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So funktioniert die Einkommensteuer der USA

Die Einkommensteuer in den USA wird unabhängig vom Staat, dafür aber individuell von verschiedenen Bundesstaaten und Gemeinden erhoben. Erst im Jahr 1913 wurde die amerikanische Einkommensteuer auf Bundesebene verabschiedet.

Hintergrund waren heftige Konflikte im Senat zwischen einzelnen Bundesstaaten. Einige Teilnehmer hielten diese Steuer für verfassungswidrig.

Deshalb wurde ein Zusatzartikel in die Verfassung geschrieben und somit das Problem erst einmal gelöst. Allerdings liefern sich darüber bis heute diverse Parteien heiße Gefechte. Neben den natürlichen Personen unterliegen auch gewinnorientierte Unternehmen einer sogenannten Bundeseinkommensteuer.

Einkommensteuer in USA: Beitragssätze

Für natürliche Personen gilt die sogenannte Progression. Das bedeutet, je mehr man verdient, desto höher ist der Steuersatz. So funktioniert das auch in Deutschland, jedoch ist die Umsetzung etwas anders. Die Einkommensteuer  in den USA bewegt sich je nach Einkommen und den zugelassenen Abzügen zwischen 10% bis 39,6%.

Zur Steuerfestsetzung der Einkommenssteuer USA wird im Gegensatz zu Deutschland eine Stufenrechnung durchgeführt. Das bedeutet, alle Einkommen werden aufgeschlüsselt. Wenn jemand zum Beispiel 30.000 US-$ verdient, so werden die ersten 9.275 US-$ mit 10% verrechnet und die verbleibenden 20.725 US-$ mit 15%. Bei einem Einkommen von 40.000 US-$ werden zusätzlich die Beträge ab 37.650 US-$ mit 25% berechnet.

Bemessungsgrundlage der Steuer ist dabei das Bruttoeinkommen. Von diesem können einige Posten für die Einkommensteuer abgezogen werden. Darunter fallen Zinserträge aus staatlichen Anleihen, Auszahlungen von Lebensversicherungen aufgrund des Todes des Versicherten und Arbeitgeberbeiträge für die Krankenkasse.

Aus dem so errechneten Bruttoeinkommen können weitere Posten abgezogen werden. Dazu zählen Unterhaltszahlungen, Umzugskosten und Einzahlungen auf Renten- und Gesundheitskonten.

Weitere Abzüge als Pauschalbeiträge oder auch Einzelbeiträge können zum Teil geltend gemacht werden. Ähnlich den deutschen Gesetzen kann man die Steuern reduzieren, wenn im eigenen Haushalt Personen leben, die kein eigenes Einkommen haben. Am Ende aller Abzüge ergibt sich die Bemessungsgrundlage für die Einkommensteuer in den USA.

Bemessungsgrundlage der Bundeseinkommensteuer für Unternehmen

Die Bemessungsgrundlage für die Bundeseinkommensteuer für Unternehmen richtet sich nach dem weltweiten Umsatz des Betriebes, abzüglich der gewöhnlichen Geschäftsaufwendungen. Größere Ausgaben müssen über mehrere Jahre abgeschrieben werden. Zusätzlich können Aufwendungen im Bereich Forschung und Entwicklung von den zu zahlenden Steuern geltend gemacht werden.

Außerdem sieht die amerikanische Einkommensteuer für Unternehmen bestimmte Abzüge bei der Einstellung von bedürftigen Personen vor. Neben der Einkommensteuer müssen Firmeninhaber eventuell noch Dividendenzahlungen besteuern.

Aufgrund der damit gegebenen Doppelbesteuerung wurde vom Senat der USA 1986 eine neue Unternehmensart verabschiedet, die sogenannte „S Corporation“. In dieser werden die Unternehmensgewinne anteilsmäßig auf die Inhaber (Aktionäre) verteilt und individuell besteuert.

Einkommensteuer wichtigste Steuer für US-Bundeshaushalt

Im Wesentlichen wird die amerikanische Einkommensteuer auf alle weltweiten Einkommen aller amerikanischer Staatsbürger und bei allen in Amerika ansässigen Unternehmen erhoben. Selbstverständlich gibt es dabei eine Reihe von Doppelbesteuerungsabkommen, um doppelte Steuerzahlungen zu vermeiden.

Die Einkommensteuer von Arbeitnehmern wird direkt als sogenannte Quellensteuer vom Gehalt abgezogen und vom Arbeitgeber an eine Abteilung des Finanzministeriums direkt überwiesen.

Unternehmen und freischaffende Personen sind verpflichtet, ihre Einkommensteuer zu schätzen und quartalsweise selbstständig einzuzahlen. Steuerpflichtige Personen müssen laut Gesetz jeweils bis zum 15. April eines folgenden Kalenderjahres ihre Steuererklärung einreichen.

Die Einkommensteuer ist heute die wichtigste Steuer für den US-Bundeshaushalt. Nur 7 Staaten erheben keine Einkommensteuer. Denn nicht nur für den Bund, auch für Bundesstaaten und Gemeinden müssen Einkommensteuern bezahlt werden. Die Bundesstaaten, die keine private Einkommensteuer erheben, sind Florida, Alaska, Texas, Nevada, South Dakota, Wyoming und Washington.

7. März 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.