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Eine Lebensversicherung aufzulösen ist ein Verlustgeschäft

Lebensversicherungen werden meistens in den ersten Jahren der Berufstätigkeit abgeschlossen und haben häufig Laufzeiten von 30 Jahren oder mehr. Innerhalb dieser 30 Jahre kann viel passieren, weshalb finanzielle oder persönliche Notsituationen oder einfach nur bessere Anlagemöglichkeiten, die Sparer daran zweifeln lassen, ob sie ihre Lebensversicherung tatsächlich weiterlaufen lassen wollen.

Mit dem Entschluss eine Lebensversicherung aufzulösen, sind aber einige Aspekte verbunden, die bei diesem Schritt unbedingt bedacht werden müssen. Schließlich erhalten Kunden nie den vollen Wert zurück, den sie tatsächlich eingezahlt haben, und erleiden so unter Umständen große Verluste.

Eine Lebensversicherung aufzulösen bringt Verluste mit sich

Im Schnitt werden 80 % aller Lebensversicherungen vor Ablauf der Police gekündigt, so die Statistik. Das Geschäft machen dabei die Versicherungsgesellschaften, die Versicherten erhalten nämlich nicht ansatzweise so viel zurück, wie sie eingezahlt haben. Üblich ist es, dass nur ein Rückkaufswert der Lebensversicherung ausgezahlt wird, wenn diese vorzeitig aufgelöst wird.

Der Grund für diese Verluste ist, dass in den ersten Jahren kaum Rückstellungen gemacht werden, sondern die ersten Beiträge dafür da sind, die Provisionen der Versicherungsvermittler und die Verwaltungs- und Bearbeitungsgebühren für die Lebensversicherung zu bezahlen. Erst wenn diese Beträge alle abbezahlt sind, wird gespart.

Je früher die Lebensversicherung aufgelöst wird, desto teurer ist es

Ein weiteres Manko bei dem Schritt eine Lebensversicherung aufzulösen ist die Tatsache, dass der Kündigende auch noch Stornogebühren bezahlen muss. Je früher also eine abgeschlossene Lebensversicherung wieder gekündigt wird, desto geringer ist der Betrag, den der Versicherte erhält.


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Seit 2008 müssen die Kosten, die der Abschluss der Versicherung mit sich bringt, über fünf Jahre verteilt abgetragen werden, und nicht direkt zu Beginn und auf einen Schlag. Kunden, die also kurz nach Abschluss der Lebensversicherung selbige wieder auflösen, sind die Verluste dadurch geringer als noch vor 2008 – unrentabel ist die Kündigung trotzdem.

Kunden, die ihre Lebensversicherung auflösen, verlieren ihren Versicherungsschutz im Fall von Tod (bei dem das Geld an die Hinterbliebenen geht), Berufsunfähigkeit oder Krankheit. Auch Steuervorteile, die sich auf die Erträge der Versicherung beziehen, können mit der Kündigung dann wegfallen.

Testweise kündigen, um Rückkaufwert zu erfahren

Informationen darüber, wie hoch der Rückkaufwert bei einer Kündigung wäre, geben die Versicherungsgesellschaften ungerne preis. Dieser Wert ist aber für alle Sparer wichtig, die darüber nachdenken ihre Lebensversicherung vorzeitig aufzulösen. Allerdings gibt es die Möglichkeit testweise zu kündigen. Die Versicherung muss dann die Police abrechnen und dem Kunden mitteilen.

Die Kündigung kann je nach Vertrag problemlos wieder zurückgezogen werden, bei monatlicher Beitragseinzahlung gilt beispielsweise häufig dafür eine Frist von vier Wochen. Lebensversicherungen aufzulösen ist meistens nicht empfehlenswert, da die Verluste sehr groß sind.

Ein Neuabschluss lohnt sich aufgrund der Zinslage ebenfalls nicht, besser wäre eine Investition in Aktien. Dies ist zwar mit einem höheren Risiko verbunden, je nachdem für welche Option man sich entscheidet, dafür sind die Erträge meist höher.

12. Juli 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.