbetrag verfügt, so können sie mit ihm frühestens ab 18 etwa einen Darlehensvertrag schließen. Wenn dann der erwachsene Sohn oder die Tochter den Eltern aushilft, ist das eine problemlose Regelung unter Erwachsenen. Eine Garantie, dass die Kinder mitziehen gibt es aber nicht. Ebenso wenig, dass sie das Geld in einer gewünschten Art verwenden.

Deshalb sollte man von Anfang an nur das anlegen, was man entbehren kann. Sind es hohe Summen, so sollte man stets im Auge behalten, dass auch Minderjährige mit höheren Kapitaleinkünften unter Umständen eigene Krankenversicherungsbeiträge zahlen müssen. Eigenes Einkommen und Vermögen wirken sich zudem auf Förderungen wie etwa Bafög aus. Nicht zuletzt gibt es eine Einkommensgrenze beim Bezug von Kindergeld nach der ersten Berufsausbildung.

18. August 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.