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Eine Definition der Mikroökonomie für jedermann

Was genau unter Mikroökonomie zu verstehen ist, ist nicht nur für jeden Studenten der Volkswirtschaftslehre von Interesse. Die Mikroökonomie betrifft jeden. Schließlich sind alle Teil einer Volkswirtschaft und somit Bestandteil der Mikroökonomie.

Mikroökonomie: Abgrenzung zur Makroökonomie

Die Mikroökonomie bildet neben der Makroökonomie praktisch eine „Hälfte“ der Volkswirtschaftslehre. Grundlegend kann man die beiden Disziplinen Mikro- und Makroökonomie anhand ihres Fokus unterscheiden.

Während sich die Makroökonomie mit einer Großaufnahme der Volkswirtschaft befasst, wird im Rahmen der Mikroökonomie ein genauerer Blick auf einzelne Bereiche geworfen, sozusagen Detailaufnahmen. Daher auch der Name, der sich aus dem altgriechischem mikros = klein (sowie oikos = Haus und nomos = Gesetz) ableitet.

So werden mit Hilfe der Mikroökonomie die Handlungen und Entscheidungen von einzelnen „Teilnehmern“ der Volkswirtschaft untersucht. Zu diesen Akteuren zählen klassischerweise Haushalte, Unternehmen oder auch die öffentliche Hand.

Grundannahmen der Mikroökonomie

Eine Grundannahme der Mikroökonomie, wie sie an deutschen Hochschulen und Institutionen weit verbreitet ist, ist der homo oeconomicus, ein gänzlich wirtschaftlich rational handelnder Mensch. Dieser stellt allerdings kein Abbild der Realität dar, sondern ist vielmehr ein idealtypisches Modell, der wissenschaftliches Arbeiten erleichtert.

Das Hauptaugenmerk der Mikroökonomie liegt laut Definition auf dem Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage, welche sich gegenseitig beeinflussen und voneinander abhängig sind. So gibt es im Verständnis der Volkswirtschaft kein Angebot ohne Nachfrage und umgekehrt.

Im Optimalfall sind Nachfrage und Angebot im Gleichgewicht. Dieser Status, in dem weder zu viel noch zu wenig produziert und nachgefragt wird, ist der angestrebte Idealzustand.

Das Verhältnis von Angebot und Nachfrage bestimmt auch die Preisbildung auf dem Markt. Als Faustregel gilt: Je höher die Nachfrage und je geringer das Angebot, desto höher der Preis. Umgekehrt: Je höher das Angebot und je geringer die Nachfrage, desto niedriger der Preis.

Im Sinne der Mikroökonomie sind die Wirtschaftssubjekte voneinander abhängig. Andererseits nehmen aber auch die einzelnen Märkte aufeinander Einfluss. Steigt beispielsweise die Nachfrage nach Kaffeepadmaschinen, dann sinkt die Nachfrage nach Filtermaschinen. Einen Einfluss auf den Markt von Jeanshosen wird der Kaffeemaschinenmarkt dagegen nicht haben.

Bei der Mikroökonomie wird laut Definition unterstellt, dass die Nachfrager (zumeist Haushalte)  von anderen Interessen gelenkt werden als die Anbieter (zumeist Unternehmen). So ist die Priorität der Nachfrager die Nutzenmaximierung. Dies bedeutet, dass sich z.B. ein Haushalt immer für das Produkt entscheidet, welches ihm einen höheren Nutzen bringt.

Produzenten streben dagegen nach Gewinnmaximierung. Sie versuchen also so zu produzieren, dass sie einen maximalen Gewinn erzielen. Dies erreichen sie entweder dadurch, dass sie die Kosten für eine bestehende Produktion minimieren oder dadurch, dass sie für einen bestimmten Kostensatz mehr Produkte herstellen und damit auch mehr verkaufen können.

Die Mikroökonomie geht also als Wirtschaftswissenschaft von vereinfachenden Grundannahmen und Modellen aus. Diese haben den Vorteil, dass sie die (wissenschaftliche) Untersuchung vereinfachen bzw. überhaupt erst ermöglichen. Zum anderen bergen sie aber auch den Nachteil, dass sie nicht immer der Realität entsprechen.

5. November 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sebastian Grünewald. Über den Autor

Sebastian Grünewald ist freier Autor und Redakteur mit mehrjähriger Erfahrung. Er vermittelt einer breiten Leserschaft ökonomische Zusammenhänge und Themenfelder wie private Vorsorge und Geldanlage mit einfachen Worten.