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Einkommenssteuer-Freibetrag: Wie Bürger steuerlich profitieren können

Jeden Bürger freut es, wenn er weniger Steuern zahlen muss. Aber nicht alle nehmen die bestehenden Möglichkeiten wahr. Dabei sind im deutsche Steuerrecht zahlreiche Freibeträge vorgesehen, die der steuerlichen Belastung der Bürger unter bestimmten Voraussetzungen ein wenig die Last nehmen.

Diese Instrumente sind natürlich nicht nur zur Freude der Bürger vorgesehen. Mit ihnen kann der Gesetzgeber Entwicklungen fördern, die dem Gemeinwesen dienen. Ein Einkommenssteuer-Freibetrag ist deshalb auch nicht statisch und zeitlich unbegrenzt, sondern wird periodisch der aktuellen sozialen und wirtschaftlichen Lage angepasst.

Das bekannteste Beispiel ist der Einkommenssteuer-Grundfreibetrag. Am Beispiel des Grundfreibetrages, der das Existenzminimum der Bürger sichern helfen soll, wird das Wesen des Einkommensteuer-Freibetrages deutlich. Der allgemeine Charakter Grundfreibetrages ist jedoch eine Ausnahme. Jeder Einkommenssteuer-Freibetrag erfüllt eine eigene Aufgabe.

Einkommenssteuer-Freibetrag: Für Kinder

Das Einkommen eines Bürgers ist die eine Sache, welche Ausgaben er damit decken muss, eine andere Sache. Wer Kinder hat, muss seine Einkünfte mit anderen teilen. Da der Staat auch für gute Bedingungen zur natürlichen Regeneration seiner Einwohner sorgen muss, lässt er Eltern mit dieser Aufgabe nicht allein.

Die staatliche Kinderfürsorge ist sogar doppelter Natur: Einerseits erhalten die Elternteile, bei denen die Kinder leben, Kindergeld, andererseits gilt für jedes Kind ein Einkommensteuer-Freibetrag. Dieser beträgt 2016 insgesamt 7.248 €, und enthält auch den Freibetrag für Betreuungs- und Ausbildungsbedarf in Höhe von 2.640 €. Eltern, die nicht zusammen veranlagt werden, können jeweils den halben Einkommenssteuer-Freibetrag steuerlich geltend machen.

Um das Steuerverfahren nicht zu komplizieren, werden bei der Berechnung der Einkommensteuer das gezahlte Kindergeld und die Steuerersparnis durch den Einkommensteuer-Freibetrag in der für den Steuerpflichtigen günstigsten Weise miteinander verrechnet. Auf den Solidaritätszuschlag und auf die Kirchensteuer wird der Kinderfreibetrag trotzdem noch angerechnet.

Einkommenssteuer-Freibetrag: Auf unterschiedliche Einkunftsarten

Auch die Frage, unter welchen Bedingungen ein Steuerpflichtiger sein Einkommen erzielt, kann zu einem Einkommensteuer-Freibetrag führen. So gelten für die Land- und Forstwirtschaft sowie Gewerbetreibende Freibeträge, die den rechtlichen Nachteil aus dem Verhältnis von Unternehmerlohn und Gewinn ausgleichen.

Einkünfte werden auch aus Kapitalvermögen erzielt, was vom Staat ebenfalls per Freibetrag unterstützt wird.

Engagiert sich ein Bürger für das allgemeine Wohl, so verzichtet der Staat auf einen Teil seiner Forderungen bezüglich der Einkünfte, die mit dieser Tätigkeit verbunden sind. Hier greift der Einkommensteuer-Freibetrag für Übungsleiter, sofern sich die Tätigkeit entsprechend klassifizieren lässt. Aber auch bei der Veräußerung von Unternehmen oder Teilen davon gibt es einen Freibetrag.

Einkommenssteuer-Freibetrag: Für unterschiedliche Lebenslagen

Belastungen im Leben der Bürger sucht der Staat ebenfalls mit einem jeweils geeigneten Einkommenssteuer-Freibetrag auszugleichen. So können Alleinerziehende und Rentner nach § 24b EStG oder Auszubildende oder Behinderte nach § 33 EStG einen Einkommensteuer-Freibetrag in Anspruch nehmen.

Da die Alterssicherung ein immer größeres Thema wird, wurde auch ein Zukunftssicherungsfreibetrag eingeführt. Die bereits länger praktizierte Unterstützung von vermögenswirksamen Leistungen ist dagegen kein Einkommensteuer-Freibetrag, sondern eine staatliche Zulage.

9. Januar 2016

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Daniela Kunath
Von: Daniela Kunath. Über den Autor

Daniela Kunath arbeitet als freie Autorin für verschiedene Projekte. Persönlich interessiert sie sich seit vielen Jahren für den Bereich Finanzen und Investments und gibt dieses Wissen passioniert an interessierte Leser weiter.