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Steuerbescheid: Einspruch verlangt bestmögliche Prüfung

Steuerprofis nutzen ganz einfache Kniffe, um kein Geld zu verschenken. Denn es ist keineswegs nur damit getan, die jährliche Prozedur der unangenehmen Einkommensteuererklärung gewissenhaft zu bewältigen. Es ist einfach unverzichtbar, das Ergebnis der Einkommensteuererklärung mit wachsamen Augen zu prüfen. Kontrollieren Sie deshalb den Steuerbescheid des Finanzamts. Das ist in den meisten Fällen viel einfacher, als Sie denken.

Auf keinen Fall brauchen Sie dafür unbedingt einen Steuerberater. Allerdings sollten Sie immer fachlich qualifizierten Rat beanspruchen, wenn der Bescheid des Finanzamts Ihrem gesunden Rechtsempfinden widerspricht. Dies gilt umso mehr, wenn ein Telefonat mit dem zuständigen Sachbearbeiter des Finanzamts Ihre Zweifel nicht zerstreuen kann.

Steuerbescheid Einspruch: Nutzen Sie alle Kontrollmöglichkeiten

Zugegeben – die meisten Steuerbescheide erzeugen ein gewisses Gefühl der Abneigung. Das ist insbesondere dann verständlich, wenn mit dem Steuerbescheid eine Nachzahlung verlangt wird. Aber auch in Erstattungsfällen müssen sich viele Steuerzahler erst einmal überwinden, den Steuerbescheid zu lesen.

Grund: Die Zahlenkolonnen und Berechnungen sind einfach nicht mit einem spannenden Buch zu vergleichen. Falls Sie zu lange warten, ist die Einspruchsfrist abgelaufen und Sie müssen zahlen, selbst wenn der Steuerbescheid falsch ist. Überwinden Sie diese Abneigung. Sobald Sie den Steuerbescheid in den Händen haben, sollten Sie mit der genauen Prüfung beginnen. Und ein bisschen Freude macht es schon, wenn Sie feststellen, dass das Finanzamt noch mehr Geld zu Ihren Gunsten herausgeben muss.

Prüfung Steuerbescheid: Kontrollieren Sie verschiedene Bereiche

Bei der Prüfung des Steuerbescheids müssen Sie verschiedene Bereiche kontrollieren. Nur so sind Sie im Umgang mit dem Finanzamt erfolgreich. Prüfen Sie immer folgende Punkte, damit Sie alle Vorteile bei der Steuer realisieren:

  • Verzögern Sie Nachzahlungen durch clevere Strategien
  • Checken Sie den Einkommensteuerbescheid betragsmäßig durch
  • Stellen Sie Verrechnungsanträge
  • Fordern Sie fehlende Begründungen des Finanzamts nach
  • Erheben Sie rechtzeitig innerhalb eines Monats schriftlich Einspruch
  • Beantragen Sie die „Aussetzung der Vollziehung“
  • Beantragen Sie das „Ruhen des Verfahrens“
  • Setzen Sie in schwierigen Fällen auch das Mittel der Petition ein

Praxis-Tipp: Machen Sie eine eiserne Regel zu Ihrem persönlichen Prinzip: Kontrollieren Sie immer restlos alle Beträge im Steuerbescheid. Diese Regel ist sinnvoll, weil viel zu häufig Übernahmefehler im Finanzamt unterlaufen. Zahlendreher schleichen sich sehr schnell ein. Viel schlimmer ist es jedoch, wenn ganze Beträge vergessen oder Beträge doppelt erfasst werden. In diesen Fällen wollte das Finanzamt meistens nicht von Ihrer Erklärung abweichen, sondern hat einfach bei der Computer-Erfassung ein paar Tippfehler eingebaut.

Ausnahme von der strengen Regel: Bei den Sonderausgaben brauchen Sie nicht die ganze Berechnung zu kontrollieren. Das Programm des Finanzamts wird insoweit hier stimmen. Wenn nicht, zerren das im Allgemeinen nur Profis ans Licht. Bei den Sonderausgaben prüfen Sie lediglich, ob die Summe aller von Ihnen geltend gemachten Beträge richtig vom Finanzamt übernommen worden ist.

9. März 2001

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.