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Einfuhrpreise der Industrie – Ursachen und Auswirkungen

Die Einfuhrpreise der Industrie behandeln die Kosten der eingeführten Waren. Mithilfe einer Statistik dieser Preise lassen sich unterschiedliche Wirtschaftsanalysen erstellen. So zeigt eine Veränderung der Einfuhrpreise, ob die Waren aus dem eigenen Land teurer oder billiger werden. Für Privatpersonen ist hierbei die eigene Kaufkraft richtungsweisend. Für Privatanleger dagegen gilt es, auf den Aktienkurs zu achten. Unternehmen, die für importierte Waren mehr zahlen müssen, machen weniger Gewinn.

Höhere Einfuhrpreise der Industrie

Steigen die Einfuhrpreise der Industrie, dann bekommen die Unternehmen aus dem Einfuhrland weniger Material für ihr Geld. Produziert ein Betrieb in Deutschland und hat einen ausländischen Zulieferer, so steigen die Produktionskosten. Dasselbe gilt für Unternehmen, die Rohstoffe aus dem Ausland beziehen. Die steigenden Einfuhrpreise der Industrie wirken sich unmittelbar auf das Endprodukt und dessen Preis aus.

Höhere Importpreise führen deshalb mittelfristig zu höheren Herstellungskosten. Außerdem kann es passieren, dass Unternehmen deshalb ihre Produktion reduzieren. Der Kunde muss am Ende mehr für ein Produkt zahlen. Insofern sind Privatpersonen auch von dieser Statistik betroffen, wenn verkündet wird, dass die Einfuhrpreise der Industrie gestiegen sind.

Sinkende Einfuhrpreise der Industrie

Sollten die Einfuhrpreise dagegen sinken, ist das ein positives Zeichen für Importeure. Unternehmen erhalten dann mehr Waren aus dem Ausland für ihr Geld. Dadurch sinken auch die Produktionskosten und Firmen haben die Möglichkeit, mehr zu produzieren. Der Kunde kann am Ende die Waren günstiger kaufen, was wiederum für mehr Absatz sorgt.

Einfuhrpreise – Beispiel Energie

Grundsätzlich sollte langfristig mit steigenden Einfuhrpreisen der Industrie gerechnet werden – insbesondere dann, wenn es um Energie geht. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie zeigt im Chart, wie sich die Einfuhrpreise in den vergangenen 20 Jahren verändert haben.

Einfuhrpreise Energie

Wie man sieht, hat sich der Einfuhrpreis für Steinkohle etwa verdoppelt. Rohöl kostet inzwischen fünfmal so viel im Einfuhrpreis als vor 20 Jahren. Erdgas hat sich vergleichsweise „nur“ mehr als verdreifacht.

Aus diesen Daten kann gefolgert werden, dass die Energiepreise auch in Zukunft eher steigen werden. Von dem Preiseinbruch 2009 aufgrund der beginnenden Schuldenkrise einmal abgesehen, steigen die Einfuhrpreise für Energie in Deutschland regelmäßig – sicher mit ein Grund, auf die Energiewende zu setzen.

Einfuhrpreise in der Industrie: Fazit

Auch wenn die Einfuhrpreise in Deutschland sehr abhängig von den Energiekosten sind, gibt es durchaus positive Meldungen für den Endverbraucher. So sinken meist die Kosten für neue Technologie. Beispielsweise war der Einfuhrpreis für Smartphones in Deutschland im Januar 2014 fast 15% billiger als ein Jahr zuvor. Die Einfuhrpreise der Industrie werden einmal pro Monat bekannt gegeben und jeweils mit denen des Vormonats verglichen.

Privatanleger sollten sich dessen bewusst sein, das höhere Einfuhrpreise oft gleichbedeutend sind mit weniger Gewinn. Steigen also in einem Sektor die Einfuhrpreise der Industrie erheblich an, sollten Investoren einen Bogen um diese Unternehmen machen.

Andersherum sorgen günstigere Importe für steigende Gewinne, weil die Produktionskosten dann sinken. Ein Investment zu diesem Zeitpunkt ist auf jeden Fall lukrativer.

Je nach Rohstoff unterliegen die Einfuhrpreise der Industrie starken Schwankungen. So kann es durchaus vorkommen, dass sich die Preise schnell verändern. Das liegt dann aber selten an den eigentlichen Herstellungskosten. Vielmehr sind häufig politische oder wirtschaftliche Probleme die Ursache für stark schwankende Preise.

Und natürlich gilt dies auch andersherum: Wenn die Lage geklärt ist, sorgt die Lösung der Situation dafür, dass die Einfuhrpreise der Industrie sich wieder normalisieren.

9. April 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.