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Einkommensteuer: Freibetrag mindert Steuerbemessungsgrundlage

Der Einkommensteuer-Freibetrag reduziert den zu zahlenden Steuerbetrag, indem er die Steuerbemessungsgrundlage mindert.

Vielen Steuerpflichtigen ist der Grundfreibetrag bekannt, jedoch setzt sich der Freibetrag der Einkommensteuer aus unterschiedlichen Freibeträgen zusammen. Steuerpflichtige Personen sollten sich sicher sein, ihren Freibetrag auch vollständig auszunutzen.

Einkommensteuer: Freibetrag sichert Existenzminimum

Der steuerliche Grundfreibetrag stellt einen wichtigen Teil des Freibetrages der Einkommensteuer dar. Dieser Freibetrag wird jährlich von der Regierung geprüft und angepasst.

Das Existenzminimum eines jeden Steuerzahlers soll so sichergestellt sein. Im Veranlagungszeitraum 2016 liegt der Grundfreibetrag bei 8.652 € für Alleinstehende und verdoppelt sich auf 17.304 € für zusammenveranlagte Ehepaare. Der Betrag wird im Besteuerungsverfahren automatisch vom Einkommen abgezogen, Steuerzahler müssen demnach nicht auf den Grundfreibetrag hinweisen.

Unterhalb dieses Grundfreibetrags muss keine Einkommensteuer bezahlt werden. Liegt das Einkommen jedoch nur einen Cent über diesem Betrag, wird das Einkommen besteuert.

Einkommen als Berechnungsgrundlage

Das Einkommen bildet die Grundlage der Steuerberechnung. Nicht nur der Arbeitslohn wird dabei zur Ermittlung herangezogen, auch Einkünfte aus selbstständiger Arbeit sowie Einkünfte aus der Land- und Forstwirtschaft sind Teil des steuerpflichtigen Einkommens. Zinsen und Dividenden erhöhen diesen Betrag ebenfalls.

Bei der Einkommensberechnung können jedoch einige Abzüge geltend gemacht werden, die dann das tatsächlich zu versteuernde Einkommen ergeben.

Hierzu zählen Werbungskosten (z.B. Kosten für Arbeitsmittel, Pendlerpauschale), Sonderausgaben (z.B. Unterhaltszahlungen, Aufwendungen für die Altersvorsorge), außergewöhnliche Belastungen (z.B. Scheidungskosten, Pflegekosten für pflegebedürftige Eltern), Freibeträge und Verluste.

Weitere Freibeträge anwendbar

Nicht nur der Grundfreibetrag sollte mit dem Freibetrag der Einkommensteuer in Verbindung gebracht werden. Eine Vielzahl weiterer Freibeträge können das zu versteuernde Einkommen mindern.

Der Sparer-Pauschbetrag ist hier beispielhaft zu nennen. Kapitalerträge wie Zinsen und Dividenden werden bis zu einem Betrag von 801 € pro Jahr nicht besteuert. Zu den weiteren Freibeträgen zählt auch der Kinderfreibetrag. Die Höhe des Kinderfreibetrags beläuft sich derzeit auf 7.248 € pro Kind im Jahr.

Bei der Veranlagung wird dann automatisch vom Finanzamt geprüft, ob der Kinderfreibetrag für den Steuerpflichtigen günstiger ausfällt als das Kindergeld. In der Regel sind Kinderfreibeträge erst ab einem zu versteuernden Einkommen von über 64.000 € im Jahr (bei zusammenveranlagten Ehepaaren) lohnender als der Bezug von Kindergeld.

Zu den weiteren Freibeträgen, die der Einkommensteuer angerechnet werden, zählen unter anderem der Alleinerziehendenentlastungsbetrag, der Ausbildungsfreibetrag, der Freibetrag auf Einkünfte aus der Land- und Forstwirtschaft sowie der Behindertenfreibetrag.

Nicht nur den Grundfreibetrag nutzen

Der Grundfreibetrag ist vielen Steuerzahlern ein Begriff, da er als die Sicherung des Existenzminimums angesehen wird. Allerdings sollten auch die anderen Freibeträge der Einkommensteuer beachtet werden. Hier sind meist zahlreiche Vergünstigungen steuerbar geltend zu machen.

11. Februar 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sonja Hüsken. Über den Autor

Schon vor ihrem Studium der Volkswirtschaftslehre beschäftigte sich Sonja Hüsken intensiv mit dem Zusammenspiel von Politik und Wirtschaft und der Frage nach der richtigen Vorsorge. Immer im Fokus: Der Mehrwert der Information für den Leser.