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Einkommenssteuererklärung: Fast immer gibt es Geld zurück

Alle Bürger, die ein Einkommen über dem Steuerfreibetrag erwirtschaften oder beziehen, müssen auch Einkommensteuer bezahlen – aber die meisten zahlen zu viel.

Was das Jahr über pauschal als Lohnsteuer an das Finanzamt geht, ist am Jahresende in der Summe oft zu hoch. Das zeigt sich, wenn die tatsächliche Berechnungsgrundlage ermittelt wird. Das Prozedere der Steuerzahlung ist genau festgelegt.

Selbstständige wie Gewerbetreibende, Freiberufler oder Gesellschafter von Personengesellschaften, entgehen der Zuzahl-Falle, da sie grundsätzlich eine Steuererklärung abgeben müssen.

Auch Rentner sind zur Abgabe der Einkommensteuer Erklärung 2013 verpflichtet, wenn ihre Bezüge 1.500 € im Monat überschreiten, und sie bisher keine Steuererklärung gemacht haben. Wer nur den Grundfreibetrag erwirtschaftet, muss auch keine Einkommensteuererklärung abgeben – er verschenkt dann auch nichts. Die großen Sponsoren des Fiskus sind die normalen Arbeitnehmer.

Einkommensteuererklärung: Warum Arbeitnehmer nicht darauf verzichten sollten

Arbeitnehmer können auf die Einkommensteuererklärung verzichten, da sie ja bereits jeden Monat automatisch Zahlungen in der gesetzlich vorgeschriebenen Höhe an den Fiskus leisten. Deswegen spielt auch die Einkommenshöhe dabei keine Rolle. Ausgenommen sind jedoch Arbeitnehmer-Ehepaare, bei denen ein Partner die Steuerklasse III oder V gewählt hat.

Von der gezahlten Einkommensteuer können Arbeitnehmer am Jahresende jedoch einiges vom Finanzamt zurückholen. Wenn es steuerlich absetzbare Ausgaben über das Jahr gibt, macht eine Einkommensteuererklärung am Jahresende doch Sinn.

Zwar betrachten viele Arbeitnehmer die Einkommensteuer Erklärung als lästige Pflicht, aber in diesen Fällen lohnt es sich fast immer. Nach Berechnungen von Experten liegen die Rückzahlungen durchschnittlich bei etwa 800 €.

Da ist ein guter Stundensatz beim Ausfüllen der Einkommensteuererklärung garantiert. Im Gegenzug wird auch verständlich, warum der Staat in diesem Fall mit so viel Kulanz an die Steuerpflicht heran geht. Denn auf diese Weise erreicht er jährlich Hunderte Millionen Einnahmen, die eigentlich gar nicht vorgesehen sind.

Einkommensteuererklärung: Wer sich nicht abgeben muss

Die Einkommensteuererklärung wird nicht notwendig, wenn ein Alleinstehender ausschließlich Einkünfte aus nicht selbstständiger Arbeit unterhalb des Steuerfreibetrages erzielt hat bzw. bei Ehepaaren das Einkommen den doppelten Betrag nicht übersteigt. Das Limit liegt im Jahr 2016 bei 8.652 bzw. 17.304 €.

Solche Einkommen entstehen typischer Weise durch die Ausübung von Minijobs, die ja auch nicht sozialversicherungspflichtig sind, oder durch den Bezug von Arbeitslosengeld, Kurzarbeitergeld, Elterngeld oder niedrigen Renten. Gemeinsam veranlagten Paare, bei denen ein Partner jedoch Lohn oder Gehalt empfängt und eine Minderung seiner Zahlungen in der Einkommensteuer Erklärung 2013 geltend macht, müssen diese Beträge angegeben.

Auch wenn sich ein Paar im Jahr der Steuerpflicht getrennt und einer von beiden in diesem Zeitraum wieder geheiratet hat, wird die Einkommensteuer Erklärung fällig. Das Gleiche gilt für Einkommen, die bei mehreren Arbeitgebern erzielt und nicht pauschal versteuert wurden.

10. Januar 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Daniela Kunath
Von: Daniela Kunath. Über den Autor

Daniela Kunath arbeitet als freie Autorin für verschiedene Projekte. Persönlich interessiert sie sich seit vielen Jahren für den Bereich Finanzen und Investments und gibt dieses Wissen passioniert an interessierte Leser weiter.