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Einkommenssteuer: Dank Grenze Steuern sparen

Üblicherweise freut sich jeder über einen Zuwachs bei den Einkünften – aber Vorsicht: in Deutschland gilt die progressive Einkommensteuer. Das bedeutet: Arbeiter, Angestellte und Selbständige zahlen für mehr Einkommen auch mehr Steuern. Entscheidend für die Höhe der Einkommenssteuer ist der letzte Euro eines Verdienstes.

Er bildet die Einkommensteuer-Grenze zur nächsten Stufe, ab der ein Steuerpflichtiger prozentual und absolut mehr Steuern auf sein Einkommen zahlen muss. In den mittleren Einkommensregionen gehen von jedem zusätzlichen Euro ca. 33 Cent an den Fiskus.

Darüber hinaus gelten bestimmte Grenzsteuersätze, die fünf Tarifzonen kennzeichnen, in denen die Progression unterschiedlich stark ansteigt. Schließlich gibt es bedeutsame Steuersätze wie den von 25%, der die Einkommenssteuer-Grenze für die Abgeltungssteuer darstellt. Bis zu diesem Limit werden Einkünfte aus Kapitalerträgen nach dem individuellen Grenzsteuersatz veranlagt, danach nur noch pauschal mit 25%.

Einkommenssteuer-Grenze: Die fünf Tarifzonen

Für jeden Steuerpflichtigen gibt es den Grundfreibetrag, auf den der Staat keine Steuern erhebt. Er dient in erster Linie der Sicherung des Existenzminimums, hat aber für jeden Steuerpflichtigen auch steuermildernde Wirkung. Für das Jahr 2013 gilt dafür eine Einkommensteuer-Grenze von 8.130 €.

Ab dem 8.131. Euro wird die Einkommensteuer mit einem Satz von 14% fällig. Sie wird jedoch nur auf die Beträge oberhalb des Grundfreibetrages fällig. Ein Einkommen von 10.000 € „kostet“ dann schon fast 350 €. Diese Summe ergibt sich aus dem Verdienst von 1.870 € über dem Grundfreibetrag und dem Fortschreiten der Progression auf 17,5% plus Solidaritätszuschlag. In dieser zweiten Tarifzone steigt der Steuersatz am stärksten an. Über die relativ kurze „Wegstrecke“ von 7.500 € „verteuert“ sich das Einkommen um über 10%.

Da Arbeitnehmer mit diesen Einkünften trotzdem im Niedriglohnbereich verbleiben, in dem jeder Euro wichtig ist, empfiehlt sich hier immer eine Absprache mit dem Arbeitgeber. Dieser kann geldwerte Vergünstigungen gewähren, die dann auch zu 100% beim Arbeitnehmer ankommen.

Ab dem Steuersatz von 24,7% steigt die Progression nur in geringem Maße linear an. Auf 4.000 € Mehrverdienst kommen durchschnittlich gerade noch 2% Progression, bis der Spitzensteuersatz von 42% erreicht ist. Das ist bei einem Einkommen von 52.882 € der Fall. Die fünfte Stufe der Progression stellt ein Einkommen ab 250.731 € dar. Hier erhebt der Fiskus den so genannten Reichensteuersatz von 45%.

Einkommensteuer Grenze – der individuelle Grenzsteuersatz

Die Bedeutung des individuellen Grenzsteuersatzes besteht darin, festzustellen, inwieweit sich eine Steigerung der Einkünfte oder deren Verringerung in der Steuererklärung durch Werbungs- oder Betriebskosten lohnt. Für eine schnelle Berechnung stehen im Internet Einkommensteuer Rechner zur Verfügung.

In erster Linie geht es darum, den Aufwand für eine berufliche Mehrbelastung richtig einzuschätzen. Wenn für z.B. 3.000 € mehr Jahreseinkommen die Lebensqualität stark leidet, und real nur etwa 1.900 € beim Arbeitnehmer ankommen, lehnt mancher ein entsprechendes Angebot auch ab.

30. September 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Daniela Kunath
Von: Daniela Kunath. Über den Autor

Daniela Kunath arbeitet als freie Autorin für verschiedene Projekte. Persönlich interessiert sie sich seit vielen Jahren für den Bereich Finanzen und Investments und gibt dieses Wissen passioniert an interessierte Leser weiter.